In dieser Hausarbeit soll näher untersucht werden, ob Bourdieus Aussagen zur Rolle des Kapitalvolumens in der heutigen Zeit noch zutreffend sind. Haben die Kapitalsorten tatsächlich auch gegenwärtig großen Einfluss auf den Schulerfolg? Wenn ja, inwiefern und in welcher Weise begünstigt soziales Kapital den Bildungserfolg? Könnte der Besitz von sozialem Kapital eine höhere Bedeutung haben als von Bourdieu zunächst angenommen?
Zu Beginn dieser Arbeit soll geklärt werden, wie die von Bourdieu benannten Kapitalsorten in Form von kulturellem, ökonomischem und sozialem Kapital zu definieren sind. Anschließend werden im nächsten Kapitel Bourdieus Erkenntnisse in Bezug auf den Schulerfolg aufgeführt und vergleichend dazu im darauffolgenden Kapitel aktuelle Studienergebnisse dargestellt.
Gegenüberstellend soll aufgezeigt werden, inwiefern sich die Einflussfaktoren der Kapitalsorten auf den Schulerfolg geändert haben und ob sich Bourdieus Erkenntnisse noch auf das heutige Bildungssystem übertragen lässt. Zum Abschluss werden in einem Fazit die Ergebnisse noch einmal kurz zusammengefasst und mögliche offene Fragen benannt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was unter „Kapital“ zu verstehen ist
- Der Einfluss des Kapitalvolumens nach Bourdieu
- Der Einfluss der Kapitalsorten laut aktuellen Studien
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Aktualität der Bourdieuschen Kapitaltheorie im Kontext der schulischen Leistung. Sie untersucht, ob Bourdieus Aussagen zur Rolle des Kapitalvolumens in der heutigen Zeit noch zutreffend sind und inwieweit die verschiedenen Kapitalsorten den Bildungserfolg beeinflussen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Bedeutung des sozialen Kapitals und seiner möglichen höheren Bedeutung im Vergleich zum kulturellen Kapital.
- Definition und Analyse der Bourdieuschen Kapitalformen (kulturelles, ökonomisches und soziales Kapital)
- Bourdieus Erkenntnisse über den Einfluss des Kapitalvolumens auf die schulische Leistung
- Gegenüberstellung von Bourdieus Theorie mit aktuellen Studienergebnissen
- Bewertung der Aktualität von Bourdieus Theorie im Hinblick auf das heutige Bildungssystem
- Diskussion der Rolle des sozialen Kapitals und seiner Bedeutung für den Bildungserfolg
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas Bildungsungleichheit und die Bedeutung von Pierre Bourdieus Kapitaltheorie dar. Sie führt die Forschungsfrage ein und skizziert den Aufbau der Hausarbeit.
- Was unter „Kapital“ zu verstehen ist: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Kapitalformen nach Bourdieu, einschließlich des kulturellen, ökonomischen und sozialen Kapitals. Es wird auf die Eigenschaften und die Bedeutung dieser Kapitalformen eingegangen.
- Der Einfluss des Kapitalvolumens nach Bourdieu: Hier werden Bourdieus Erkenntnisse zur Rolle des Kapitalvolumens im Bildungssystem dargestellt, insbesondere die Bedeutung des kulturellen Kapitals für den Schulerfolg.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit befasst sich mit den zentralen Begriffen der Bourdieuschen Kapitaltheorie, darunter kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital, soziales Kapital, Bildungsungleichheit, Schulerfolg, und empirische Forschung. Die Analyse untersucht die Aktualität der Bourdieuschen Theorie im Kontext des heutigen Bildungssystems.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die drei Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu?
Bourdieu unterscheidet zwischen ökonomischem Kapital (Geld, Besitz), kulturellem Kapital (Bildung, Wissen) und sozialem Kapital (Beziehungen, Netzwerke).
Wie beeinflusst das Kapitalvolumen den Schulerfolg?
Laut Bourdieu haben Kinder aus Familien mit hohem kulturellem und ökonomischem Kapital bessere Startbedingungen im Bildungssystem, da ihre häusliche Umgebung sie besser auf die Anforderungen der Schule vorbereitet.
Ist Bourdieus Theorie heute noch aktuell?
Die Arbeit untersucht genau diese Frage und vergleicht Bourdieus Thesen mit aktuellen Studien, um festzustellen, ob soziale Herkunft weiterhin den Bildungserfolg in Deutschland bestimmt.
Welche Rolle spielt das soziale Kapital für die schulische Leistung?
Soziales Kapital umfasst Ressourcen, die durch soziale Beziehungen zugänglich sind. Die Arbeit diskutiert, ob dieses Kapital heute eventuell eine noch größere Bedeutung für den Bildungserfolg hat als früher angenommen.
Was versteht man unter Bildungsungleichheit im Kontext dieser Arbeit?
Bildungsungleichheit bezeichnet den Umstand, dass der Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft und dem verfügbaren Kapital der Eltern abhängt, anstatt nur von der individuellen Leistung des Kindes.
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- René Fenzlein (Author), 2016, Der Einfluss des Kapitalvolumens auf die schulische Leistung. Zur Aktualität der Bourdieuschen Kapitaltheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922905