In der Arbeit wird dargelegt, dass Augustus für alle Bereiche des politischen Lebens eine Vorbildfunktion für seine Nachfolger besaß, wobei vor allem seine Außenpolitik und deren ideologische Grundlagen betrachtet werden. Anschließend wird untersucht, wie Trajan und Hadrian auf die außenpolitischen Herausforderungen ihrer Zeit reagiert haben und die Probleme, die schon zur Zeit des Augustus existiert haben, nun auf ihre Weise zu lösen versuchten.
Dabei war zu berücksichtigen, dass neben der durch Augustus repräsentierten altrömischen Tradition auch andere Impulse das Handeln bestimmten, da sich im Verlauf des 1. Jahrhunderts der Horizont erweitert hatte, sowohl ideell (Stoa) wie materiell (von der Stadt Rom auf die Provinzen). Das Vorbild des Augustus blieb jedoch so dominant (und interpretationsfähig), dass man sich, auch wenn man unterschiedliche Konzeptionen verfolgte (Trajan – Hadrian), doch noch auf ihn zu berufen genötigt sah.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Quellen
- Augustus als Vorbild
- Trajan: propagator orbis terrarum
- Hadrian: restitutor orbis terrarum
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Untersuchung analysiert die Außenpolitik des römischen Kaisers Hadrian im Vergleich zu seinen Vorgängern Augustus und Trajan. Dabei wird zunächst die Vorbildfunktion des Augustus für seine Nachfolger, insbesondere im Bereich der Außenpolitik und deren ideologischen Grundlagen, beleuchtet. Anschließend werden die außenpolitischen Herausforderungen der Zeit Trajans und Hadrians sowie deren Lösungsansätze im Kontext der altrömischen Tradition und der im 1. Jahrhundert neu hinzukommenden stoischen Philosophie untersucht.
- Die Vorbildfunktion des Augustus für spätere Herrscher
- Die außenpolitischen Herausforderungen zur Zeit Trajans und Hadrians
- Der Einfluss der Stoa auf die Politik des 1. Jahrhunderts n. Chr.
- Die unterschiedlichen Konzeptionen der Außenpolitik von Trajan und Hadrian
- Die Bedeutung der Res Gestae Divi Augusti als politisches Testament
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die Methode der Untersuchung vor. Sie beschreibt die Vorbildfunktion des Augustus für seine Nachfolger und erläutert die Bedeutung der Res Gestae Divi Augusti als Quelle für das Verständnis der römischen Außenpolitik.
Quellen
Dieses Kapitel präsentiert die Quellen, die für die Untersuchung verwendet werden, und analysiert deren Wert und Grenzen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Res Gestae Divi Augusti, der römischen Geschichte des Cassius Dio und dem Panegyricus des Plinius des Jüngeren gewidmet.
Augustus als Vorbild
Dieses Kapitel analysiert die Res Gestae Divi Augusti und zeigt, wie Augustus seine außenpolitische Strategie in diesem Selbstbild darstellt. Es werden die wichtigsten Punkte seiner Außenpolitik, wie die Bewahrung der römischen Traditionen, die Sicherung der Unterstützung des Volkes, die Förderung der Wirtschaft durch den Bau von Infrastruktur und die Sicherstellung der Loyalität der Armee, dargestellt.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Untersuchung sind: Augustus, Trajan, Hadrian, Außenpolitik, Res Gestae Divi Augusti, Pax Romana, Stoa, römische Tradition, Senatsaristokratie, Expansionspolitik, Konsolidierung der Macht, Krieg, Frieden.
Häufig gestellte Fragen
Wie diente Augustus als Vorbild für Hadrian und Trajan?
Augustus schuf die ideologischen Grundlagen des Prinzipats, auf die sich spätere Kaiser berufen mussten, um ihre Herrschaft und Außenpolitik zu legitimieren.
Was unterscheidet die Außenpolitik von Trajan und Hadrian?
Trajan verfolgte eine offensive Expansionspolitik (propagator orbis terrarum), während Hadrian auf Konsolidierung und Grenzsicherung setzte (restitutor orbis terrarum).
Welchen Einfluss hatte die Stoa auf die römische Politik?
Die stoische Philosophie bot ideelle Impulse, die über die rein stadtrömische Tradition hinausgingen und das Handeln der Kaiser im 1. und 2. Jahrhundert prägten.
Was sind die 'Res Gestae Divi Augusti'?
Es ist der Rechenschaftsbericht des Augustus über seine Taten, der als politisches Testament und ideologischer Leitfaden für seine Nachfolger diente.
Was bedeutet 'Pax Romana' in diesem Kontext?
Die 'Pax Romana' bezeichnet den inneren Frieden und die Stabilität des Reiches, die Augustus begründete und die Hadrian durch seine defensivere Politik bewahren wollte.
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- Bjarne Duncker (Author), 2019, Die Außenpolitik von Hadrian im Vergleich zu Augustus und Trajan. Einfluss und Vorbildfunktion des Augustus auf seine Nachfolger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923469