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Schule und Erziehung im Nationalsozialismus

Titre: Schule und Erziehung im Nationalsozialismus

Exposé (Elaboration) , 1998 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Thomas Fey (Auteur)

Pédagogie - Histoire de la Pédagogie
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"Wer die Jugend hat, hat die Zukunft." Nach diesem Wahlspruch hat der Nationalsozialismus und seine Pädagogik gehandelt. Der Jugend hat er sich dann auch ziemlich schnell angeeignet, was unter anderem durch die Perspektivlosigkeit - durch Massenarbeitslosigkeit und Wirtschaftsrezession - sowie durch eine massive Propaganda des Hitler-Regimes, begründet war. Die Pädagogik des Nationalsozialismus zielte darauf ab, kritiklose Gefolgsleute zu schaffen und die Ausbildung einer politischen nationalsozialistischen Elite zu fördern.
Im Bildungsbereich wurde die Schule das wichtigste Ausführungsorgan des Nationalsozialismus, in ihr sollte das deutsche arische Geschlecht herangezogen werden.
Ferner mußte sie folgende nationalsozialistische Erziehungsziele verwirklichen: Verbreitung des Blut-und-Boden-Kult, Einprägung der Rassentheorien, Stärkung der Volk-ohne-Raum-Bewegung, willenlose Opferbereitschaft für Hitler und das Vaterland, Umsetzung des Antisemitismus, um nur einige zu nennen.
Das Ziel der Erziehung war demnach:" Der kollektiv denkende und handelnde, der leicht führ- und lenkbare, der unkritische und linientreue, der abgehärtete, blinden soldatischen Gehorsam beweisende und nach vermeintlicher Germanenart verfahrende Volksgenosse."
Auf den folgenden Seiten stelle ich die Machtübernahme des Nationalsozialismus in den Schulen dar, sowie die vom Regime umgeänderten Richtlinien und Lehrpläne, einige Personen der NS- Zeit und die verschiedenen Organisationen, die ihren Einfluß auf die Schulen ausübten.

Auch in dem Bereich der Pädagogik zeigt sich leider immer wieder, daß der Widerstand gegen die Bestrebungen der NSDAP nur gering war. Natürlich wurde es Personen, insbesondere den Lehrkräften, erschwert, Kritik zu äußern. Sie mußten mit Entlassung aus dem Schuldienst rechnen, oder mit Verfolgung. Trotzdem mußte ich feststellen, daß es nur durch massive Unterstützung - zum Beispiel durch den NSLB - der NSDAP möglich war, ihre Vorstellung von "Erziehung" durchzusetzen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ersten Schritte nach der Machtübernahme

2.1 Die Vereinheitlichung des Schulsystems

2.2 Umerziehung der Lehrer

2.3 Neue Lehrpläne und Richtlinien

3. Die verschiedenen Organisationen und ihr Einfluß auf die Schulen

4. Wichtige Personen der pädagogischen Bewegung der NS-Zeit

4.1 Reichserziehungsminister Bernard Rust

4.2 Hans Schemm, Gründer und Führer des Nationalsozialistischen Lehrerbunds

4.3 Fritz Wächtler, Nachfolger Schemms

4.4 Bewertung pädagogischer Persönlichkeiten im Dritten Reich

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Umgestaltung des deutschen Schulwesens und der Pädagogik während der Zeit des Nationalsozialismus, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie Schule als Instrument zur Ausbildung einer politisch konformen Elite missbraucht wurde.

  • Die Gleichschaltung des Bildungssystems und die Zerschlagung konfessioneller sowie privater Schulen.
  • Die systematische ideologische Umerziehung der Lehrerschaft durch den Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB).
  • Die inhaltliche Neuausrichtung der Lehrpläne mit Fokus auf Rassenkunde, Geopolitik und Wehrsport.
  • Der Einfluss von NS-nahen Organisationen und die Rolle führender Akteure wie Rust, Schemm und Wächtler.
  • Die Unterordnung der intellektuellen Bildung unter die physische Ertüchtigung und den absoluten Gehorsam gegenüber dem Regime.

Auszug aus dem Buch

4.2 Hans Schemm, Gründer und Führer des Nationalsozialistischen Lehrerbundes

Hans Schemm erfreute sich schon zu Lebzeiten nicht gerade einer hohen Beliebtheit. Trat er auf Tagungen auf, so waren seine Worte von „Hohngelächter oder peinlichem Schweigen“ begleitet. Als Politiker und als Pädagoge wurde er nicht ernst genommen. Selbst eine von ihm verlegte Zeitung wurde als stümperhaft bezeichnet und enthielt weniger pädagogische Aufsätze denn mehr Verleumdungen gegen Lehrerkollegen liberaler oder sozialistischer Gesinnung. Trotz allem sicherte sich Schemm recht früh die Unterstützung der SA, was ihm einigen Vorteil erbrachte. So wurden, aus Angst vor SA-Truppen, auf offenen Foren keine Diskussionen seiner Person oder gar seine Intellekts geführt.

Des weiteren erkannte Schemm wohl recht früh die Zeichen seiner Zeit, denn er verkündete schon sehr bald, daß seine Zeitung das Sprachrohr der NS-Pädagogik sei. Dies ist wiederum verwunderlich, denn als Kämpfer für das Vaterland hatte er sich während des ersten Weltkrieges nicht gerade erwiesen. Hans Schemm war ein Lazarettgehilfe in einem Heimlazarett, also weit weg der Front, was aufgrund seiner guten Gesundheit doch erstaunte. Ebenso im Gebiet der Pädagogik, um nochmals darauf zurückzukommen, verdiente sich Schemm nicht gerade eine guten Namen. Im Gegenteil, er zeichnete sich nicht durch pädagogische Schriften aus, sondern als Fälscher und Betrüger. Er griff öffentlich Kollegen und bezeichnete sie als Grund für den Untergang Deutschlands. Als Belege fügte er dann Zitate seiner Kollegen bei, die sich aber sehr schnell als Fälschungen erwiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die zentrale These, dass die nationalsozialistische Pädagogik primär darauf abzielte, kritiklose Gefolgsleute und eine politische Elite heranzuziehen.

