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Die Geschichte der Dienerin - The Handmaid's Tale (USA/BRD 1989): Eine Analyse

Title: Die Geschichte der Dienerin - The Handmaid's Tale (USA/BRD 1989): Eine Analyse

Term Paper , 1993 , 38 Pages , Grade: "keine"

Autor:in: Eberhard Küpfer (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Spielfilme und die religiöse Auseinandersetzung mit jenen ist noch immer ein ungewohntes, ja stark abgesetztes Phänomen .
Das Stets - Gleiche werden Kritiker sagen, eventuell sogar, mit dem Christus-Konträren soll man sich nicht weiter einlassen. Was hat den Christen von heute nicht noch alles zu interessieren, meinen wieder andere.
Ich denke, dass wir Christgläubigen uns eben doch nicht von der Welt abkapseln können. Wir haben die goldene Pflicht das Evangelium zu leben. Die Welt mit der Frohen Botschaft zu >durchsäuern< ( Mt 13,33 ) ist unser Werk, da in vielen Lebensbereichen Gott gar nicht mehr vorkommt
„Gott in allen Dingen finden“ , meint der Gründer der Gemeinschaft Jesu, Ignatius von Loyola.
Das kann aber nicht heissen, sich auf alles und immer neues einzulassen.
Von „Weniger ist mehr“ spricht zu unserem Trost ein anderer bezeichnend kurzer Satz. Die Zielgruppe, die hier vielleicht in Frage kommt, sind junge Erwachsene. Menschen also, die in einer Welle von Orientierungssuche und Halt-losigkeit, Zukunftsangst ( und Fremdenaversion ) stehen. Der Umgang mit der Umwelt durch Politik und Wirtschaft ist meist diffus gestaltet. Profitgier durch Ausbeutung der Ressourcen trägt auch ihr negatives Vorzeichen an die Menschen heran. Wohnungsnot vollbringt einen weiteren üblen Zustand, der zu fortdauernden Anspannungen führen kann. Im vorliegenden Fall geht es um das Dienen in einer speziellen Art und Weise.
Welche menschlichen und gesellschaftlichen Weisen dabei zum tragen kommen, werden wir nach dem Film-Anschauen angehen und zu lokalisieren versuchen. Um an diesem Spielfilm religiös teil zu haben, muss man spezielle Formen an Film-Exegese durch Strukturierungsmodelle anwenden. Ich selber achte zuerst auf Assoziationen und bringe jene später mit biblischen Textstellen und/oder auch kirchlichen Glaubensaussagen in Verbindung.
Das Ganze ist eingefangen in der Form des Glaubens- und Medien-Gespräches. So kann eine „aktive ( Auseinandersetzung und damit Dialog von ) Glaubenstradition und Lebenserfahrung“ stattfinden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Menschenbilder im Film

2. Die Dramatis Personae

2.1. Kate

2.2. Moira

2.3. Janine

2.4. Of-Glen

2.5. Tante Lydia

2.6. Serena Joy

2.7. Fred

2.8. Nick

3. Schlussgedanken

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Spielfilm „Die Geschichte der Dienerin“ aus einer theologisch-medienpädagogischen Perspektive, um die dargestellten Menschenbilder und die zugrunde liegende gesellschaftliche Struktur innerhalb der Anti-Utopie zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie der Film als gesellschaftlicher Träger wirkt und inwieweit er biblische Motive in einem funktionalen, teils regressiven Kontext nutzt.

  • Analyse der Charaktere und ihrer Rollen im Beziehungsgeflecht
  • Untersuchung der biblischen Topoi und deren Missbrauch durch die Regierung
  • Vergleich der filmischen Welt mit bekannten dystopischen Motiven
  • Bewertung des Filmes im Kontext eines christlichen Medien-Gesprächs

Auszug aus dem Buch

2.5. Tante Lydia

Diese staatliche Beauftragte ( griechischer Ursprung des Vornamens, was so viel wie „die aus Lydien Stammende“ bedeutet ) agiert wie eine Priesterin der Regierung, denn in ihrer und durch ihre Person werden theologische bzw. pastorale Elemente ebenso wie politische Dinge angezeigt :

Politischer Unterricht

Lydia mit Zeigestock in der Hand :

„Heute ist nur noch eine einzige von hundert Frauen in der Lage, ein Kind zu gebären. Einige Frauen nutzten diese Gabe nicht. Sie weigerten sich, in dem Glauben, es gäbe keine Zukunft; sie weigerten sich, Kinder auf die Welt zu bringen. Sie wollten es nicht einmal versuchen ( Lydia wird zornig ) Das waren Frauen ohne Pflichtgefühl. Das waren Huren. ( Bilder von einer Demonstration von Frauen vor dem Weissen Haus werden über einen Fernseher eingeblendet ) Es gibt mehr als eine Art von Freiheit. In den Tagen der Anarchie hattet ihr die Freiheit zu entscheiden. Heute seid ihr von der Entscheidung befreit. Unterschätzt das nicht“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik der religiösen Auseinandersetzung mit Spielfilmen und Darstellung der methodischen Vorgehensweise.

