Max Liebermann knüpft mit dem "Münchner Biergarten" an ein Thema mit langer Tradition an: an die Künstler-, Wirtshaus- und Freundschaftsdarstellungen
und Darstellung heiter geselligen Daseins im Freien.
Bis ins 16. Jahrhundert entstehen Werke biblischen Inhalts wie dem Abendmahl oder der Hochzeit zu Kana, stets handelt es sich um die Darstellung besondere Anlässe, bei denen ein prominenter Gast zugegen ist, allerdings niemals im Freien. Ab dem 16. Jahrhundert fließen genrehafte Züge ein, wie beispielsweise im Gemälde "Gastmahl im Hause des Levi" von 1573, das Paolo Veronese mit "niederen" Figuren wie Narren, Zwergen und Landsknechten füllt.[...]Warum Liebermann sich für die als "nieder“ angesehene genrehafte Auffassung dieses Themas entscheidet und warum er nicht im Sinne Tizians "Fete champetre" oder des Zeitgenossen Manets "Frühstück im Freien" von 1863 die edlere Gesellschaft darstellen will, erklärt sich durch die Kunstanschauung Liebermanns. Für ihn ist der Stoff „(...) unerheblich. Nur die Erfindung und Ausdrucksfähigkeit der Form macht den Wert des Werkes aus."
Inhaltsverzeichnis
- 1 DAS LEBEN MAX LIEBERMANNS
- 2 BESCHREIBUNG DES WERKES
- 2.1 Allgemeine Daten
- 2.2 Entwurfsprozess
- 3 TRADITION DES MOTIVS
- 4 ERLÄUTERUNG DER DARSTELLUNG
- 4.1 Überblick
- 4.2 Analyse
- 4.3 Synthese
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Gemälde "Münchner Biergarten" von Max Liebermann und beleuchtet dessen Entstehung und Bedeutung im Kontext des Lebens und Werkes des Künstlers. Sie analysiert das Motiv, den Entwurfsprozess und die künstlerische Tradition des Gemäldes.
- Das Leben und Werk von Max Liebermann
- Die Entstehung des Gemäldes "Münchner Biergarten"
- Die künstlerische Tradition des Motivs
- Die Darstellung im Gemälde: Analyse und Interpretation
Zusammenfassung der Kapitel
1 Das Leben Max Liebermanns
Dieses Kapitel zeichnet die Biographie Max Liebermanns nach, beginnend mit seiner Geburt in Berlin und seinen frühen künstlerischen Anfängen bis hin zu seinem Tod im Jahr 1935. Es beschreibt wichtige Stationen seiner Karriere, seine Reisen und seine Begegnungen mit anderen Künstlern, sowie die Entstehung seiner bedeutendsten Werke.
2 Beschreibung des Werkes
2.1 Allgemeine Daten
Dieser Abschnitt befasst sich mit den technischen Details des Gemäldes "Münchner Biergarten", wie seinen Dimensionen, der verwendeten Technik und der Signatur. Es werden auch die unterschiedlichen Titel und Besitzer des Gemäldes im Laufe der Zeit aufgezeigt.
2.2 Entwurfsprozess
Dieser Teil beleuchtet die Entstehung des Gemäldes von den Vorstudien bis zur finalen Ausführung. Es werden die Zeichnungen und Skizzen Liebermanns sowie der Ablauf des gesamten Entstehungsprozesses beschrieben.
Schlüsselwörter
Max Liebermann, "Münchner Biergarten", Realismus, Impressionismus, Pleinair-Malerei, München, Biergarten, Augustinerkeller, Künstlerbiografie, Entstehungsprozess, Vorstudien, Ölgemälde, Zeichnung, Kunstgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Wann entstand das Gemälde „Münchner Biergarten“?
Max Liebermann malte das Werk im Jahr 1884. Es gilt als eines seiner bedeutendsten Werke aus der Zeit des frühen deutschen Impressionismus.
Welchen Biergarten stellte Liebermann dar?
Das Bild zeigt den Augustinerkeller in München, in dem Liebermann zahlreiche Vorstudien und Skizzen anfertigte.
Was war Liebermanns künstlerische Intention bei diesem Motiv?
Für Liebermann war der Stoff (das Motiv) nebensächlich; ihn interessierten vor allem die Form, das Lichtspiel durch das Laub und die Atmosphäre des geselligen Beisammenseins im Freien.
Wie ordnet sich das Bild in die Tradition der Wirtshausdarstellungen ein?
Während frühere Werke oft biblische Szenen oder die „edle Gesellschaft“ zeigten, wählte Liebermann eine genrehafte Auffassung des bürgerlichen Alltagslebens.
Was zeichnet Liebermanns Maltechnik in diesem Werk aus?
Das Werk ist ein Beispiel für die Pleinair-Malerei (Freilichtmalerei), bei der das natürliche Licht und die flüchtigen Eindrücke der Umgebung eingefangen werden.
- Quote paper
- Elisabeth Falgner (Author), 1999, Max Liebermann, Münchner Biergarten, 1884, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9051