Das wesentliche Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Relevanz von Feedback durch Optimierung des Selbstbildes und den damit verbundenen Nutzen für die betriebliche Praxis im Unternehmen aufzuarbeiten.
Aktuell wird die Zukunft der Arbeit aufgrund veränderter Anforderungen im Rahmen neuer Technologien und der Digitalisierung vieler Lebensbereiche unter dem Begriff „Arbeiten 4.0“ zusammengefasst. Um im dynamischen Umfeld flexibel und schnell agieren zu können, streben immer mehr Unternehmen einen Kulturwandel in Richtung Agilität an. Eine wichtige Komponente zum Schaffen einer agilen Unternehmenskultur ist das Feedbackgespräch, das zur stetigen Entwicklung des Mitarbeiters beiträgt (de Molina, Kaiser, Widuckel, 2018). Das Selbstbild eines Menschen basiert auf der Summe der Selbstwahrnehmungen, im Zuge derer das eigene Verhalten beobachtet, bewertet und durch Mitteilungen aus der Fremdwahrnehmung ergänzt wird (Jonas, Stroebe & Hewstone, 2014). Um Störungen in der Selbstwahrnehmung und damit ein-hergehende Konflikte in der interpersonellen Kommunikation zu vermeiden, sollte das Selbstbild dem Fremdbild durch Rückmeldung des Feedbackgebers angeglichen werden. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik werden im ersten Teil der Arbeit die Ziele und die Funktion von Feedback erläutert. Anhand des Johari-Fensters wird erklärt, wie es zu Differenzen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung kommen kann. Im Anschluss daran erfolgt die Darstellung der wesentlichen Elemente des Feedbackgesprächs und der damit einhergehenden kommunikativen Grundlagen sowie der Regeln der Gesprächstechnik. An-schließend wird im dritten Kapitel eine empirische Feldstudie erläutert. Diese untersucht die Moderatorwirkung von Feedback für die korrelative Übereinstimmung von Selbst- und Fremdbeurteilung. Schließlich soll im vierten Kapitel die Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen konkretisiert und die Hausarbeit mit einem kurzen Fazit im fünften Kapitel abgeschlossen werden.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum in der Arbeit verwendet – nichtsdestotrotz sind dabei, worauf an dieser Stelle ausdrücklich verwiesen wird, weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten immer mit eingeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Feedback
- 2.1 Ziele von Feedback
- 2.1.1 Informationsfunktion
- 2.1.2 Lernfunktion
- 2.1.3 Motivationsfunktion
- 2.1.4 Soziale Funktion
- 2.2 Die Funktion von Feedback
- 2.2.1 Wahrnehmungsverzerrungen
- 2.2.2 Johari-Fenster
- 2.3 Zwischenmenschliche Kommunikation und Feedback
- 2.3.1 Kommunikationsquadrat
- 2.3.2 Feedbackgespräch
- 2.3.3 Feedbackregeln
- 3. Feedback als Moderator der Validität von Selbstbeurteilungen
- 3.1 Methode
- 3.2 Ergebnisse
- 3.2.1 Übereinstimmung von Selbst- und Vorgesetztenbeurteilung
- 3.2.2 Überprüfung der moderierenden Wirkung von Feedback
- 4. Bedeutung von Feedback in der Praxis
- 5. Resümee
- Die Rolle von Feedback in der Entwicklung einer agilen Unternehmenskultur
- Die verschiedenen Ziele und Funktionen von Feedback
- Der Einfluss von Wahrnehmungsverzerrungen auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Die Anwendung des Johari-Fensters zur Analyse von Feedbackprozessen
- Die Bedeutung von Feedback für die Validität von Selbstbeurteilungen
- Kapitel 1: Einleitung - Die Einleitung stellt die Relevanz von Feedbackgesprächen in modernen Arbeitsumgebungen dar und skizziert die Zielsetzung und den Aufbau der Hausarbeit.
- Kapitel 2: Feedback - Dieses Kapitel erläutert die Ziele und die Funktion von Feedback, beleuchtet Wahrnehmungsverzerrungen und das Johari-Fenster, um Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung zu verdeutlichen. Es werden zudem die Elemente des Feedbackgesprächs, kommunikationstheoretische Grundlagen und die Regeln der Gesprächstechnik behandelt.
- Kapitel 3: Feedback als Moderator der Validität von Selbstbeurteilungen - Dieses Kapitel präsentiert eine empirische Feldstudie, die die Moderatorwirkung von Feedback auf die Übereinstimmung von Selbst- und Fremdbeurteilung untersucht.
- Kapitel 4: Bedeutung von Feedback in der Praxis - Dieses Kapitel konkretisiert die Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen und untersucht, wie diese zur Optimierung des Selbstbildes und zum Nutzen für die betriebliche Praxis beitragen können.
Zusammenfassung der Kapitel
Schlüsselwörter
Feedback, Feedbackgespräche, Selbstbild, Fremdwahrnehmung, Wahrnehmungsverzerrungen, Johari-Fenster, Kommunikation, Agilität, Unternehmenskultur, Selbstbeurteilung, Validität.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Feedbackgespräche für Unternehmen heute so wichtig?
Im Kontext von „Arbeiten 4.0“ und Agilität sind Feedbackgespräche essenziell für die stetige Entwicklung der Mitarbeiter. Sie helfen Unternehmen, flexibel auf technologische und digitale Veränderungen zu reagieren.
Was ist das Johari-Fenster und wie wird es genutzt?
Das Johari-Fenster illustriert die Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Feedback dient dazu, den „blinden Fleck“ zu verkleinern und das Selbstbild an das Fremdbild anzugleichen, um Kommunikation zu verbessern.
Welche Funktionen erfüllt Feedback in der betrieblichen Praxis?
Feedback erfüllt eine Informationsfunktion (Status Quo), eine Lernfunktion (Entwicklung), eine Motivationsfunktion (Anerkennung) und eine soziale Funktion (Beziehungsstärkung).
Wie wirken Wahrnehmungsverzerrungen auf die Selbstbeurteilung?
Menschen neigen dazu, ihr eigenes Verhalten subjektiv zu bewerten, was oft zu Störungen in der Kommunikation führt. Regelmäßiges Feedback wirkt als Moderator, um die Validität von Selbstbeurteilungen zu erhöhen.
Welche Regeln sollten bei einem Feedbackgespräch beachtet werden?
Wichtige Regeln sind: Konstruktivität, Zeitnähe, Ich-Botschaften und die Trennung von Beobachtung und Bewertung, um Konflikte in der interpersonellen Kommunikation zu vermeiden.
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- Alischa Lipski (Author), 2020, Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen. Wie optimieren Unternehmen ihr Selbstbild?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/932272