1. Die Menschenbilder im Film: Erörterung der Grundthese, dass an den weiblichen Charakteren die Ausformung der dystopischen Gesellschaft verdeutlicht wird.

2. Die Dramatis Personae: Detaillierte Charakterisierung der Haupt- und Nebenfiguren des Films anhand einer Zuneigungs- und Zuordnungsskala.

2.1. Kate: Analyse der Identität und der Lebensmythen der Hauptprotagonistin Kate im Kontext ihrer Rolle als Dienerin.

2.2. Moira: Untersuchung der Figur Moira als widerständige Komponente, die konsequent nach Freiheit strebt.

2.3. Janine: Betrachtung von Janine als Symbol der durch das System zerbrochenen, normalen Frau.

2.4. Of-Glen: Analyse der Rolle von Of-Glen als subversive Kraft innerhalb der Rebellenbewegung.

2.5. Tante Lydia: Auseinandersetzung mit Tante Lydia als Repräsentantin einer religiösen Diktatur, die theologische Elemente instrumentalisiert.

2.6. Serena Joy: Untersuchung der Ambivalenz der Ehefrau des Kommandanten im Kontext von Kinderwunsch und gesellschaftlichem Status.

2.7. Fred: Analyse der Figur des Kommandanten als Spiegelbild der antiutopischen Regierungsform und der biblischen Topoi.

2.8. Nick: Beschreibung der Rolle des Fahrers Nick, der sowohl im Regierungsdienst als auch im Widerstand agiert.

3. Schlussgedanken: Reflektion über den christlichen Umgang mit dem Film und Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Die Geschichte der Dienerin, Volker Schlöndorff, Anti-Utopie, Biblizismus, Medienpädagogik, Frauenbild, Gilead, Religion, Machtmissbrauch, Ersatzmutterschaft, Zeremonie, Widerstand, Symbolik, Theologie, Dystopie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Volker Schlöndorffs Spielfilm „Die Geschichte der Dienerin“ unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Rollenbilder und der religiösen Instrumentalisierung in einem dystopischen Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die filmische Darstellung von Frauen, die politische Nutzung religiöser Symbole und der Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf das menschliche Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die „Menschenbilder im Film“ aufzuzeigen und durch einen strukturierten, theologisch geprägten medienpädagogischen Ansatz zur Diskussion über den christlichen Umgang mit dystopischen Inhalten anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine Form der Filmexegese, kombiniert mit einem lebensgeschichtlichen Ansatz, um Charaktere und Dialoge als einen „Text“ zu lesen und ihre Strukturen zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figurenanalyse (Dramatis Personae), in der Kate, Moira, Janine, Of-Glen, Tante Lydia, Serena Joy, Fred und Nick jeweils einzeln und in Bezug auf ihre biblisch assoziierten Rollen untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Anti-Utopie, Biblizismus, Frauenbild, gesellschaftlicher Widerstand, religiöse Diktatur und Filmexegese.

Wie bewertet der Autor die religiöse Dimension im Film?

Der Autor sieht im Film eine funktionale, teils missbräuchliche Nutzung biblischer Topoi, die eine religiöse Erstarrung darstellt und als scharfe Kritik an a-christlichen, biblizistischen Tendenzen zu verstehen ist.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit anderen Science-Fiction-Werken?

Der Autor vergleicht den Film mit Werken wie „1984“ und „Fahrenheit 451“, um die gemeinsamen Merkmale totalitärer Systeme und den Einsatz von Massenmedien zur Kontrolle der Bevölkerung aufzuzeigen.

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Details

Title
Die Geschichte der Dienerin - The Handmaid's Tale (USA/BRD 1989): Eine Analyse
Grade
"keine"
Author
Eberhard Küpfer (Author)
Publication Year
1993
Pages
38
Catalog Number
V91156
ISBN (eBook)
9783638048910
ISBN (Book)
9783638942775
Language
German
Tags
Die Geschichte der Dienerin The Handmaid`s Tale Menschenbilder im Film utopisches Frauenbild dramatis personae Kate Moira Janine Of-Glen Tante Lydia Serena Joy Fred Nick Ersatzmutterschaft Gesegnet sei die Frucht Bilha Rahel Judith-Mythos Of-Fred Gilead Chiffre Gottes Volker Schlöndorff Frauen in der Bibel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eberhard Küpfer (Author), 1993, Die Geschichte der Dienerin - The Handmaid's Tale (USA/BRD 1989): Eine Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91156
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