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Zusammenhänge wohlfahrtsstaatlicher Strukturen und Mechanismen des US-amerikanischen Liberalismus mit der Reproduktion von Bildungsungleichheit

Eine Untersuchung von Unterschieden zwischen Einkommensklassen nach Collegezulassung und –abschluss im US-Liberalismus

Titel: Zusammenhänge wohlfahrtsstaatlicher Strukturen und Mechanismen des US-amerikanischen Liberalismus mit der Reproduktion von Bildungsungleichheit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ennio Brandt (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der 1929 durch Pitirim Sorokin geprägte Begriff der „Sozialen Mobilität“ und die damit beschriebenen Veränderungen sozio-ökonomischer Positionen haben in den vergangenen Jahrzehnten nicht an Aktualität und Relevanz verloren. Im Gegenteil: In liberalistischen Staaten wie der USA finden Annahmen großen Zuspruch, die besagen, Individuen könnten durch harte Arbeit und ambitionierte Weiterbildung den eigenen bzw. familiären sozio-ökonomischen Status verbessern. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Annahme nicht immer den Tatsachen entspricht, beispielsweise im Falle des US-amerikanischen postsekundären Bildungssystems. Zahlreiche Studien und wissenschaftliche Arbeiten legen nahe, dass der Bildungsabschluss von US-amerikanerInnen mit der jeweiligen sozio-ökonomischen Schicht zusammenhängt. Diesem Effekt liegen mehrere mögliche Faktoren zugrunde. In dieser Arbeit werden vornehmlich wohlfahrtsstaatliche Mechanismen und Strukturen des US-amerikanischen Liberalismus und deren Zusammenhang mit der Reproduktion von Bildungsungleichheit am Beispiel von Colleges behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Konzeption

3. Der liberale Wohlfahrtsstaat als Regime-Typ

4. Das Postsekundäre Bildungssystem im US-Liberalismus

4.1. Unterschiedliche Collegetypen und deren Zulassungskriterien

4.2. Stratifizierung der postsekundären Bildungsverteilung durch ungleiche Einschreibungsquoten nach Einkommensschichten

4.3. Diskrepanz in der Chancengleichheit durch Selektionsverfahren

4.4. Bildung als öffentliches oder privates Gut?

4.5. Das reproduzierte Privileg der Ivy League

4.6. Graduation und sozio-ökonomischer Status

5. Stratifizierung und De-kommodifizierung im postsekundären Bildungssystem des US-Liberalismus

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Strukturen des US-amerikanischen liberalen Wohlfahrtsstaates und der Reproduktion von Bildungsungleichheit, wobei der Fokus auf den Unterschieden zwischen Einkommensklassen beim Zugang zu und dem Abschluss von postsekundärer Bildung liegt.

  • Wirkungsweise des US-Wohlfahrtsstaates auf die Bildungsverteilung
  • Einfluss sozio-ökonomischer Faktoren auf den Collegezugang
  • Rolle von Selektionsmechanismen und standardisierten Tests
  • Verständnis von Bildung als privates versus öffentliches Gut
  • Reproduktion sozialer Privilegien durch Bildungsinstitutionen

Auszug aus dem Buch

4.2. Stratifizierung der postsekundären Bildungsverteilung durch ungleiche Einschreibungsquoten nach Einkommensschichten

Existieren Mechanismen, die Personen aus einkommensschwächeren Schichten, im Gegensatz zu jenen aus wohlhabenderen Schichten, davon abhalten, eine postsekundäre Ausbildung anzutreten und kann dies dazu führen, dass intergenerational der (nicht-)Zugang zu Hochschulbildung weitergegeben wird? Eine von Zwick (2012: 29) aufgestellte These besagt: „Socioeconomic status plays a complex role in the analysis of academic success”.

Sollte sich ein niedriger sozio-ökonomischer Status negativ auf Bildungschancen auswirken, könnte dies bei Betrachtung von Bildung als wohlfahrtsstaatlichen Dienst ein Indiz für Kommodifizierung darstellen. Nach Esping-Andersen (1990: 36) sei De-kommodifizierung charakterisiert durch eine Entkopplung der Verteilungsfrage vom Markt, einer „Bereitstellung alternativer, nicht-marktförmiger Mittel der Wohlfahrtsproduktion“. Dementsprechend wäre der Grad der De-kommodifizierung in Bezug auf Bildungszugang dann stärker ausgeprägt, wenn der Einfluss des sozio-ökonomischen Status bzw. finanzieller Möglichkeiten geringer ist. Der Folgende Abschnitt zielt darauf ab, Zusammenhänge zwischen sozio-ökonomischem Status und Collegezugang darzustellen und zu analysieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema soziale Mobilität und Bildungsungleichheit ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des US-amerikanischen Wohlfahrtsstaates.

