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Die Phylenreform - Kleisthenes als Begründer der Demokratie?

Titel: Die Phylenreform - Kleisthenes als Begründer der Demokratie?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 19 Seiten

Autor:in: Anne Seidenstücker (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Staatsmann Kleisthenes führte zwischen den Jahren 509 und 507 v. Chr. die Phylenreform in Athen ein, die das politische System in der Polis ausschlaggebend veränderte. Die Reformen verschoben die Machtverhältnisse zugunsten des Volkes. Die Macht des Adels wurde begrenzt und der Grundstein für ein demokratisches System in Attika wurde gelegt. Ob zu dieser Zeit bereits von einer Demokratie gesprochen werden kann und ob Kleisthenes folglich durch seine Reformen als Begründer der Demokratie gesehen werden kann, wird in der Literatur zahlreich diskutiert. Den Anstoß dazu gab Herodot in seinem Werk, den Historien, in denen er Kleisthenes als einen Mann beschreibt, „der die Phylen in Athen schuf und die Demokratie einrichtete.“ Nun stellt sich die Frage, ob Kleisthenes eine Demokratie durch seine sowohl organisatorischen, als auch politischen Veränderungen geschaffen hat, oder ob er ein Mann war, der den Geist der Zeit erkannt hatte und im Sinne des Volkswillen gehandelt hatte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Phylenreform als Verwirklichung einer Demokratie

2 Geschichtlicher Hintergrund

3.1 Motivation des Volkes

3.2 Motivation des Kleisthenes

4.1 Die Phylenreform

4.2 Die Phyle als Bindeglied in Attika

4.3 Die Demen als kleinste Einheit der Staatsorganisation

5 Der Rat der Fünfhundert und sein Einfluss in Attika

6 Die Mischung des Volkes

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die von Kleisthenes zwischen 509 und 507 v. Chr. eingeführte Phylenreform als begründender Akt der athenischen Demokratie gewertet werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit diese organisatorischen und politischen Umstrukturierungen gezielt demokratische Verhältnisse schufen oder durch den Geist der Zeit und den Willen des Volkes beeinflusst waren.

  • Historische Rahmenbedingungen und politische Machtkämpfe im Athen des 6. Jahrhunderts v. Chr.
  • Die Rolle des Volkes und dessen Beweggründe bei der Unterstützung der kleisthenischen Reformen.
  • Motive des Kleisthenes: Persönliches Machtstreben versus strategische Staatsneuordnung.
  • Strukturelle Neuerungen durch die Einführung der Demen, Phylen und des Rates der Fünfhundert.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Phylenreform

Die Neuordnung des athenischen Staates, die Kleisthenes mit der Unterstützung der Volksversammlung in Gang brachte, sollte nicht nur eine territoriale Reorganisation bedeuten, sondern auch die politischer Partizipationsmöglichkeiten der Bürger erhöhen. Kleisthenes schuf neben der bereits bestehenden personalen Ordnung, die die Grundlage der Gemeinschaft der athenischen Bürger darstellte, eine Organisation, die auf einem lokalem Prinzip basierte. Die alten Stammesphylen, die Kleisthenes vorfand, legten das gentilizische Prinzip offen: „Kleisthenes fand 4 Phylen vor, die als reine Personenverbände ursprünglich einmal geschlossene Personengruppen („Stämme“) gewesen sein dürften.“34 Jede dieser vier altionischen Phylen, aus denen sich der athenische Staat zusammensetzte, war in drei Trittyen, zwölf Naukrarien und eine unbestimmte Zahl von Phratrien unterteilt. Die Phratrie war eine Stammesgesellschaft, ein Verband von Personen, die durch alte Bräuche und Lokalkulte miteinander verbunden waren, und bildeten die Grundlage der personalen Struktur Attikas.35 Doch die neue Phylenordnung des Kleisthenes basierte auf einer lokalen Grundlage. Territoriale Strukturen wurden aufgebrochen, wodurch die persönlichen Gefüge ebenfalls erschüttert werden sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Phylenreform als Verwirklichung einer Demokratie: Einführung in die historische Fragestellung, ob Kleisthenes als Begründer der Demokratie gelten kann.

2 Geschichtlicher Hintergrund: Darstellung des sozialen und politischen Spannungsfeldes nach der Vertreibung der Peisistratiden.

3.1 Motivation des Volkes: Untersuchung des neuen Selbstbewusstseins der Athener und deren Wunsch nach politischer Mitbestimmung.

3.2 Motivation des Kleisthenes: Analyse der persönlichen Machtinteressen sowie der militärischen und gesellschaftspolitischen Kalküle des Kleisthenes.

4.1 Die Phylenreform: Erläuterung der territorialen Neugliederung Attikas und der Abkehr vom reinen Personenverband.

4.2 Die Phyle als Bindeglied in Attika: Beschreibung der neuen administrativen und militärischen Funktionen der Phyle innerhalb des Staates.

4.3 Die Demen als kleinste Einheit der Staatsorganisation: Untersuchung der Demen als demographische Grundeinheit und ihrer Bedeutung für die Identität des Bürgers.

5 Der Rat der Fünfhundert und sein Einfluss in Attika: Analyse der zentralen Funktion des Rates als Bindeglied zwischen lokalen Gemeinschaften und Polis.

6 Die Mischung des Volkes: Darstellung der integrativen Wirkung der Reformen auf die athenische Bürgerschaft.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Phylenreform als Grundstein der Isonomie.

Schlüsselwörter

Kleisthenes, Phylenreform, Athenische Demokratie, Attika, Demen, Isonomie, Rat der Fünfhundert, Polis, Bürgerschaft, Machtkampf, Alkmeoniden, Historien, Politische Partizipation, Antike, Staatsorganisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kleisthenische Phylenreform und deren Bedeutung für die Entstehung der athenischen Demokratie.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Ausgangslage, den Motiven des Kleisthenes und der Umgestaltung der politischen Institutionen wie der Phylen und Demen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Kleisthenes durch seine Reformen aktiv die Demokratie begründete oder lediglich als Instrument einer breiteren gesellschaftlichen Bewegung handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine verfassungsgeschichtliche Analyse, die primäre antike Quellen wie Herodot und Aristoteles mit aktueller Forschungsliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Motivation der Akteure, die konkreten strukturellen Änderungen der Staatsorganisation und deren Auswirkungen auf das politische Mitspracherecht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kleisthenes, Phylenreform, Isonomie, Demen, Rat der Fünfhundert und Partizipation.

Welche Bedeutung hatten die Demen für die Reform?

Die Demen fungierten als lokale Basis und demographische Grundeinheit, die den Bürgern ein neues, direktes politisches Gewicht im Staatsgefüge verlieh.

Was ist unter dem militärischen Aspekt der Reform zu verstehen?

Die Reform erleichterte die Heeresaushebung, da die neue Struktur der Trittyen und Phylen eine gleichmäßigere Erfassung der Hopliten ermöglichte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Phylenreform - Kleisthenes als Begründer der Demokratie?
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Alte Geschichte)
Veranstaltung
Athenische Demokratie
Autor
Anne Seidenstücker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
19
Katalognummer
V82035
ISBN (eBook)
9783638887533
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phylenreform Kleisthenes Begründer Demokratie Athenische Demokratie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Seidenstücker (Autor:in), 2007, Die Phylenreform - Kleisthenes als Begründer der Demokratie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82035
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Leseprobe aus  19  Seiten
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