Traditionell war die türkische Außenpolitik von einer Westorientierung charakterisiert. Unter der AKP bestimmte eine stärkere Multidimensionalität und Diversifizierung der Allianzen außerhalb des Westens die türkische Außenpolitik.
Die Arbeit untersucht die programmatische Grundlage der türkischen Außenpolitik, insbes. unter Bezugnahme auf das Werk "stratejik derinlik" des damaligen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu, die Umsetzung der neuen Außenpolitik seit Beginn des AKP-Regierungsantritts, des möglichen Vorhandenseins eines „türkischen Modells“ für die Region, sowie das potentielle Scheitern der Außenpolitik.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung, Quellenlage
- Außenpolitische Grundlagen und Rahmenentwicklungen der Türkei vor der AKP
- Ahmet Davutoğlu und sein Werk stratejik derinlik als außenpolitische Agenda
- Der Wahlsieg der AKP und politische Transformationen.
- Das Scheitern der AKP-(Außen-) Politik?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die programmatische Grundlage der türkischen Außenpolitik, insbesondere unter Bezugnahme auf Ahmet Davutoğlus Werk "stratejik derinlik". Sie beleuchtet die Umsetzung der neuen Außenpolitik seit dem Beginn des AKP-Regierungsantritts, das mögliche Vorhandensein eines "türkischen Modells" für die Region und das potentielle Scheitern der Außenpolitik.
- Entwicklungen der türkischen Außenpolitik vor der AKP
- Konzept von "stratejik derinlik"
- Umsetzung der Außenpolitik unter der AKP
- Das "Türkische Modell"
- Kritik an der türkischen Außenpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 beleuchtet die außenpolitischen Grundlagen und Rahmenentwicklungen der Türkei vor der AKP, wobei die Westorientierung der Türkei im Kontext der kemalistischen Nationenbildungsprozess erläutert wird. Die Bedeutung von Neutralität, Bündnisfreiheit und inneren Reformen in den ersten Jahren wird beleuchtet, sowie der Wandel zur pro-westlichen Politik unter dem Einfluss des Kalten Kriegs und der Sowjetunion.
Kapitel 3 widmet sich den Grundideen aus "stratejik derinlik", dem Werk Ahmet Davutoğlus, welches die Grundlage der türkischen Außenpolitik unter der AKP bildet.
Kapitel 4 bietet einen Überblick über die Entwicklungen der türkischen Außenpolitik seit dem AKP-Regierungsantritt, wobei die Frage eines "Türkischen Modells" für arabische, kaukasische und zentralasiatische Staaten untersucht wird.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Fokuspunkte der Arbeit sind: türkische Außenpolitik, AKP, "stratejik derinlik", Ahmet Davutoğlu, "Türkisches Modell", Westorientierung, "splendid isolation", Kalter Krieg, NATO, Nahost, Zentralasien, Kaukasus, Arabische Welt, Kritik, Scheitern.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet das Konzept "stratejik derinlik"?
Es ist das Hauptwerk von Ahmet Davutoğlu und bildet die theoretische Grundlage für eine multidimensionale türkische Außenpolitik, die über die reine Westorientierung hinausgeht.
Wie hat sich die türkische Außenpolitik unter der AKP verändert?
Unter der AKP kam es zu einer Diversifizierung der Allianzen, einer stärkeren Rolle im Nahen Osten und einer Abkehr von der traditionellen kemalistischen Neutralität.
Was versteht man unter dem "Türkischen Modell"?
Es bezeichnet die Idee der Türkei als Vorbild für andere muslimische Staaten, die Demokratie und Islam miteinander verbinden wollen.
War die Türkei früher nur nach Westen orientiert?
Traditionell war die Außenpolitik stark pro-westlich (NATO, Europa), was im kemalistischen Nationenbildungsprozess und dem Kalten Krieg begründet lag.
Warum wird von einem möglichen Scheitern der AKP-Außenpolitik gesprochen?
Die Arbeit untersucht Kritikpunkte und politische Transformationen, die die ursprünglichen Ziele von "Null Problemen mit den Nachbarn" in Frage gestellt haben.
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- Bernhard Weidenbach (Author), 2015, Zwischen Westen, Türkischem Modell und Neo-Osmanismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/900917