2. Theoretische Konzeption: Hier werden theoretische Grundlagen zu Leistungsprinzip, sozialer Mobilität und der kritischen Funktion des Bildungssystems (u.a. nach Bourdieu) diskutiert.

3. Der liberale Wohlfahrtsstaat als Regime-Typ: Es erfolgt eine Einordnung des US-amerikanischen Systems als liberaler Wohlfahrtsstaat nach Esping-Andersen, charakterisiert durch hohe Stratifizierung und geringe De-kommodifizierung.

4. Das Postsekundäre Bildungssystem im US-Liberalismus: Das Kapitel analysiert detailliert die Bildungslandschaft der USA, von Collegetypen über Zulassungsverfahren bis hin zu Kostenfaktoren und deren Auswirkungen auf einkommensschwache Gruppen.

5. Stratifizierung und De-kommodifizierung im postsekundären Bildungssystem des US-Liberalismus: Dieser Abschnitt untersucht die Auswirkungen staatlicher Finanzierungsleistungen (z.B. Pell Grants) und die Belastung durch Studienkredite im Kontext wohlfahrtsstaatlicher Prinzipien.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Vermutung, dass der US-Liberalismus durch Strukturen und Mechanismen maßgeblich zur Reproduktion von Bildungsungleichheit beiträgt.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, US-Liberalismus, Wohlfahrtsstaat, Postsekundäre Bildung, Soziale Mobilität, Stratifizierung, De-kommodifizierung, Collegezugang, Einkommensschichten, Studiengebühren, Meritokratie, Elite-Universitäten, Bourdieu, Esping-Andersen, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie wohlfahrtsstaatliche Strukturen in den USA im Zusammenhang mit dem Bildungssystem zur Reproduktion von Ungleichheiten zwischen verschiedenen Einkommensschichten beitragen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Einfluss des sozio-ökonomischen Status auf den Collegezugang, die Rolle der Studienfinanzierung und die Funktion von Bildung als stratifizierendes Element im liberalen Wohlfahrtsstaat.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem US-amerikanischen liberalen Regimetyp nach Esping-Andersen und der Reproduktion von Bildungsungleichheit am Beispiel postsekundärer Bildung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten des U.S. Department of Education sowie weiterer soziologischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Konzeption, eine Analyse des Wohlfahrtsregimes sowie eine detaillierte Betrachtung des US-amerikanischen Bildungssystems hinsichtlich Zugangsbeschränkungen, Kosten und institutioneller Selektion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bildungsungleichheit, US-Liberalismus, soziale Mobilität, Stratifizierung und De-kommodifizierung sind die zentralen Begriffe.

Welche Rolle spielen standardisierte Tests wie der SAT für die Bildungsungleichheit?

Die Arbeit stellt heraus, dass diese Tests durch ihre „culture bias“ und die Abhängigkeit von kostenintensiven Vorbereitungskursen einkommensschwache Studierende benachteiligen und somit ungleiche Startchancen reproduzieren.

Wie verändert sich die Finanzierungslast für Studierende laut der Analyse?

Es wird aufgezeigt, dass die staatliche Finanzierung durch Zuschüsse (Pell Grants) im Vergleich zu den massiv gestiegenen Studiengebühren in den letzten Jahrzehnten stark an Deckungskraft verloren hat, was Studierende zur Aufnahme hoher Studienkredite zwingt.

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Details

Titel
Zusammenhänge wohlfahrtsstaatlicher Strukturen und Mechanismen des US-amerikanischen Liberalismus mit der Reproduktion von Bildungsungleichheit
Untertitel
Eine Untersuchung von Unterschieden zwischen Einkommensklassen nach Collegezulassung und –abschluss im US-Liberalismus
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Veranstaltung
Klassische Studien der Politischen Soziologie und des Wohlfahrtsstaates
Note
1,7
Autor
Ennio Brandt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
23
Katalognummer
V911509
ISBN (eBook)
9783346228123
ISBN (Buch)
9783346228130
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wohlfahrtsstaat Liberalismus Reproduktion USA postsekundäre Bildung Esping-Andersen Bourdieu College Ivy-League Bildungsungleichheit Dekommodifizierung Stratifizierung Demokratie Student Loan Student Debt Schichten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ennio Brandt (Autor:in), 2020, Zusammenhänge wohlfahrtsstaatlicher Strukturen und Mechanismen des US-amerikanischen Liberalismus mit der Reproduktion von Bildungsungleichheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911509
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Leseprobe aus  23  Seiten
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