Flexible Arbeitsmodelle sollen ein modernes Gleichgewicht zwischen den bestehenden sozialen Zielsetzungen und den betrieblichen Erfordernissen schaffen.
Ein mögliches Arbeitszeitmodell ist die Teilzeitarbeit. Diese hat sowohl Vorteile für die Arbeitnehmer als auch für die Arbeitgeber. Die Ausgestaltungsformen der Teilzeitbeschäftigung sind zudem sehr individuell und lassen sich somit problemlos an die unterschiedlichen Bedürfnisse anpassen.
Das Teilzeit- und Befristungsgesetz soll dazu beitragen, die flexible Organisation der Arbeitszeit zu etablieren. Dies gilt für alle Ebenen eines Unternehmens, einschließlich der qualifizierten und leitenden Stellungen.
Vor dem Hintergrund beschäftigt sich diese Arbeit mit der Umsetzbarkeit der Teilzeitarbeit im Bezug auf die Führungskräfte eines Betriebes. Es wird ausgeführt werden, welche Gründe für eine Ablehnung eines Teilzeitantrages sprechen können, oder ob allein diese Schlüsselposition eines leitenden Angestellten womöglich schon einen betrieblichen Grund zur Ablehnung eines Teilzeitanspruchs darstellt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 EINLEITUNG
- 2 DAS TEILZEIT- UND BEFRISTUNGSGESETZ
- 2.1 DIE ENTSTEHUNG UND ZIELSETZUNG
- 2.2 DIE GESETZESSYSTEMATIK
- 3 LEITENDE ANGESTELLTE
- 4 § 8 DES TEILZEIT- UND BEFRISTUNGSGESETZES
- 4.1 ALLGEMEINE ANSPRUCHSVORAUSSETZUNGEN
- 4.2 ANSPRUCHSBERECHTIGTER PERSONENKREIS
- 4.3 ANFORDERUNGEN AN DIE BETRIEBLICHEN GRÜNDE § 8 ABS. 4 TZBFG
- 4.3.1 Unverhältnismäßig hohe Kosten
- 4.3.2 Keine geeignete zusätzliche Arbeitskraft
- 4.3.3 Verstoß gegen Betriebsvereinbarung
- 4.3.4 Beeinträchtigung der Organisation bzw. des Arbeitsablaufes
- 5 TEILZEITARBEIT FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE NACH ERKENNTNISSEN EINER FALLSTUDIE
- 5.1 ZIELSTELLUNG UND VORGEHENSWEISE DER UNTERSUCHUNG
- 5.2 GRÜNDE FÜR TEILZEITDEFIZITE BEI FÜHRUNGSKRÄFTEN
- 5.3 TEILZEIT FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE AUS SICHT DES UNTERNEHMENS
- 5.4 TEILZEITARBEIT AUS SICHT DER BETROFFENEN FÜHRUNGSKRÄFTE
- 5.5 TEILZEITARBEIT EINER FÜHRUNGSKRAFT ZWISCHEN WUNSCH UND WIRKLICHKEIT
- 6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Umsetzbarkeit von Teilzeitarbeit für Führungskräfte im Kontext des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG). Im Zentrum steht die Frage, welche Gründe für eine Ablehnung eines Teilzeitantrags sprechen können und ob die Schlüsselposition einer Führungskraft einen betrieblichen Grund für eine Ablehnung darstellt. Die Arbeit analysiert die Tatbestandsmerkmale eines leitenden Angestellten und die Anforderungen an den Teilzeitanspruch gemäß § 8 TzBfG. Darüber hinaus beleuchtet eine Fallstudie die Herausforderungen und Möglichkeiten der Teilzeitarbeit für Führungskräfte in der Praxis.
- Die Entstehung und Zielsetzung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG)
- Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Teilzeitansprüche von leitenden Angestellten gemäß § 8 TzBfG
- Die Bedeutung von betrieblichen Gründen für die Ablehnung eines Teilzeitantrags
- Die Herausforderungen und Chancen der Teilzeitarbeit für Führungskräfte aus Sicht des Unternehmens und der betroffenen Führungskräfte
- Die praktische Umsetzung von Teilzeitmodellen für Führungskräfte in Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung in die Thematik der Teilzeitarbeit im Kontext der heutigen Arbeitswelt. Kapitel 2 beleuchtet das Teilzeit- und Befristungsgesetz, seine Entstehung und Zielsetzung sowie seine systematische Einordnung. In Kapitel 3 werden die Merkmale eines leitenden Angestellten im Sinne des Gesetzes definiert. Kapitel 4 widmet sich dem § 8 des TzBfG, der die Voraussetzungen für einen Teilzeitanspruch regelt, und analysiert die relevanten Anspruchsvoraussetzungen, den Anspruchsberechtigtenkreis sowie die Anforderungen an betriebliche Gründe für eine Ablehnung. Kapitel 5 präsentiert eine Fallstudie zur Teilzeitarbeit für Führungskräfte, beleuchtet die Ursachen für Teilzeitdefizite und analysiert die Perspektive des Unternehmens und der betroffenen Führungskräfte.
Schlüsselwörter
Teilzeit- und Befristungsgesetz, Teilzeitarbeit, Führungskräfte, leitende Angestellte, § 8 TzBfG, betriebliche Gründe, Fallstudie, Unternehmensperspektive, Mitarbeiterperspektive, Arbeitsrecht.
Häufig gestellte Fragen
Haben Führungskräfte einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit?
Ja, das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer, einschließlich leitender Angestellter und qualifizierter Führungskräfte.
Wann darf ein Arbeitgeber einen Teilzeitantrag ablehnen?
Eine Ablehnung ist nur aus betrieblichen Gründen möglich, etwa wenn die Teilzeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßig hohe Kosten verursacht.
Ist die Führungsposition allein ein Ablehnungsgrund?
Nein, allein die Tatsache, dass jemand eine Schlüsselposition innehat, reicht nicht aus. Der Arbeitgeber muss konkret nachweisen, warum die Aufgaben nicht in Teilzeit erledigt werden können.
Was sind typische Hindernisse für Teilzeit bei Führungskräften?
Häufige Probleme sind die Erreichbarkeit für Mitarbeiter, die Koordination von Terminen und die Sorge vor einem Kontrollverlust oder einer Beeinträchtigung des Arbeitsablaufs.
Welche Vorteile bietet Teilzeit für Führungskräfte?
Vorteile sind eine bessere Work-Life-Balance, höhere Motivation und die Möglichkeit, qualifizierte Mitarbeiter trotz privater Verpflichtungen (z.B. Familie) im Unternehmen zu halten.
Was besagt § 8 des TzBfG?
Dieser Paragraf regelt den allgemeinen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit und legt die Fristen sowie die Bedingungen fest, unter denen Arbeitnehmer ihren Wunsch äußern können.
- Arbeit zitieren
- Claudia Haferkorn (Autor:in), 2007, Haben Führungskräfte Anspruch auf Teilzeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90629