2. Die ersten Schritte nach der Machtübernahme: Das Kapitel erläutert die sechs schulpolitischen Felder der Machtübernahme, darunter die Vereinheitlichung des Systems und die Veränderung der Lehrerbildung.

2.1 Die Vereinheitlichung des Schulsystems: Hier wird die Zerschlagung der Typenvielfalt sowie die Unterordnung des Bildungswesens unter die Logik der NS-Organisationen beschrieben.

2.2 Umerziehung der Lehrer: Der Fokus liegt auf der staatlichen Überwachung und der Gleichschaltung der Lehrerschaft durch den Nationalsozialistischen Lehrerbund.

2.3 Neue Lehrpläne und Richtlinien: Dieses Kapitel zeigt die inhaltliche Umgestaltung des Unterrichts auf, insbesondere die Einführung von Rassenkunde und die Stärkung des Sportunterrichts.

3. Die verschiedenen Organisationen und ihr Einfluß auf die Schulen: Die Untersuchung behandelt die Gründung von Eliteschulen wie den Napolas und den Einfluss von NS-Organisationen wie der Hitlerjugend.

4. Wichtige Personen der pädagogischen Bewegung der NS-Zeit: Es werden die Lebenswege und der politische Opportunismus von Rust, Schemm und Wächtler beleuchtet.

4.1 Reichserziehungsminister Bernard Rust: Dieses Kapitel dokumentiert Rusts unrühmliche Karriere und seine Maßnahmen zur Unterdrückung kritischer Lehrer.

4.2 Hans Schemm, Gründer und Führer des Nationalsozialistischen Lehrerbundes: Die Analyse deckt Schemms Methoden der Selbstdarstellung, Fälschungen und persönlichen Bereicherung auf.

4.3 Fritz Wächtler, Nachfolger Schemms: Es wird dargestellt, wie Wächtler durch starre Parteilinieneinhaltung das Erbe Schemms fortsetzte.

4.4 Bewertung pädagogischer Persönlichkeiten im Dritten Reich: Das Fazit über die Akteure betont, dass Kompetenz zweitrangig gegenüber der politischen Linientreue war.

5. Zusammenfassung: Der abschließende Teil fasst zusammen, dass eine echte pädagogische Strömung zugunsten einer ideologischen Instrumentalisierung vollständig unterdrückt wurde.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Pädagogik, Schule, Gleichschaltung, NSLB, Bernard Rust, Hans Schemm, Fritz Wächtler, Erziehung, Rassenkunde, NS-Elite, Bildungspolitik, Indoktrination, Reformpädagogik, Schulsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die radikale Transformation des deutschen Schulwesens während der NS-Diktatur und zeigt auf, wie Bildung zum Zwecke der ideologischen Indoktrination und zur Heranziehung einer gefügigen Elite instrumentalisiert wurde.

Welche thematischen Schwerpunkte werden in der Analyse gesetzt?

Zentrale Themen sind die organisatorische Gleichschaltung, die Umerziehung der Lehrer, die inhaltliche Überarbeitung von Lehrplänen sowie der Einfluss von NS-Organisationen auf den Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die sogenannte Pädagogik des Nationalsozialismus jegliche geistige Bildung zugunsten von körperlicher Ertüchtigung und politischer Linientreue opferte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung zeitgenössischer Dokumente sowie Erlasse, um die Mechanismen der Machtübernahme in den Schulen darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung schulpolitischer Maßnahmen, den Einfluss spezifischer NS-Organisationen und eine kritische Auseinandersetzung mit führenden Bildungspolitikern der NS-Zeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Gleichschaltung, Indoktrination, NSLB, Rassenkunde und die Instrumentalisierung der Schule stehen im Zentrum der begrifflichen Analyse.

Welche Bedeutung kommt der Rolle des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB) zu?

Der NSLB wird als das entscheidende Kontrollorgan identifiziert, das durch Zwangsbeteiligung und ständige Überwachung die kritische Auseinandersetzung mit den NS-Vorgaben in der Lehrerschaft unterdrückte.

Wie bewertet der Autor die pädagogische Kompetenz der genannten Führungspersönlichkeiten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass fachliche oder pädagogische Kompetenz für die Akteure (Rust, Schemm, Wächtler) nebensächlich war; ausschlaggebend für ihre Karriere waren ausschließlich Opportunismus und unbedingte Treue zur Parteilinie.

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Résumé des informations

Titre
Schule und Erziehung im Nationalsozialismus
Université
University of Koblenz-Landau  (Institut für Pädagogik)
Cours
Seminar: Entwicklung des Schulwesens
Note
2,0
Auteur
Thomas Fey (Auteur)
Année de publication
1998
Pages
15
N° de catalogue
V9193
ISBN (ebook)
9783638159630
ISBN (Livre)
9783638833202
Langue
allemand
mots-clé
Nationalsozialismus Pädagogik Gleichschaltung Schulwesen Hitler Schule
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Fey (Auteur), 1998, Schule und Erziehung im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9193
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Extrait de  15  pages
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