Im folgenden ist es meine Aufgabe, „Die rechtliche Bewertung der Knochenmarkspende“ vorzunehmen. Dafür werde ich zunächst auf die Definition des Knochenmarks eingehen. Dabei liefere ich auch einen geschichtlichen Abriß und die Krankheiten, welche einen solchen Eingriff erforderlich machen. Nachdem ich die Vornahme einer Knochenmarktransplantation dargestellt habe, folgen die rechtlichen Probleme der Knochenmarkspende und deren Lösungsmöglichkeiten. Zum Schluß werde ich zu letzteren Stellung beziehen.
Inhaltsverzeichnis
- Übersicht über das Knochenmark und die Knochenmarktransplantation
- Definition des Knochenmarks
- Historische Entwicklung der Knochenmarktransplantation
- Krankheiten, die eine Knochenmarktransplantation erforderlich machen
- Vornahme der Knochenmarktransplantation
- Anwendungsmöglichkeiten von Gesetzen und rechtliche Probleme der Knochenmarkspende sowie Lösungsmöglichkeiten
- Einschlägigkeit des Transplantationsgesetzes als spezielles Gesetz
- Einschlägigkeit allgemeiner Vorschriften
- Körperverletzung gemäß § 223 StGB
- § 34 StGB als Rechtfertigungsgrund der Körperverletzung
- Einwilligung nach ärztlicher Aufklärung als Rechtfertigungsgrund der Körperverletzung
- Einwilligungsfähigkeit
- Einsichtsfähigkeit Minderjähriger bzw. geistig Behinderter
- Einsichtsunfähigkeit Minderjähriger bzw. geistig Behinderter
- Freiwilligkeit der Einwilligung
- keine Sittenwidrigkeit gemäß § 228 StGB
- Stellungnahme
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Bewertung der Knochenmarkspende. Sie analysiert die anwendbaren Gesetze und Rechtsprobleme im Zusammenhang mit der Knochenmarkspende und bietet mögliche Lösungsansätze. Das Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Knochenmarkspende zu erforschen und die ethischen und rechtlichen Aspekte zu beleuchten.
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Knochenmarkspende
- Anwendung des Transplantationsgesetzes
- Einschlägigkeit allgemeiner Vorschriften, insbesondere im Strafrecht
- Einwilligung des Spenders und Einwilligungsfähigkeit
- Ethische und rechtliche Aspekte der Knochenmarkspende
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel dieser Arbeit bietet eine Übersicht über das Knochenmark und die Knochenmarktransplantation. Es definiert das Knochenmark und beschreibt seine medizinische Bedeutung. Es beleuchtet auch die historische Entwicklung der Knochenmarktransplantation und die Krankheiten, bei denen eine Transplantation erforderlich ist. Schließlich geht es auf die Durchführung der Knochenmarktransplantation ein.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Anwendung von Gesetzen und den rechtlichen Problemen im Zusammenhang mit der Knochenmarkspende. Es analysiert die Relevanz des Transplantationsgesetzes sowie die einschlägigen allgemeinen Vorschriften, insbesondere im Strafrecht. Das Kapitel geht auf die rechtlichen Aspekte der Körperverletzung, den Rechtfertigungsgrund der Einwilligung und die Einwilligungsfähigkeit von Spendern ein, einschließlich der spezifischen Herausforderungen bei Minderjährigen und geistig Behinderten. Außerdem befasst es sich mit der Freiwilligkeit der Einwilligung und der Frage der Sittenwidrigkeit.
Schlüsselwörter
Knochenmarkspende, Transplantationsgesetz, Strafrecht, Körperverletzung, Einwilligung, Einwilligungsfähigkeit, Minderjährige, geistig Behinderte, Sittenwidrigkeit, ethische Aspekte, rechtliche Rahmenbedingungen, medizinische Bedeutung.
Häufig gestellte Fragen
Welches Gesetz regelt die Knochenmarkspende in Deutschland?
Primär ist das Transplantationsgesetz (TPG) als spezielles Gesetz einschlägig, ergänzt durch allgemeine Vorschriften des Strafgesetzbuches (StGB).
Ist eine Knochenmarkspende rechtlich eine Körperverletzung?
Medizinisch gesehen erfüllt der Eingriff den Tatbestand der Körperverletzung (§ 223 StGB), ist jedoch durch die wirksame Einwilligung des Spenders gerechtfertigt.
Können Minderjährige als Knochenmarkspender fungieren?
Dies ist rechtlich schwierig und erfordert eine genaue Prüfung der Einsichtsfähigkeit sowie die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter unter strengen ethischen Auflagen.
Was bedeutet „Sittenwidrigkeit“ im Kontext einer Spende?
Gemäß § 228 StGB ist eine Einwilligung unwirksam, wenn die Tat gegen die guten Sitten verstößt; bei einer lebensrettenden Spende ist dies in der Regel nicht der Fall.
Welche Krankheiten machen eine Knochenmarktransplantation notwendig?
Häufige Indikationen sind Leukämie (Blutkrebs), schwere Anämien oder bestimmte genetisch bedingte Immundefekte.
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- Dr. Stefanie M. Bausch (Author), 1999, Die rechtliche Bewertung der Knochenmarkspende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9067