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Alternative Wechselkursregime und deren Wirkung bei der Erhaltung interner und externer Stabilität

Title: Alternative Wechselkursregime und deren Wirkung bei der Erhaltung interner und externer Stabilität

Seminar Paper , 2002 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thorsten Birke (Author)

Economics - Economic Cycle and Growth
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Globalisierung ist das Reizwort unserer Zeit. Die Nationen unserer Erde stehen in immer engerem Kontakt zueinander. Wohl kaum ein Land könnte heute noch den Titel einer wirklich geschlossenen Volkswirtschaft tragen. Jedes Land ist Handelspartner einer anderen Nation, ist Importeur genauso wie Exporteur, Entwicklungs- und Schwellenländer genauso wie die westlichen Industrienationen.

.No nation was ever ruined by trade., Handel hat noch keine Nation in den Ruin getrieben, bemerkte einst Benjamin Franklin. Aber in der Regel sind es nicht nur die negativen Effekte des Handels, die ausbleiben, sondern vielmehr unzählige positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, die feststellbar sind. Trotz all der möglichen Gefahren, welche die Gegner der Globalisierung ins Feld führen, ist es der internationale Handel, der maßgeblich zum Wohlstand einer Nation beiträgt. Er ist vielfach nicht Opportunität, sondern zwingend nötig, um das dauerhafte Überleben einer Volkswirtschaft zu sichern.

Der internationale Handel ist heute fester Bestandteil des Wirtschaftslebens. Waren- und Kapitalströme umziehen die Welt. Doch die Einbindung einer Nation in den Welthandel ist keine Lappalie. Um unter der jeweils gegebenen makroökonomischen Situation in optimaler Weise vom Handel profitieren zu können, ist das Verständnis um die Wirkungsweisen und vor allem die Auswirkungen auf Entwicklung und Stabilität einer Volkswirtschaft von Faktoren wie dem Wechselkurs und institutioneller Rahmenbedingungen, wie den unterschiedlichen Wechselkurssystemen, unerlässlich. Oder, um den Ausspruch von Benjamin Franklin zu komplettieren: No nation was ever ruined by trade but by the wrong exchange rate arrangement!

Ausgehend von der Erläuterung der beiden Arten von Wechselkursen und ihrer Bestimmungsgrößen sollen daher verschiedene Wechselkursmodelle vorgestellt werden. Ziel ist es dabei, eine Möglichkeit zur Erklärung des langfristigen Verlaufs von Wechselkursen aufzuzeigen. Darüber hinaus sollen zwei theoretische . unter anschließendem Verweis auf die entsprechenden real beobachtbaren - Formen von Wechselkursregimen dargestellt und deren Auswirkung auf die Wirksamkeit stabilitatspolitischer Masnahmen analysiert werden. Zum Abschluss werden am Beispiel der Europäischen Wahrungsunion spezifische Eigenschaften und Problemfelder fixer Wechselkursregime herausgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Wechselkurs

2.1 Nominaler Wechselkurs und Inflation

2.2 Realer Wechselkurs und Nettoexporte

3. Ausgewählte Wechselkursmodelle

3.1 Theorem der Kaufkraftparität

3.2 Exkurs: Interne und externe Stabilität als Ziel der Wirtschaftspolitik

3.3 Mundell-Fleming Modell einer offenen Volkswirtschaft

3.3.1 Stabilisierungspolitik im System fixer Wechselkurse

3.3.1.1 Funktionsweise einer Wechselkursfixierung

3.3.1.2 Geldpolitik

3.3.1.3 Fiskalpolitik

3.3.1.4 Das Dilemma fixer Paritäten

3.3.1.5 Empirische Evidenz

3.3.2 Stabilisierungspolitik im System flexibler Wechselkurse

3.3.2.1 Geldpolitik

3.3.2.2 Fiskalpolitik

3.3.2.3 Empirische Evidenz

3.3.2.4 Interne und externe Stabilität im Flexkurssystem

4. Spezifika und Probleme großer Fixkursregime am Beispiel der EWU

4.1 Entstehungsgeschichte

4.2 Ausgewählte Problemfelder

4.2.1 Konjunktur

4.2.2 Asymmetrische Schocks

4.2.3 Inflation

5. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen verschiedener Wechselkursregime auf die Aufrechterhaltung interner und externer wirtschaftlicher Stabilität. Dabei wird analysiert, wie sich stabilisierungspolitische Maßnahmen in Systemen fester und flexibler Wechselkurse unterscheiden und welche spezifischen Probleme bei großen Fixkursregimen, insbesondere am Beispiel der Europäischen Währungsunion, auftreten können.

  • Grundlegende Bestimmungsfaktoren von nominalen und realen Wechselkursen.
  • Theoretische Modellierung mittels Kaufkraftparität und dem Mundell-Fleming-Modell.
  • Vergleichende Analyse der Wirksamkeit von Geld- und Fiskalpolitik bei fixen vs. flexiblen Wechselkursen.
  • Problematiken asymmetrischer Schocks und konjunktureller Divergenzen in einer Währungsunion.

