Die Arbeit untersucht den Einfluß von Interessenverbänden im politischen Prozess der BRD. Sie thematisiert dabei zunächst die theoretische Konzeption von Interessenverbänden in der Pluralismustheorie von Ernst Fraenkel. Im Anschluss erfolgt eine Betrachtung des Spektrums organisierter Interessen in der BRD und eine beispielhafte Untersuchung des BDI. Im letzten Abschnitt werden die Einflussmöglichkeiten von Verbänden skizziert und einer Bewertung unterzogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Verbändestaat und Pluralismus
- Verbändewesen in der Bundesrepublik
- Das Spektrum der organisierten Interessen
- Organisierte Interessen in der BRD
- Struktur und Mittel von Interessenverbänden am Beispiel des BDI
- Der Einfluss der Verbände im politischen Prozess
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Rolle von Interessenverbänden im politischen Prozess der Bundesrepublik Deutschland. Sie untersucht, wie sich die wachsende Zahl von Interessenvertretern auf das Gemeinwohl und die Willensbildung auswirkt.
- Der Begriff des Verbändestaates und seine Implikationen für die pluralistische Demokratie
- Das Spektrum und die Struktur organisierter Interessen in der Bundesrepublik
- Der Einfluss von Interessenverbänden auf den politischen Prozess
- Die Rolle von Interessenverbänden im Kontext des (Neo-)Korporatismus
- Die kritische Bewertung des Wechselspiels zwischen Interessenverbänden und politischen Entscheidungsträgern
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Fragestellung nach der Rolle von Interessenverbänden im deutschen politischen System dar und definiert den Fokus auf das Verbändewesen in der Bundesrepublik.
- Verbändestaat und Pluralismus: Dieses Kapitel bietet eine theoretische Einführung in den Begriff des Verbändestaates und beleuchtet seine Bedeutung im Kontext einer pluralistischen Demokratie. Es stellt die Herausforderungen dar, die aus der Vielzahl von Interessen und der potenziellen desintegrativen Kraft einseitiger Interessenpolitik entstehen.
- Verbändewesen in der Bundesrepublik: Dieses Kapitel untersucht das Spektrum der organisierten Interessen in Deutschland und analysiert die Struktur und die Mittel von Interessenverbänden am Beispiel des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI).
Schlüsselwörter
Verbändestaat, Pluralismus, Interessenvertretung, Interessenverbände, Lobbyismus, (Neo-)Korporatismus, politische Willensbildung, Gemeinwohl, Bundesrepublik Deutschland, BDI.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein "Verbändestaat"?
Der Begriff beschreibt ein politisches System, in dem organisierte Interessenverbände massiven Einfluss auf die staatliche Willensbildung und Gesetzgebung ausüben.
Wie sieht Ernst Fraenkel den Pluralismus?
In Fraenkels Pluralismustheorie ist der Wettbewerb verschiedener Verbände essenziell für die Demokratie, solange ein Konsens über die Spielregeln und das Gemeinwohl besteht.
Welche Rolle spielt der BDI in Deutschland?
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist ein zentrales Beispiel für einen mächtigen Spitzenverband, der die Interessen der Industrie gegenüber der Politik vertritt.
Was ist Neokorporatismus?
Es bezeichnet die enge, institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Staat, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften bei der Gestaltung der Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Gefährdet Lobbyismus das Gemeinwohl?
Die Arbeit bewertet kritisch, ob die einseitige Interessenpolitik mächtiger Verbände zu einer Desintegration führt oder ob sie notwendige Expertise in den politischen Prozess einbringt.
Wie nehmen Verbände Einfluss auf die Politik?
Dies geschieht durch Expertenanhörungen, persönliche Kontakte zu Abgeordneten, Kampagnen und die Mitarbeit in beratenden Gremien der Ministerien.
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- Stefan Weidemann (Author), 2006, Lobbyismus im Verbändestaat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92246