Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Personality Psychology

Dimensionale Persönlichkeitstheorien - The Big Five

Title: Dimensionale Persönlichkeitstheorien - The Big Five

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annika Simon (Author)

Psychology - Personality Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die sogenannten „Big Five“ umfassen die fünf Hauptdimensionen einer Persönlichkeit und gehören damit zu den neueren dimensionalen Theorien der Differenziellen Psychologie und Persönlichkeitsforschung. Ausgehend vom lexikalischen Ansatz, der Grundannahme, dass sich die im Alltag bedeutsamen Merkmale zur Beschreibung von Personen in der jeweiligen Muttersprache wider-spiegeln, haben Allport und Odberg 1936 erstmals auf Grundlage eines repräsentativen Lexikons für das Amerikanische die Eigenschaften dieser Sprache durch Reduktionsprozesse in wenigen Faktoren zusammengefasst. Ihr methodisches Vorgehen entsprach dabei dem der Faktorenanalyse, wie sie bereits von Cattell verwendet worden ist.
Die Liste von Persönlichkeitsdispositionen wurde nun u.a. 1967 von Norman und 1985 von Goldberg mehrfach überarbeitet, wobei die Reduktion jeweils auf fünf Faktoren hinauslief, die unter dem Schlagwort „Big Five“ bekannt geworden sind. Seit 1985 liegt dieses Modell operationalisiert in Form des Fragebogen-Inventars NEO-PI von Costa und McCrae vor, wurde mehrfach überarbeitet und findet als revidierte Fassung NEO-PI-R seinen Einsatz sowohl in der Klinischen Psychologie/ Psychatrie als auch in der modernen Persönlichkeitsforschung.
Hauptkritikpunkt am Konstrukt der „Big Five“ ist die Frage nach ihrer kultur- und sprachübergreifenden Generalisierbarkeit. So konnten nicht in allen Sprachen die selben fünf Dimensionen nachgewiesen werden und zwischen den Forschern besteht immer noch große Uneinigkeit hinsichtlich ihrer inhaltlichen Interpretation. Da aber das Inventar von Costa und McCrae auch in der Praxis weit verbreitet ist, werden die Faktoren meistens nach ihrer Definition als Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für neue Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit bezeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen des Persönlichkeitsmodells der „Big Five“

2.1 Klassifikation und Faktorenanalyse

2.2 Von der Sedimentationshypothese zum lexikalischen Ansatz

3. Entstehungsgeschichte und methodisches Vorgehen

3.1 Persönlichkeitsdispositionen von Allport und Odberg

3.2 Weiterentwicklung durch Norman und Goldberg

3.3 Replikation der Big Five in anderen Sprachen

4. Die fünf Dimensionen der Persönlichkeit

4.1 Neurotizismus

4.2 Extraversion

4.3 Verträglichkeit

4.4 Gewissenhaftigkeit

4.5 Faktor V – Große Heterogenität in seiner Definition

5. Anwendung des Modells

5.1 Das NEO-Persönlichkeitsinventar von Costa und McCrae

5.2 Einsatzbereiche der Persönlichkeitsfragebogen

6. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Faktorenmodell der „Big Five“ als Ansatz zur Klassifikation der Persönlichkeit wissenschaftlich zu beleuchten, seine theoretischen Grundlagen sowie historische Entstehungsgeschichte darzulegen und die praktische Anwendung sowie kritische Aspekte des Modells zu diskutieren.

  • Theoretische Fundierung durch den lexikalischen Ansatz und die Sedimentationshypothese.
  • Methodische Entwicklung des Faktorenmodells von Allport und Odberg bis zu Costa und McCrae.
  • Detaillierte Charakterisierung der fünf Persönlichkeitsdimensionen.
  • Praktische Implementierung mittels standardisierter Persönlichkeitsinventare wie dem NEO-PI-R.
  • Kritische Reflexion der kulturellen Generalisierbarkeit und der inhaltlichen Heterogenität des fünften Faktors.

Auszug aus dem Buch

3.1 Persönlichkeitsdispositionen von Allport und Odberg

Im Rahmen einer „psycholexikalischen Studie“ stellten Allport und Odberg im Jahre 1936 eine Liste von 550000 Eigenschaftsbegriffen zusammen, die sich allgemein auf die Beschreibung einer Persönlichkeit bezogen. Diese Dispositionssammlung aus „Webster's New International Dictionary“ in der 1925er Ausgabe wurde anschließend auf einen Umfang von 17953 reduziert in mehrere Kategorien eingeteilt. Beispielsweise bestand die Gruppe mit der Bezeichnung „personal traits“ aus 4 500 Wörtern, unter dem Titel „passing activities and temporary states“ waren dagegen nur etwas 100 Begriffe zu finden.