Auszug aus dem Buch

3.3.1.2 Geldpolitik

Was geschieht nun, wenn die Zentralbank versucht, das Geldangebot durch den Ankauf von Wertpapieren zu erhöhen (vgl. Abb.1 des Anhangs)? Eine solche expansive Geldpolitik (Verschiebung der LM-Kurve nach außen; Punkt 2) ließe den inländischen Zins unter den Weltmarktzins sinken, was in einem Kapitalexport und damit in einem Abwertungsdruck der heimischen Währung resultieren würde. Um den Wechselkurs auf dem Zielniveau zu halten, müsste die Zentralbank das Überangebot an heimischer Währung durch deren Aufkauf beheben. Die ursprüngliche Erhöhung der Geldmenge wäre damit zunichte gemacht (Rückkehr der LM-Kurve zur Ausgangslage; Punkt 3).

Durch die Zusage, den Wechselkurs konstant zu halten, verliert die Zentralbank somit die Kontrolle über das Geldangebot und damit ein wichtiges Instrument zur Verwirklichung interner Stabilisierungsziele (vgl. Mankiw, 2000, S. 358).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Globalisierung und des internationalen Handels ein und skizziert das Ziel, den Einfluss von Wechselkursregimen auf die wirtschaftliche Stabilität zu untersuchen.

2. Der Wechselkurs: Hier werden grundlegende Konzepte wie der nominale und reale Wechselkurs sowie deren Zusammenhang mit Inflation und Nettoexporten theoretisch hergeleitet.

3. Ausgewählte Wechselkursmodelle: Dieses Kapitel stellt das Kaufkraftparitäten-Theorem sowie das Mundell-Fleming-Modell vor und analysiert die Wirksamkeit von Geld- und Fiskalpolitik unter verschiedenen Wechselkursregimen.

4. Spezifika und Probleme großer Fixkursregime am Beispiel der EWU: Der Abschnitt diskutiert die Entstehung und spezifische Probleme der Europäischen Währungsunion, insbesondere in Bezug auf asymmetrische Schocks und Konvergenzkriterien.

5. Fazit/Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten der Europäischen Währungsunion kritisch im Lichte der theoretischen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Wechselkursregime, Fixe Wechselkurse, Flexible Wechselkurse, Europäische Währungsunion, Mundell-Fleming-Modell, Kaufkraftparität, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Interne Stabilität, Externe Stabilität, Asymmetrische Schocks, Kapitalmobilität, Konvergenzkriterien, Zentralbank, Leistungsbilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von alternativen Wechselkursregimen – insbesondere fixe versus flexible Kurssysteme – auf die Erhaltung der internen und externen Stabilität einer Volkswirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Wirkungsweise von Wechselkursen, theoretische Wechselkursmodelle wie die Kaufkraftparität und das Mundell-Fleming-Modell sowie die spezifischen Herausforderungen innerhalb der Europäischen Währungsunion (EWU).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wechselkurssysteme die Wirksamkeit stabilisierungspolitischer Maßnahmen von Regierungen und Zentralbanken beeinflussen und welche Probleme sich hierbei für die Stabilität ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretisch-analytischen Ansatz basierend auf der makroökonomischen Literatur (IS/LM-Modell, Mundell-Fleming-Modell) sowie eine fallstudienorientierte Betrachtung der EWU.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Geld- und Fiskalpolitik unter fixen und flexiblen Wechselkursregimen und untersucht anschließend die Probleme großer Fixkursverbünde wie der EWU, etwa durch asymmetrische Schocks.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wechselkursregime, Europäische Währungsunion, Mundell-Fleming-Modell, Geldpolitik, Fiskalpolitik, interne und externe Stabilität sowie Konvergenzkriterien.

Warum verliert eine Zentralbank in einem System fixer Wechselkurse die Kontrolle über das Geldangebot?

Da die Zentralbank verpflichtet ist, den Wechselkurs durch Interventionen konstant zu halten, muss sie bei Abwertungs- oder Aufwertungsdruck intervenieren, was die ursprüngliche Geldmengenänderung durch ihre eigene Marktaktivität neutralisiert.

Warum stellen asymmetrische Schocks ein so großes Risiko für die EWU dar?

Da die Mitgliedsländer in der EWU ihre eigenständige Geldpolitik und die Möglichkeit der nominalen Wechselkursanpassung aufgegeben haben, fehlen bei asymmetrischen Schocks notwendige Anpassungsmechanismen, um Einkommens- oder Beschäftigungsunterschiede auszugleichen.

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Details

Title
Alternative Wechselkursregime und deren Wirkung bei der Erhaltung interner und externer Stabilität
College
LMU Munich  (Lehrstuhl für außenwirtschaftliche Beziehungen)
Course
Makroökonomie und Wachstumstheorie
Grade
2,0
Author
Thorsten Birke (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V9191
ISBN (eBook)
9783638159616
ISBN (Book)
9783656112464
Language
German
Tags
Wechelkurse Wechselkursregime VWL Makroökonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Birke (Author), 2002, Alternative Wechselkursregime und deren Wirkung bei der Erhaltung interner und externer Stabilität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9191
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