Diese Arbeit beschäftigt sich mit neuen Wegen in der Drogenarbeit mit Jugendlichen. Dabei wird insbesondere auf Ruth Dreifuss‘ akzeptanzorientierten Ansatz eingegangen. Hierfür werden dessen Selbstverständnis sowie dessen Chance und Grenzen untersucht. Auch werden mögliche Rückschlüsse für die pädagogische Arbeit von Fachkräften gezogen.
Speziell werden die aktuellen Standpunkte der Sächsischen Landesregierung mit den bereits im Feld operierenden, akzeptanzorientierten Präventions- und Aufklärungsprojekte verglichen. Im Rahmen der aktuell politisch angeordneten Leitlinien wird nach neuen Wegen in der pädagogischen Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen gesucht.
Vom Drogenkonsum von Jugendlichen in Deutschland wird gerne mit „alarmierenden Zahlen“ und „bedrohlichen Tendenzen“ berichtet. Der Untergang einer gesamten Generation wird befürchtet. Doch ist der Konsum psycho-aktiver Substanzen wirklich ein so neues bzw. stark anwachsendes Problem?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Akzeptanzorientierte Drogenarbeit
- Definition
- Bedeutung des Konsums psycho-aktiver Substanzen für Jugendliche
- Chancen und Grenzen akzeptanzorientierter Drogenarbeit
- Position der Sächsischen Landesregierung zu akzeptanzorientierter Drogenarbeit
- Umsetzung akzeptanzorientierter Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen
- Der alternative Drogen- und Suchtbericht des akzept e.V. Bundesverbandes
- Betrachtung im Feld aktiver Projekte am Beispiel „Drug Scouts“ (Leipzig)
- Entwicklung eigener akzeptanzorientierter Handlungsansätze für die pädagogische Praxis von ErzieherInnen (in Anlehnung an Schneider, 2006)
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem akzeptanzorientierten Ansatz in der Drogenarbeit mit Jugendlichen. Ziel ist es, das Selbstverständnis dieses Ansatzes sowie dessen Chancen und Grenzen zu untersuchen. Im Weiteren sollen aus den Erkenntnissen Rückschlüsse für die pädagogische Arbeit gezogen werden. Die Arbeit vergleicht zudem die Standpunkte der Sächsischen Landesregierung mit denen bereits bestehender akzeptanzorientierter Projekte.
- Definition und Verständnis von akzeptanzorientierter Drogenarbeit
- Bedeutung des Drogenkonsums für Jugendliche
- Chancen und Grenzen der akzeptanzorientierten Drogenarbeit
- Position der Sächsischen Landesregierung zur akzeptanzorientierten Drogenarbeit
- Umsetzung akzeptanzorientierter Ansätze in der pädagogischen Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den aktuellen Stand der Diskussion über Drogenkonsum bei Jugendlichen und problematisiert die herkömmliche abstinenzorientierte Drogenpolitik. Es wird argumentiert, dass ein akzeptanzorientierter Ansatz den Bedürfnissen von KonsumentInnen besser gerecht werden könnte.
- Akzeptanzorientierte Drogenarbeit: Dieses Kapitel definiert den akzeptanzorientierten Ansatz und erläutert die Bedeutung des Drogenkonsums für Jugendliche. Es wird betont, dass Jugendliche durch Akzeptanz und Wertschätzung in ihrer Selbstbestimmung und Eigenverantwortung gestärkt werden können.
- Position der Sächsischen Landesregierung zu akzeptanzorientierter Drogenarbeit: Dieses Kapitel präsentiert die aktuelle Position der Sächsischen Landesregierung zur akzeptanzorientierten Drogenarbeit und stellt sie den im Feld operierenden Projekten gegenüber.
- Umsetzung akzeptanzorientierter Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Beispiele und Handlungsansätze für die Umsetzung akzeptanzorientierter Ansätze in der pädagogischen Praxis. Es stellt den alternativen Drogen- und Suchtbericht des akzept e.V. Bundesverbandes vor und analysiert das Projekt „Drug Scouts“ in Leipzig.
Schlüsselwörter
Akzeptanzorientierte Drogenarbeit, Drogenkonsum, Jugendliche, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Prävention, Aufklärung, Pädagogische Arbeit, Sächsische Landesregierung, Drug Scouts, akzept e.V. Bundesverband.
Häufig gestellte Fragen
Was ist akzeptanzorientierte Drogenarbeit?
Dieser Ansatz akzeptiert den Drogenkonsum als Realität und konzentriert sich auf Schadensminimierung, Überlebenshilfe und die Stärkung der Selbstbestimmung, statt Abstinenz als einzige Lösung zu fordern.
Wie unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Drogenpolitik?
Während traditionelle Ansätze oft auf Abschreckung und Stigmatisierung setzen, begegnet der akzeptanzorientierte Ansatz den Konsumenten mit Wertschätzung und bietet niedrigschwellige Hilfe an.
Was sind die "Drug Scouts" in Leipzig?
Die Drug Scouts sind ein bekanntes Präventionsprojekt, das akzeptanzorientierte Aufklärung leistet und direkt in der Szene über Wirkungen und Risiken von Substanzen informiert.
Welche Position vertritt die Sächsische Landesregierung?
Die Arbeit vergleicht die oft restriktiven politischen Leitlinien mit der praktischen Arbeit vor Ort und sucht nach Wegen für eine modernere pädagogische Praxis.
Warum ist Akzeptanz in der Arbeit mit Jugendlichen wichtig?
Akzeptanz baut Vertrauen auf. Nur wenn Jugendliche sich nicht stigmatisiert fühlen, nehmen sie Beratungsangebote wahr und können lernen, verantwortungsbewusster mit Risiken umzugehen.
- Quote paper
- Markus Mehlig (Author), 2018, Drogenarbeit mit Jugendlichen. Beratung statt Stigmatisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920393