In dieser Hausarbeit wird die implizite Einstellung zur Homosexualität unter Anwendung des impliziten Assoziationstestes (IAT) untersucht. Homosexualität ist auch heute noch oft ein Tabuthema, welches in vielen Gesellschaften noch immer stigmatisiert wird.
Viele Menschen haben immer noch Vorurteile gegenüber Homosexuellen, möchten dies aber nicht offen äußern. Aus diesem Grund wird in dieser Hausarbeit eine indirekte Einstellungsmessung mit Hilfe des IAT vorgenommen, um sozial erwünschte Antworttendenzen auszuschalten, die bei expliziter Einstellungsmessung wie etwa durch Fragebögen auftreten würden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zentrale Erkenntnisse zur indirekten Messung von Einstellungen
- Indirekte Messung von Einstellungen zur Homosexualität
- Homosexualität
- Darstellung des Nutzens von impliziten Messungen zur Einstellung zur Homosexualität
- Bisherige Forschungsergebnisse zu impliziten Einstellungsmessungen zur Homosexualität
- Messmethoden
- Auswahl der Messmethoden
- Datenerhebung mittels IAT
- Auswertung der erhobenen Daten
- Vorschlag weiterer statistischer Auswertungen
- Machbarkeitseinschätzungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der indirekten Messung von Einstellungen zur Homosexualität unter Anwendung des impliziten Assoziationstestes (IAT). Ziel ist es, durch die Anwendung dieser Methode sozial erwünschte Antworttendenzen zu eliminieren, die bei expliziten Einstellungsmessungen auftreten könnten.
- Implizite und explizite Einstellungen
- Vorurteile gegenüber Homosexuellen
- Methoden zur indirekten Einstellungsmessung
- Der Implizite Assoziationstest (IAT)
- Homosexualität als Tabuthema
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt den Leser in das Thema der Einstellungsmessung ein und unterscheidet zwischen expliziten und impliziten Einstellungen. Im Anschluss werden zentrale Erkenntnisse zur indirekten Messung von Einstellungen erläutert und verschiedene Messverfahren vorgestellt, darunter der IAT.
Das zweite Kapitel widmet sich der indirekten Messung von Einstellungen zur Homosexualität. Es beleuchtet die Geschichte und aktuelle gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität sowie die Ursachen für Vorurteile.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den Methoden zur Datenerhebung und -auswertung, insbesondere mit dem IAT als Messinstrument. Es wird eine detaillierte Beschreibung des IAT-Verfahrens sowie der Auswertungsmethodik gegeben.
Das vierte Kapitel behandelt die Machbarkeitseinschätzungen der Untersuchung.
Schlüsselwörter
Implizite Einstellung, explizite Einstellung, Homosexualität, Vorurteile, IAT (Impliziter Assoziationstest), indirekte Einstellungsmessung, sozial erwünschte Antworttendenzen, Tabuthema.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Implizite Assoziationstest (IAT)?
Der IAT ist ein psychologisches Messverfahren, das unbewusste (implizite) Einstellungen misst. Er basiert auf der Reaktionszeit bei der Zuordnung von Begriffen zu Kategorien, um Vorurteile aufzudecken, die Probanden in direkten Befragungen oft nicht zugeben.
Warum wird der IAT zur Messung von Einstellungen zur Homosexualität genutzt?
Da Homosexualität gesellschaftlich oft noch stigmatisiert ist, neigen Menschen in Fragebögen zu "sozial erwünschten" Antworten. Der IAT umgeht diese bewusste Kontrolle und macht tief sitzende Vorurteile sichtbar.
Was unterscheidet implizite von expliziten Einstellungen?
Explizite Einstellungen sind uns bewusst und wir können sie verbal äußern. Implizite Einstellungen sind automatisierte Bewertungen, die oft unbewusst unser Verhalten steuern, selbst wenn unsere explizite Meinung anders lautet.
Wie läuft eine Datenerhebung mittels IAT ab?
Probanden müssen am Computer Begriffe (z.B. "gut", "schlecht") und Zielkategorien (z.B. "heterosexuell", "homosexuell") so schnell wie möglich Tasten zuordnen. Die Differenz der Reaktionszeiten bei verschiedenen Kombinationen zeigt die Stärke der Assoziation.
Welche Rolle spielen Vorurteile in der heutigen Gesellschaft?
Obwohl die rechtliche Gleichstellung voranschreitet, zeigen implizite Messungen, dass Vorurteile gegenüber Homosexuellen oft noch tief verwurzelt sind. Diese unbewussten Haltungen beeinflussen Diskriminierung im Alltag und am Arbeitsplatz.
- Citation du texte
- Mandy Witt (Auteur), 2015, Einstellung zu Homosexualität. Indirekte Messung mit dem Assoziationstest, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/900838