Fotografie (fem.), Photographie,
Def.: Verfahren zur Erzeugung von dauerhaften Lichtbildern.
Wenn es doch so einfach wäre! Ein berühmter Fotograf des frühen 20. Jahrhunderts, Henri Cartier-Bresson, sagte einmal: „Fotografieren scheint leicht zu sein, in Wahrheit aber ist es ein variationsreicher und vielseitiger Prozess, und die, die sich damit befassen, haben nur eine einzige Gemeinsamkeit – das ist ihr Instrument.“
Doch was verstehen wir nun unter Fotografie? Sie ist eine sehr heterogene Gesamtheit von Bildern, denen gemeinsam ist, dass sie durch Lichteinwirkung auf eine lichtempfindliche Oberfläche entstanden sind. Die Einen sehen in der Fotografie eine objektive Abbildung der Welt; also ein Dokument. Die Anderen betrachten das fotografische Bild als vollkommen subjektiv und somit den Erzeuger als Künstler der mit Elementen der Wirklichkeit arbeitet.
Fotografie ist also mehr als nur die pure Erzeugung von dauerhaften Lichtbildern. Doch was ist sie genau? Welche Bereiche umfasst sie und welche Aufgaben erhält sie durch ihre Vielseitigkeit? Diese Fragen, und noch Einiges mehr, versucht der folgende Abriss über die „Geschichte der Fotografie“ zu beantworten.
Die eigentliche Erfindung der Fotografie wird dem frühen 19. Jahrhundert zugeschrieben. Das Wort ‚Fotografie’ kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie ‚Lichtzeichnung’. Der Begriff an sich wurde erstmals 1839 von John Herschel gebraucht und somit in die allgemeinen Wissenschaften und den Schriftgebrauch eingeführt.
Doch schon viele Jahrhunderte zuvor wurden die beiden eigentlichen Grundlagen der Fotografie erfunden und entdeckt: die Schwärzung von Silbernitraten durch Licht und die Camera Obscura . Seit der Antike ist diese Methode bekannt und wurde stets verbessert und weiterentwickelt.
Die Fotografie ist ein Medium, dass in verschiedensten Zusammenhängen eingesetzt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Fotografie - eine Einführung
2. Historische Entwicklung der Fotografie
2.1 Die Anfänge
2.2 Die frühen Verfahren
2.3 Der Siegeszug als Massenware
2.4 Fotografie & Die Moderne
3. Zeittafel
4. Schlussbetrachtung
5. Bibliografie
a. Bücher
b. Online
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Fotografie, beginnend bei den technologischen Grundlagen der Antike bis hin zum digitalen Zeitalter. Ziel ist es, die Entwicklung der Fotografie nicht nur als rein technische Innovation, sondern als vielseitiges Medium mit tiefgreifenden sozialen, künstlerischen und journalistischen Auswirkungen darzustellen.
- Technologische Entwicklungsschritte von der Camera Obscura zur Digitalkamera
- Die Fotografie als Instrument der Porträtkunst und Dokumentation
- Wechselwirkungen zwischen Fotografie und Malerei
- Soziale und ökonomische Faktoren der Massenverbreitung des Mediums
- Der Wandel der Fotografie durch die Moderne und digitale Bildbearbeitung
Auszug aus dem Buch
2.2 Die frühen Verfahren
Auf Niepcés Anraten experimentierte Daguerre kurze Zeit später mit jodierten Silberplatten. Die Belichtungszeit verkürzte sich somit von acht Stunden auf nur noch 15 Minuten. Die Silberplatten (Silberbromid, Silberjodid) wurden unter Quecksilberdampf sichtbar, und mit Hilfe von Kochsalz oder Natriumthiosulfat, haltbar gemacht. Die Erfindung der Fotografie an sich geht also auf das Jahr 1839 zurück. So lautet die offizielle Version. Am 19. August 1839 wurde das Verfahren der Photographie im ‚Institut de France’ der Öffentlichkeit vorgestellt, genauer gesagt das Verfahren der Daguerrotypie. Gleichzeitig entbrannte ein Streit darüber, welche Rolle der 1833 verstorbene Niépce bei dieser Erfindung gespielt hatte. Nichtsdestoweniger entwickelte L. J. M. Daguerre 1839 das erste praktikable fotografische Verfahren der Welt. Somit beginnt die ‚Geschichte der wirklichen Fotografie’ zu diesem Zeitpunkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Fotografie - eine Einführung: Definiert die Fotografie als variationsreichen Prozess und beleuchtet ihre Rolle als heterogenes Medium zwischen Dokumentation und Kunst.
