In dieser Hausarbeit möchte ich darstellen wie soziales Lernen in der Grundschule aussehen kann. Nach der Begriffsklärung und Nennung der Ziele des sozialen Lernens werde ich die Gründe darlegen, die soziales Lernen in der Grundschule notwendig machen und warum es gerade dort sinnvoll ist. Danach werde ich aufzeigen wie soziales Lernen in der Grundschulpraxis gestaltet werden kann. Dies soll anhand konkreter Beispiele geschehen, aber auch in Form von Hinweisen, wie beispielsweise Unterrichtszeit für soziales Lernen gewonnen werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriff und Ziele des sozialen Lernens
3 Warum „soziales Lernen in der Grundschule“?
3.1 Veränderte Kindheit
3.2 Entwicklungspsychologische Begründung
3.3 Fachliches Lernen verbessern/ ermöglichen
4 Soziales Lernen in der Praxis
4.1 In welchem Rahmen findet soziales Lernen statt?
4.2 Beispiele für Übungen und Projekte
4.3 Die „soziale“ Schulstruktur
4.4 Formale Grundlagen und Möglichkeiten zur Zeitgewinnung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung des sozialen Lernens in der Grundschule, um Handlungskompetenzen zu fördern und Lernchancen zu optimieren. Zentrale Fragestellung ist dabei, wie soziales Lernen trotz organisatorischer Herausforderungen fest im Schulalltag verankert werden kann.
- Notwendigkeit des sozialen Lernens angesichts veränderter Kindheit
- Entwicklungspsychologische Fundierung sozialer Förderung
- Integration sozialer Lernarrangements in den Grundschulalltag
- Praktische Methoden und Übungen zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung
- Rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen für die Schulpraxis
Auszug aus dem Buch
4.2 Beispiele für Übungen und Projekte
Das finde ich gut an mir
Die Absicht dieser Übung ist, dass die Kinder lernen über sich selbst etwas Gutes zu sagen und somit das eigene Selbstwertgefühl gestärkt wird. Die Übung kann ab der ersten Klasse durchgeführt werden, allerdings wird vorausgesetzt, dass sie schon mehrere Übungen durchgeführt haben, bei denen sie ermutigt wurden etwas Positives über sich selbst zu sagen. Als Material wir eine Klangschale oder Triangel benötigt.
Übungsverlauf: Die SchülerInnen überlegen, was sie an sich selbst gut finden. Sie entscheiden sich für einen positiven Satz über sich selbst (z. B.: Ich kann gut Ball spielen, habe schöne Haare, etc.).
Nun gehen alle im Raum herum. Auf ein Zeichen (Triangel) stellen sich immer zwei SchülerInnen gegenüber und sagen sich, was sie an sich selbst gut finden. Dann gehen sie weiter, suchen sich beim nächsten Zeichen einen neuen Partner und sagen sich erneut den gleichen positiven Satz über sich selbst wie zuvor. Dieser Vorgang wird – je nach Stimmung- vier bis fünf Mal wiederholt.
Anschließend wird darüber gesprochen, wie es den einzelnen bei der Übung ergangen ist. Fragen sind z.B.: War es dir peinlich, etwas Positives über dich selbst zu sagen? Konntest du die Peinlichkeit überwinden? Wie? Ist es „Angeben“, wenn du etwas Gutes über dich selbst sagst? Was ist der Unterschied zwischen „Angeben“ und der Fähigkeit, über sich selbst etwas Positives sagen zu können?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit stellt das Konzept des sozialen Lernens in der Grundschule vor und skizziert die methodische Vorgehensweise zur praktischen Gestaltung.
2 Begriff und Ziele des sozialen Lernens: Dieses Kapitel definiert soziales Lernen als Stärkung personaler sowie sozialer Kompetenzen und grenzt es von der traditionellen Sozialerziehung ab.
3 Warum „soziales Lernen in der Grundschule“?: Hier werden die Gründe für die Notwendigkeit des sozialen Lernens dargelegt, insbesondere durch gesellschaftliche Veränderungen und entwicklungspsychologische Argumente.
4 Soziales Lernen in der Praxis: Dieser Abschnitt beschreibt konkrete Möglichkeiten zur Implementierung, wie Rollenspiele, Projektarbeit und die Gestaltung einer demokratischen Schulstruktur.
5 Fazit: Die abschließenden Worte betonen, dass erfolgreiches soziales Lernen neben organisatorischen Rahmenbedingungen maßgeblich von der Qualifikation und Persönlichkeit der Lehrenden abhängt.
Schlüsselwörter
Soziales Lernen, Grundschule, Soziale Kompetenz, Personale Kompetenz, Erziehung, Schulstruktur, Rollenspiele, Projektarbeit, Kindheit, Klassenklima, Selbstwertgefühl, Handlungskompetenz, Pädagogische Intervention, Lernarrangements, Ganztagsgrundschule
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz und Umsetzung von sozialem Lernen in der Grundschule als festen Bestandteil der schulischen Bildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Begriffsklärung, die theoretische Begründung durch veränderte Lebensbedingungen der Kinder sowie praktische Ansätze zur Förderung sozialer Kompetenzen im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziales Lernen konzeptionell und praktisch in den Grundschulalltag integriert werden kann, um eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Befunde und konzeptioneller Ansätze aus der pädagogischen Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Gründe für die Notwendigkeit sozialen Lernens (u.a. veränderte Familienstrukturen) und stellt konkrete Interventionsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen für die schulische Praxis vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Soziales Lernen, Handlungskompetenz, Klassenklima und demokratische Schulstruktur geprägt.
Warum ist laut der Autorin der Begriff „soziale Erziehung“ von Gerd E. Schäfer präferiert?
Weil der Begriff der Erziehung den Doppelsinn enthält, dass die Erziehung des Kindes gleichzeitig die Selbsterziehung des Erziehers voraussetzt.
Welche Rolle spielt die „sensible Phase“ der Grundschulzeit für das soziale Lernen?
Die Grundschulzeit wird als eine kritische und plastische Phase angesehen, in der durch kontinuierliche Förderung elementare soziale Kompetenzen erfolgreich angebahnt und verinnerlicht werden können.
Wie kann Unterrichtszeit für soziales Lernen gewonnen werden?
Die Autorin nennt Beispiele wie die Kürzung von Unterrichtsstunden um wenige Minuten, die Nutzung von AG-Stunden oder die Integration in bestehende Fächer wie Deutsch und Sachunterricht.
Welche Bedeutung hat das Empathievermögen für soziales Lernen?
Das Empathievermögen bildet die grundlegende Voraussetzung, um sich in andere einfühlen zu können, was für den gesamten Prozess sozialen Lernens essenziell ist.
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- Melanie Seyfert (Author), 2007, Soziales Lernen in der Grundschule - Beweggründe und Ziele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92003