In Zeiten der Globalisierung sehen sich Betriebe oder Unternehmen vieler Industrieländer immer häufiger gezwungen, u.a. durch Senkung der Kosten oder a-typische Beschäftigungsverhältnisse ihre Rentabilität aufrecht zu erhalten, um auf zunehmend unsicherer werdenden Märkten bestehen zu können. Diese Veränderungen haben enorme Auswirkungen auf die Beschäftigten und so ist u.a. eine Zunahme von Belastungen zu verzeichnen.
Die allgemeine Erklärung für diese Entwicklung lautet Stress, der in den letzten Jahren rasant und über alle Branchen hinweg zugenommen hat und von der Weltgesundheitsorganisation zu einer der großen Gefahren des 21. Jahrhunderts erklärt wurde. Zwar ist das Arbeits-leben rein physisch gesehen durch umfassende Arbeitsschutzbestimmungen sicherer geworden, auf der anderen Seite ist jedoch eine erhebliche Zunahme der psychischen Belastungen zu verzeichnen - eine davon ist die Arbeitsplatzunsicherheit.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor. Die Perspektive ist darauf gerichtet, inwieweit es sich bei Arbeitsplatzunsicherheit um einen Stressor handelt und welche Auswirkungen daraus zu erwarten sind. Im ersten Kapitel konzentrieren sich die Ausführungen auf den Stressbegriff. Es werden u.a. seine charakteristischen Merkmale wie Stressoren sowie Aspekte bei seiner Entstehung erläutert. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Phänomen der Arbeitsplatzunsicherheit, das anhand des bedeutenden theoretischen Konzeptes der subjektiven Arbeitsplatzunsicherheit von Greenhalgh und Rosenblatt vorgestellt und eingegrenzt wird.
Im dritten Kapitel wird Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor verortet und gekennzeichnet. Dabei werden zwei Instrumente aus der empirischen Forschung vorgestellt und interpretiert, um die aus den bisherigen Ausführungen gewonnenen Aspekte hinsichtlich Bewertung und Kennzeichnung zu konkretisieren. Letztes Kapitel behandelt mögliche Auswirkungen, die sich aus Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor ergeben können und die Ausführungen dieser Arbeit beschließen. Es muss an dieser Stelle der Hinweis darauf erfolgen, dass in dieser Arbeit kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden kann. Sowohl bei Stress als auch bei Arbeitsplatzunsicherheit handelt es sich um zwei sehr komplexe und vielschichtige Begriffe, deren detaillierte Durchleuchtung sowie die umfassende Darstellung aller bisherigen Forschungsansätze zu diesen Begriffen den Rahmen der Arbeit bei Weitem sprengen würden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zum Begriff „Stress“
- Stressentstehung und Stressempfinden
- Stressoren
- Subjektives Stresserleben
- Stress und Stressoren im Arbeitsumfeld
- Das Phänomen der Arbeitsplatzunsicherheit
- Kennzeichnung des Stressors Arbeitsplatzunsicherheit
- Merkmale des Stressors
- Variablen subjektiver Arbeitsplatzunsicherheit
- Auswirkungen von Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor. Ziel ist es, die Arbeitsplatzunsicherheit als „Stress verur-sachende Bedingung des Arbeitsplatzes“ zu identifizieren und ihre potentiellen Auswirkungen zu analysieren. Die Arbeit beleuchtet dabei die Entstehung von Stress und geht auf subjektive Stresserleben ein. Darüber hinaus werden theoretische Konzepte der Arbeitsplatzunsicherheit und empirische Ansätze zur Kennzeichnung des Stressors vorgestellt.
- Stressentstehung und Stresserleben
- Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor
- Merkmale und Variablen der Arbeitsplatzunsicherheit
- Empirische Ansätze zur Kennzeichnung von Arbeitsplatzunsicherheit
- Potentielle Auswirkungen von Arbeitsplatzunsicherheit auf Beschäftigte
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor ein und stellt den Hintergrund der Arbeit dar. Das erste Kapitel befasst sich mit dem Begriff „Stress“, seinen Merkmalen und der Entstehung von Stress. Das zweite Kapitel konzentriert sich auf das Phänomen der Arbeitsplatzunsicherheit und stellt das theoretische Konzept der subjektiven Arbeitsplatzunsicherheit vor. Das dritte Kapitel untersucht Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor und stellt empirische Instrumente zur Bewertung und Kennzeichnung vor.
Schlüsselwörter
Arbeitsplatzunsicherheit, Stressor, Stress, subjektive Arbeitsplatzunsicherheit, Stressoren, Stresserleben, Arbeitsumfeld, empirische Forschung, Kennzeichnung.
Häufig gestellte Fragen
Warum nimmt die Arbeitsplatzunsicherheit in der heutigen Zeit zu?
Durch Globalisierung, Kostensenkungsdruck und atypische Beschäftigungsverhältnisse sehen sich Unternehmen gezwungen, flexibler zu agieren, was die Unsicherheit für Beschäftigte erhöht.
Was ist der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Arbeitsplatzunsicherheit?
Die Arbeit fokussiert auf das Konzept von Greenhalgh und Rosenblatt, das die subjektive Wahrnehmung und Befürchtung des Arbeitsplatzverlustes als psychischen Stressor betont.
Welche Auswirkungen hat Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor?
Sie führt zu psychischen Belastungen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der großen Gefahren des 21. Jahrhunderts eingestuft werden.
Welche Instrumente werden zur Kennzeichnung dieses Stressors genutzt?
Die Arbeit stellt Instrumente aus der empirischen Forschung vor, die Variablen der subjektiven Arbeitsplatzunsicherheit bewerten.
Handelt es sich bei der Arbeit um eine vollständige Darstellung des Themas?
Nein, aufgrund der Komplexität von Stress und Arbeitsplatzunsicherheit erhebt die Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- Quote paper
- Verena Traut (Author), 2007, Arbeitsplatzunsicherheit als Stressor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92272