2. Historische Entwicklung der Fotografie: Zeichnet den Weg von den chemischen Anfängen über die Camera Obscura bis zu verschiedenen technologischen Verfahren nach.
2.1 Die Anfänge: Beschreibt die prähistorischen Grundlagen der Fotografie sowie die Entwicklung der Camera Obscura und erste Versuche zur Fixierung von Abbildern.
2.2 Die frühen Verfahren: Erläutert den Durchbruch der Fotografie durch die Daguerreotypie sowie die Entwicklung von Negativ-Positiv-Verfahren und dem Nasskollodiumverfahren.
2.3 Der Siegeszug als Massenware: Analysiert den Weg der Fotografie zur Breitennutzung durch vereinfachte Kameras, Rollfilme und die Etablierung als Porträt- und Dokumentationsmedium.
2.4 Fotografie & Die Moderne: Untersucht die Bedeutung von Farbe, Lomografie, Polaroid und der digitalen Revolution für das heutige Medienverständnis.
3. Zeittafel: Listet die wichtigsten technologischen und geschichtlichen Meilensteine der Fotografie chronologisch auf.
4. Schlussbetrachtung: Reflektiert den Wandel der Fotografie von einem aufwändigen Prozess zu einem allgegenwärtigen, technischen Massenmedium unserer Zeit.
5. Bibliografie: Führt sämtliche verwendeten literarischen Quellen und Online-Ressourcen auf.
Schlüsselwörter
Fotografie, Camera Obscura, Daguerreotypie, Historische Entwicklung, Bildjournalismus, Massenware, Porträtfotografie, Digitale Fotografie, Bildsensoren, Farbfotografie, Lomografie, Analoge Fotografie, Bildbearbeitung, Medientechnik, Kunstform
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung des Mediums Fotografie von ihren Anfängen bis in die Moderne.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen technologische Durchbrüche, die Entwicklung von der Malerei hin zur eigenständigen Kunstform sowie der soziokulturelle Einfluss der Fotografie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein historischer Abriss, der den Einfluss der Fotografie auf die moderne Gesellschaft und ihre Wandlungsprozesse aufzeigt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Literaturarbeit, die auf historischen Quellen und der Analyse technischer Entwicklungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, das Aufkommen der Fotografie als Massenmedium sowie die moderne Ära inklusive der Digitalisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Fotografie, Geschichte, Technik, Dokumentation, Massenmedium, Moderne und Digitale Transformation.
Welche Rolle spielte die Malerei für die frühe Fotografie?
Die Fotografie wurde anfangs stark an den Stil der Malerei angelehnt und oft als "Magd der Künste" abgewertet, bis sie sich durch eigene ästhetische und dokumentarische Potenziale emanzipierte.
Warum war die Polaroid-Fotografie trotz technischer Vorteile kein dauerhafter Erfolg?
Die Gründe waren primär hohe Kosten pro Abzug und ein geringer Bedarf der Nutzer an sofortigen Abzügen gegenüber dem klassischen Film.
Welche Auswirkung hatte die Erfindung der Fotografie auf die abstrakte Malerei?
Da der Fotoapparat die Aufgabe der realistischen Abbildung übernahm, wurde die Malerei stark dazu angeregt, sich der Abstraktion zuzuwenden.
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- Marianne Seelmann (Autor:in), 2005, Geschichte der Fotografie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91798