„To float or not to float?“ – Im Zuge der Case-Study stellte sich die Frage, ob China weiterhin bei einem festen Wechselkurssystem bleiben soll oder die Wechselkurspolitik in Richtung eines variablen Wechselkursystems geändert werden sollte. Im Zuge der Ausarbeitung wurden die verschiedenen Wechselkurssysteme erklärt und evaluiert, bevor auf Chinas Wechselkurspolitik und Zinssatzproblem eingegangen worden ist. Im Anschluss daran wurden die ökonomischen Probleme der Volksrepublik China beleuchtet und diskutiert.
Jahrelang hatte China ein festes Wechselkurssystem, wobei der chinesische Yuan an den US-Dollar gebunden war. Im Jahr 2005 wurde der Yuan schließlich um 2,1 Prozent aufgewertet. Zudem wurde der Yuan anschließend an einen Währungskorb gebunden, welcher aus 11 verschiedenen Ländern bestand. Allerdings gewann die chinesische Währung aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums in den darauffolgenden Jahren weiter an Wert. Im Zuge der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 kehrte China wieder zu einem festen Wechselkurssystem zurück, bei welchem die Währung erneut an den US-Dollar gebunden wurde (Alfaro & Di Tella 2010).
Kritiker waren der Meinung, dass der Renminbi um 30-35 Prozent unterbewertet war. Besonders die USA hielt China vor, die Währung künstlich niedrig zu halten, um dadurch Wettbewerbsvorteile zu erlangen. In den USA wurden in weiterer Folge Arbeitsplätze abgebaut sowie mehrere Fabriken geschlossen, da der Import aus China billiger war, als die Produktion im eigenen Land durchzuführen. Aufgrund der schwachen Währung hatte China als weiteren Vorteil, dass die Importe aus anderen Ländern für China teurer gewesen wären, was die inländische Wirtschaft zusätzlich ankurbelte (Alfaro & Di Tella 2010).
Nicht nur die USA, sondern auch Europa und Japan übten Druck auf China aus, da durch die ungerechte Manipulation der Währung ein globales finanzielles Ungleichgewicht drohte (Alfaro & Di Tella 2010).
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Wechselkurssysteme
- Festes Wechselkurssystem
- Flexibles Wechselkurssystem
- Welches System ist nun besser?
- Chinas Wechselkurspolitik
- Chinas Zinssatzproblem
- Ökonomische Probleme
- Arbeitslosenquote und Wohlstand der Bevölkerung
- Internationale Wirtschaftsbeziehungen
- Ende der Produktpiraterie und Beginn der Innovation
- Conclusio
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Case Study befasst sich mit der Frage, ob China weiterhin ein festes Wechselkurssystem beibehalten sollte oder die Wechselkurspolitik in Richtung eines flexiblen Systems ändern soll. Die Arbeit analysiert die Vor- und Nachteile beider Systeme und beleuchtet die ökonomischen Herausforderungen, vor denen China steht.
- Die unterschiedlichen Eigenschaften fester und flexibler Wechselkurssysteme
- Die Auswirkungen der chinesischen Wechselkurspolitik auf die Weltwirtschaft
- Die Herausforderungen, die Chinas Wirtschaft durch die Arbeitslosigkeit und das Wirtschaftswachstum stellt
- Die Rolle von Produktpiraterie und Innovation in der chinesischen Wirtschaft
- Die Auswirkungen der chinesischen Zinssatzpolitik auf die Finanzmärkte
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der chinesischen Wechselkurspolitik ein und erläutert den historischen Hintergrund. Kapitel 2 beschreibt die unterschiedlichen Wechselkurssysteme, ihre Vor- und Nachteile sowie die aktuellen Trends in der internationalen Wirtschaft. Die Kapitel 3 und 4 behandeln die spezifischen Herausforderungen, die sich für China durch seine aktuelle Wechselkurspolitik und die Zinssatzpolitik ergeben. Kapitel 5 beleuchtet die Auswirkungen der chinesischen Wirtschaftspolitik auf die Arbeitslosigkeit, die internationalen Wirtschaftsbeziehungen und die Entwicklung von Produktpiraterie und Innovation.
Schlüsselwörter
Festes Wechselkurssystem, flexibles Wechselkurssystem, Renminbi, chinesische Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum, Produktpiraterie, Innovation, Zinssatz, internationale Wirtschaftsbeziehungen.
Häufig gestellte Fragen
Sollte China zu einem flexiblen Wechselkurssystem wechseln?
Die Case-Study diskutiert die Frage „To float or not to float?“, wobei die Vor- und Nachteile eines festen gegenüber einem variablen System für Chinas Wirtschaft abgewogen werden.
Warum war der chinesische Yuan lange an den US-Dollar gebunden?
Ein festes Wechselkurssystem diente dazu, die Währung stabil zu halten und der inländischen Wirtschaft durch berechenbare Exportpreise einen Vorteil zu verschaffen.
Welche Kritik üben die USA an Chinas Wechselkurspolitik?
Kritiker warfen China vor, den Renminbi künstlich unterbewertet zu halten (um ca. 30-35%), um Wettbewerbsvorteile zu erlangen, was in den USA zu Fabrikschließungen führte.
Wie beeinflusst die Währungspolitik das globale finanzielle Gleichgewicht?
Nicht nur die USA, sondern auch Europa und Japan übten Druck auf China aus, da eine „ungerechte Manipulation“ der Währung zu globalen Ungleichgewichten führen kann.
Welche Rolle spielt die Arbeitslosenquote für Chinas Entscheidungen?
Chinas Führung muss ein hohes Wirtschaftswachstum sicherstellen, um die Arbeitslosigkeit niedrig zu halten und den sozialen Frieden sowie den Wohlstand der Bevölkerung zu sichern.
Was ist mit dem „Ende der Produktpiraterie“ gemeint?
Die Arbeit beleuchtet den notwendigen Wandel Chinas von einer Wirtschaft, die teils auf Imitation basierte, hin zu einem globalen Innovationsführer.
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- BSc (WU) M.A. Katharina Feigl (Author), Maria Pulay (Author), Marlene Reumann (Author), Julia Stumpf-Fekete (Author), 2018, Chinas Wechselkurspolitik und Zinssatzproblem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925385