Das Ziel der Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen elterlichen Erziehungsstilen und der Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen von Kindern zu untersuchen. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle der Eltern als primäre Bezugsperson beziehungsweise der elterlichen Erziehungsstile. Gibt es dabei ein elterliches Erziehungsverhalten, das am meisten geeignet ist, um seine Kinder zu emotional und sozial kompetenten Menschen zu erziehen? Was für einen Einfluss und welche Auswirkungen haben Erziehungsstile im Rahmen der frühkindlichen Entwicklung?
Zur Klärung dieser Fragen werden zunächst im ersten Teil der vorliegenden Modularbeit theoretische Grundlagen und zentrale Begriffe bestimmt. Darauf aufbauend wird im nächsten Teil die sozial-emotionale Entwicklung im Kindesalter näher untersucht. Im Anschluss werden die unterschiedlichen Erziehungsstile klassifiziert, sowie deren Einfluss bzw. Auswirkungen auf die sozial-emotionale Entwicklung betrachtet. Um das breit gefächerte Teilgebiet einzugrenzen, wird im Rahmen der Arbeit nur auf die Erziehungstypologie von Baumrind eingegangen. Im letzten Abschnitt der Arbeit ziehe ich ein Resümee und gebe einen kurzen Ausblick auf mögliche Förderungsmaßnahmen zur sozial-emotionalen Kompetenzentwicklung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen/ Definition der sozial-emotionalen Kompetenz
- Soziale und emotionale Kompetenz
- Emotionale Kompetenz
- Soziale Kompetenz
- Zusammenhang
- Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen im Kindesalter
- Klassifikation der Erziehungsstile nach Baumrind
- Der autoritative Erziehungsstil
- Der autoritäre Erziehungsstil
- Der permissive Erziehungsstil
- Der vernachlässigende Erziehungsstil (ergänzt durch Maccoby und Martin)
- Auswirkung der Erziehungsstile
- Einfluss der elterlichen Erziehung auf die kindliche sozial-emotionale Entwicklung
- Resümee
- Kurzer Ausblick auf Fördermöglichkeiten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen elterlichen Erziehungsstilen und der Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen bei Kindern. Ziel ist es, die Rolle der Eltern als primäre Bezugspersonen und den Einfluss verschiedener Erziehungsstile auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern zu beleuchten. Insbesondere wird untersucht, ob es einen Erziehungsstil gibt, der besonders geeignet ist, Kinder zu emotional und sozial kompetenten Menschen zu erziehen.
- Definition und Bedeutung von sozial-emotionaler Kompetenz
- Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen im Kindesalter
- Klassifikation und Charakterisierung verschiedener Erziehungsstile
- Auswirkungen von Erziehungsstilen auf die sozial-emotionale Entwicklung
- Mögliche Fördermaßnahmen zur Steigerung sozial-emotionaler Kompetenz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Ausgangspunkt der Arbeit dar und beleuchtet die Bedeutung von Emotionen in unserem Leben, insbesondere im Kontext der frühkindlichen Entwicklung. Das zweite Kapitel befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und Definitionen von sozialer und emotionaler Kompetenz. Es werden verschiedene Ansätze zur Definition beider Konzepte vorgestellt und der enge Zusammenhang zwischen beiden aufgezeigt. Im dritten Kapitel wird die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen im Kindesalter untersucht, während das vierte Kapitel verschiedene Erziehungsstile nach Baumrind klassifiziert und charakterisiert. Kapitel fünf widmet sich den Auswirkungen der verschiedenen Erziehungsstile auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der sozial-emotionalen Kompetenzentwicklung, insbesondere im Kontext elterlicher Erziehungsstile. Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind daher: soziale Kompetenz, emotionale Kompetenz, sozial-emotionale Entwicklung, Erziehungsstil, autoritativer Erziehungsstil, autoritärer Erziehungsstil, permissiver Erziehungsstil, vernachlässigender Erziehungsstil, Kindheitsentwicklung, Eltern-Kind-Beziehung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter sozial-emotionaler Kompetenz?
Es ist die Fähigkeit, eigene Emotionen zu regulieren, die Gefühle anderer zu verstehen und soziale Interaktionen erfolgreich zu gestalten.
Welche Erziehungsstile nach Baumrind gibt es?
Baumrind klassifiziert den autoritativen, den autoritären und den permissiven Erziehungsstil, später ergänzt um den vernachlässigenden Stil.
Welcher Erziehungsstil gilt als am besten geeignet?
Der autoritative Erziehungsstil, der durch hohe Zuneigung bei gleichzeitiger klarer Grenzsetzung geprägt ist, fördert die sozial-emotionale Entwicklung am stärksten.
Wie wirkt sich ein autoritärer Erziehungsstil aus?
Dieser Stil ist durch hohe Kontrolle und geringe Wärme geprägt, was bei Kindern oft zu geringerem Selbstwertgefühl und Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion führen kann.
Was kennzeichnet den permissiven Erziehungsstil?
Eltern sind hier sehr liebevoll, stellen aber kaum Forderungen und setzen keine Grenzen, was dazu führen kann, dass Kinder Schwierigkeiten mit der Impulskontrolle entwickeln.
Welche Rolle spielen Eltern in der frühkindlichen Entwicklung?
Eltern sind die primären Bezugspersonen; ihr Verhalten bildet das Fundament für die emotionale Sicherheit und das soziale Lernfeld des Kindes.
- Quote paper
- Nazli Cihan (Author), 2019, Das Erziehungsverhalten von Eltern und der Einfluss auf die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923807