Thema der Arbeit ist ein Vergleich zwischen katholischer und evangelischer performativer Didaktik. Dabei zielt sie darauf ab, den Ansatz einer performativen Religionsdidaktik weniger auf den kognitiven Aspekt des Glaubens als vielmehr auf den Aspekt der Glaubenserfahrung zu legen. So bezeichnet der Begriff „Perfomativität“ qua definitionem eine sprachliche Äußerung, die im selben Moment vollzogen wird.
Dadurch sieht sich dieser Ansatz zumindest in seiner katholischen Version oft mit der Behauptung konfrontiert, in das alte Modell eines katechetischen Religionsunterrichts zurückzufallen. Daher fragt diese Arbeit, ob dieser Vorwurf seine Berechtigung hat.
Des Weiteren soll geklärt werden, wie weit die performative Religionsdidaktik als didaktisches Konzept trägt, und wo sie ihre Grenzen hat. Hierzu werde ich sowohl auf das katholische Modell als auch auf das evangelische Modell der performativen Didaktik eingehen. Zudem werde ich das didaktische Konzept dieser beiden Modelle erklären, sowie die Grenzen beider Modelle auflisten. Anschließend werde ich dann in einer kurzen Gegenüberstellung die beiden Modelle miteinander vergleichen und dann noch auf deren Praxistauglichkeit eingehen.
Inhaltsverzeichnis
- Fragestellung und Aufbau der Arbeit
- Hauptteil
- Die Situation im Religionsunterricht
- Die katholische performative Didaktik
- Der Begriff der Performativität
- Das didaktische Prinzip
- Die Grenzen
- Die evangelische Performativität
- Das Verständnis von Performativität
- Das didaktische Prinzip
- Grenzen
- Kurzer Vergleich
- Umsetzbarkeit
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die performative Religionsdidaktik im Vergleich zwischen katholischem und evangelischem Modell. Ziel ist es, die Konzeption und Umsetzung dieses didaktischen Ansatzes in beiden Konfessionen zu analysieren und seine Grenzen zu erörtern.
- Situation des Religionsunterrichts im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen
- Konzept der performativen Religionsdidaktik im katholischen und evangelischen Modell
- Didaktische Prinzipien und Grenzen der performativen Didaktik
- Vergleich der beiden Modelle und deren Praxistauglichkeit
Zusammenfassung der Kapitel
- Fragestellung und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel erläutert die Herausforderungen für den Religionsunterricht im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen und stellt den performativen Ansatz als ein mögliches didaktisches Konzept vor. Es beschreibt die Zielsetzung und den Aufbau der Hausarbeit.
- Die Situation im Religionsunterricht: Dieses Kapitel analysiert die Problemfelder des Religionsunterrichts, die sich aus der veränderten Bedeutung von Religion in der Gesellschaft ergeben. Es beleuchtet den Wertewandel, Individualisierungsprozesse und den Rückgang religiöser Erfahrung bei Kindern und Jugendlichen.
- Die katholische performative Didaktik: Dieses Kapitel untersucht den Begriff der Performativität und die didaktischen Prinzipien der katholischen performativen Didaktik. Es beleuchtet die Grenzen dieses Ansatzes und diskutiert den Vorwurf der Rückführung auf ein katechetisches Modell.
- Die evangelische Performativität: Dieses Kapitel stellt das evangelische Verständnis von Performativität und die damit verbundenen didaktischen Prinzipien dar. Es analysiert auch die Grenzen des evangelischen performativen Modells.
- Kurzer Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht die beiden Modelle der performativen Didaktik in katholischer und evangelischer Tradition und zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf.
- Umsetzbarkeit: Dieses Kapitel beleuchtet die Praxistauglichkeit des performativen Ansatzes und diskutiert die Herausforderungen bei seiner Umsetzung im Religionsunterricht.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit behandelt zentrale Themen wie performative Religionsdidaktik, katholischer und evangelischer Religionsunterricht, gesellschaftliche Veränderungen, Wertewandel, Individualisierung, religiöse Erfahrung, Glaubenserfahrung, didaktische Konzepte, Grenzen der Performativität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kernansatz der performativen Religionsdidaktik?
Der Ansatz legt den Fokus weniger auf das kognitive Wissen über Religion als vielmehr auf die unmittelbare Glaubenserfahrung und den Vollzug religiöser Praktiken im Unterricht.
Welcher Vorwurf wird der katholischen Version dieses Modells oft gemacht?
Kritiker behaupten oft, dass die katholische performative Didaktik in ein veraltetes katechetisches Modell zurückfällt, das eher auf Glaubensunterweisung als auf offene Bildung abzielt.
Wie unterscheiden sich das katholische und das evangelische Modell?
Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Verständnisse von Performativität sowie die jeweiligen didaktischen Prinzipien und zeigt konfessionelle Spezifika in der Umsetzung auf.
Wo liegen die Grenzen der performativen Religionsdidaktik?
Die Grenzen liegen unter anderem in der Praxistauglichkeit innerhalb eines pluralistischen Schulsystems und der Schwierigkeit, religiöse Erfahrungen künstlich im Unterrichtsraum zu erzeugen.
Welche gesellschaftlichen Faktoren machen diesen didaktischen Ansatz notwendig?
Der Wertewandel, die Individualisierung und der Rückgang traditioneller religiöser Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen fordern neue Wege der religiösen Bildung.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2015, Die Performative Religionsdidaktik. Katholischer und evangelischer Glaube im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903413