Diese beiden Kategorien wurden dann von Cattell ab 1943 grundlegend für sein Modell der Persönlichkeit verwendet, wobei er die Variablen wiederholt reduzierte und schließlich auf 35 Cluster kam. Diese „Variablenbündel“ mit je 6 bis 12 Faktoren dienten Cattell als empirische Größen in Beurteilungsverfahren mit L(ife)-Daten zur Fremdbeurteilung und dienten damit schließlich der Entwicklung seines 16-Faktoren Modells (Amelang & Bartussek, 2001).

Die ursprünglichen Variablen von Allport und Odberg sind außerdem indirekt als Ausgangspunkt jener Cattell'schen Cluster in den Arbeiten von Tupes und Christal (1958, 1961, zitiert nach Amelang & Bartussek, 2001) wiederzufinden, die den Grundstein der heutigen „Big Five“ gelegt haben. So analysierten sie im Auftrag der U.S. Airforce die Korrelationsmatrizen von acht Stichproben, zwei davon stammten von Cattell, und stießen dabei unabhängig von der Beurteilungsart (L- oder Q- Daten) immer wieder auf die selben fünf Faktoren (Amelang & Bartussek, 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Differenziellen Psychologie ein und skizziert den Aufbau der Arbeit zur Klassifikation der Persönlichkeit mittels des Big-Five-Modells.

2. Theoretische Grundlagen des Persönlichkeitsmodells der „Big Five“: In diesem Kapitel werden der lexikalische Ansatz und die Sedimentationshypothese als theoretisches Fundament der faktorenanalytischen Persönlichkeitserforschung erläutert.

3. Entstehungsgeschichte und methodisches Vorgehen: Hier werden die historischen Meilensteine von Allport und Odberg über Norman und Goldberg bis hin zu modernen Replikationen als Eckpfeiler der Big-Five-Entwicklung dargestellt.

4. Die fünf Dimensionen der Persönlichkeit: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Definition und inhaltliche Beschreibung der fünf Hauptdimensionen inklusive ihrer Facetten und diagnostischer Beispiel-Items.

5. Anwendung des Modells: Hier wird die praktische Umsetzung der Theorie durch das NEO-Persönlichkeitsinventar von Costa und McCrae sowie dessen Einsatzbereiche in der Psychologie beleuchtet.

6. Diskussion: Das abschließende Kapitel kritisiert die kulturübergreifende Generalisierbarkeit und die inhaltliche Abgrenzung der Faktoren, insbesondere des fünften Faktors.

Schlüsselwörter

Big Five, Persönlichkeitstheorien, Differenzielle Psychologie, Faktorenanalyse, lexikalischer Ansatz, Sedimentationshypothese, Neurotizismus, Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Offenheit für Erfahrungen, NEO-PI-R, Persönlichkeitsdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem dimensionalen Persönlichkeitsmodell der „Big Five“ und seiner Bedeutung für die moderne psychologische Forschung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen (lexikalischer Ansatz), die geschichtliche Entwicklung des Modells sowie dessen Anwendung in der psychologischen Praxis ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Einordnung des Modells, die Beschreibung der fünf Faktoren sowie die Diskussion ihrer universellen Gültigkeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird dem Modell zugrunde gelegt?

Zur Identifikation der Persönlichkeitsdimensionen wird primär das statistische Verfahren der Faktorenanalyse verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen der fünf Faktoren sowie deren Operationalisierung in Fragebogen-Inventaren wie dem NEO-PI-R.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Fachbegriffe sind unter anderem Faktorenanalyse, Sedimentationshypothese, Neurotizismus, Extraversion und Persönlichkeitsdiagnostik.

Wie gehen die Forscher mit der unterschiedlichen Interpretation des fünften Faktors um?

Die Arbeit zeigt auf, dass der fünfte Faktor je nach Kulturraum und Sprache variiert, sich jedoch die Bezeichnung „Offenheit für Erfahrungen“ durch Costa und McCrae weitgehend durchgesetzt hat.

Warum wird das Modell kritisch diskutiert?

Die Kritik entzündet sich an der Frage der sprach- und kulturübergreifenden Generalisierbarkeit sowie an dem Mangel, dynamische und biologische Prozesse zu berücksichtigen.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Dimensionale Persönlichkeitstheorien - The Big Five
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Entwicklungspsychologie)
Course
Seminar Persönlichkeitstheorien
Grade
1,0
Author
Annika Simon (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V92255
ISBN (eBook)
9783638056106
ISBN (Book)
9783656265719
Language
German
Tags
Dimensionale Persönlichkeitstheorien Five Seminar Persönlichkeitstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Simon (Author), 2006, Dimensionale Persönlichkeitstheorien - The Big Five, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92255
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint