Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht das PIMS- Programm, welches die Autoren Buzzlle und Gale ausführlich beschreiben. In ihrem Buch stellen sie die Verknüpfung von Unternehmensstrategien und Unternehmenserfolg dar. Die Methodik sowie die Faktoren, die für die strategische Unternehmensplanung wichtig sind, werden aufgezeigt. Dabei nehmen die Autoren Bezug auf die Forschungen des Strategic Planning Institute, welches seit Initiierung des PIMS- Programms in 1972 Erfahrungen zahlreicher Unternehmen analysiert, die Aufschlüsse über die Beziehung von Strategie und Erfolg in unterschiedlichen Markt- und Wettbewerbssituationen geben.
In dieser Arbeit wird zunächst das PIMS- Programm in seinen Grundzügen vorgestellt, dabei werden die einzelnen Entwicklungsstufen, die Arbeitsweise und die Ziele aufgezeigt sowie die Bedeutung für Theorie und Praxis herausgearbeitet. In Kapitel 3 werden dann die Forschungsergebnisse dargestellt. Als wesentliche Einflussfaktoren, die durch die Untersuchungen von PIMS herausgearbeitet wurden, gelten der relative Marktanteil, die relative Produktqualität, die Investmentintensität, die vertikale Integration und die Marktwachstumsrate. Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des PIMS- Programms werden in Kapitel 4 aufgezeigt. Anhand dieser Modelle können die Mitgliedsfirmen eine fundierte Analyse strategischer Situationen durchführen und die Konsequenz alternativer Strategien simulieren. Da jedoch an den Erkenntnissen von PIMS vielfach Kritik geäußert wurde, werden diese kritischen Einwände in Kapitel 5 festgehalten und der aktuelle Status des PIMS- Projektes dargestellt. Abschließen wird diese Arbeit mit einer Einordnung des PIMS- Programms in das strategische Management und einem zusammenfassenden Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit
2. Das PIMS- Programm
2.1 Die Entwicklung des PIMS- Programms
2.2 Die PIMS- Datenbank
2.3 Die Bedeutung des PIMS- Programms für Theorie und Praxis
3. Die Forschungsergebnisse
3.1 Der relative Marktanteil
3.2 Die relative Produktqualität
3.3 Die Investmentintensität
3.4 Vertikale Integration
3.5 Die Marktwachstumsrate
4. Anwendungsmöglichkeiten von PIMS
4.1 Der PAR- Report
4.2 Der Strategy Analysis Report und der Optimum Strategy Report
4.3 Der Report on Look- Alikes
5. Wesentliche Kritikpunkte und aktueller Status
6. Einordnung in das Strategische Management
7. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht das PIMS-Programm (Profit Impact of Market Strategies) und dessen Verknüpfung von Unternehmensstrategien mit dem Unternehmenserfolg, um die Anwendbarkeit, den Nutzen sowie die Grenzen dieses methodischen Ansatzes in der strategischen Unternehmensführung kritisch zu beleuchten.
- Historische Entwicklung und Datengrundlage des PIMS-Programms
- Analyse zentraler Erfolgsfaktoren wie Marktanteil, Produktqualität und Investitionsintensität
- Darstellung der verschiedenen Analysemodelle für das strategische Management
- Kritische Diskussion der methodischen Schwächen und des aktuellen Status
Auszug aus dem Buch
3.3 Die Investmentintensität
Die Investmentintensität wird definiert als das Verhältnis von Anlagevermögen (zu Buchwerten) plus ‚working capital’ (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten) zu Umsatz.35
Die Investitions- bzw. Kapitalintensität wurde als ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor auf die Rentabilität identifiziert. Im Gegensatz zu den bisher genannten Faktoren stellt sie jedoch keine eigenständige strategische Zielgröße dar, sondern ist vielmehr als eine Konsequenz strategischer Entscheidungen zu interpretieren. Nach dem Erfahrungskurvenkonzept sind Strategien zur Sicherung der Wettbewerbsposition oft mit einem vorbeugenden Ausbau von Kapazitäten verbunden. Der unmittelbare Effekt eines solchen Vorgehens ist dann die Investitionsintensität.36
Die Auswertungen von PIMS haben einen starken negativen Einfluss der Investmentintensität auf den ROI ergeben, dies ist auf folgende vier Hauptgründe zurückzuführen37:
(1) Preiskämpfe aufgrund hoher Investmentintensitäten
Investmentintensitäten führen zu einem aggressiven und häufig auch ruinösem Wettbewerb. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die wirtschaftlichen Gegebenheiten schlecht und die Kapazitätsauslastungen unzureichend sind, denn unter solchen Bedingungen sind Unternehmen häufig dazu bereit, Preise zu akzeptieren, die nur knapp über den variablen Kosten liegen, was wiederum regelmäßig zu Preis- und Marketingkämpfen führt.38
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit: Einführung in das Thema PIMS-Programm als Instrument der Erfolgsfaktorenforschung und Überblick über den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2. Das PIMS- Programm: Beschreibung der Entwicklung, der Datenbankstruktur sowie der Bedeutung des Programms für Theorie und Praxis der Unternehmensführung.
3. Die Forschungsergebnisse: Detaillierte Analyse der fünf wesentlichen Einflussfaktoren wie relativer Marktanteil, Produktqualität und Investitionsintensität auf den Unternehmenserfolg.
4. Anwendungsmöglichkeiten von PIMS: Erläuterung der verschiedenen Analysetools wie PAR-Report, Strategy Analysis und Report on Look-Alikes zur Unterstützung strategischer Entscheidungen.
5. Wesentliche Kritikpunkte und aktueller Status: Darstellung der methodischen Kritik am PIMS-Projekt und dessen Einstellung aufgrund mangelnder Eignung für dynamische Marktumfelder.
6. Einordnung in das Strategische Management: Wissenschaftliche Einordnung des Ansatzes in die Inhaltsforschung sowie Abgrenzung zwischen markt- und ressourcenbasierter Sichtweise.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließendes Resümee über die Erkenntnisse und die eingeschränkte Eignung von PIMS als Instrument für eine strategische Bestandsaufnahme.
Schlüsselwörter
PIMS-Programm, Strategische Unternehmensführung, ROI, Erfolgsfaktoren, Marktanteil, Produktqualität, Investmentintensität, Vertikale Integration, Wettbewerbsvorteile, Strategisches Management, Marktwachstum, PAR-Report, Rentabilität, Strategische Geschäftseinheit, Unternehmensstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das PIMS-Programm als methodischen Ansatz zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Unternehmensstrategien und wirtschaftlichem Erfolg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der PIMS-Datenbank, der Identifikation von Erfolgsfaktoren, der Anwendung verschiedener Reporting-Modelle und einer kritischen Würdigung der Validität.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Methodik und die Aussagekraft des PIMS-Programms im Kontext der strategischen Unternehmensführung zu prüfen und dessen Nutzwert kritisch zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven sowie kritischen Aufbereitung der empirischen Forschungsergebnisse des Strategic Planning Institute.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Einflussfaktoren auf den ROI, den spezifischen Analyseinstrumenten des PIMS-Programms und der Kritik an dessen deterministischem Ansatz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind PIMS, ROI, strategische Geschäftseinheiten, Marktanteil, Investitionsintensität und kritische Erfolgsfaktoren.
Warum wurde das PIMS-Projekt letztlich eingestellt?
Das Projekt wurde 1999 eingestellt, da es für moderne, dynamische Umfelder zu sehr auf vergangenheitsbezogenen Daten basierte und von den Unternehmen nicht mehr getragen wurde.
Wie unterscheidet sich der PAR-Report von anderen Berichten?
Der PAR-Report ist das wichtigste Analysetool und spezifiziert einen "normalen" ROI für eine Geschäftseinheit basierend auf empirischen Durchschnittswerten ähnlicher Positionen.
Ist PIMS ein rein präskriptiver oder deskriptiver Ansatz?
Die Arbeit ordnet PIMS primär der Inhaltsforschung zu, wobei es sowohl deskriptive (Analyse der Realität) als auch präskriptive Elemente (Ableitung von Empfehlungen) enthält.
- Quote paper
- Tina Galuschka (Author), 2007, Das PIMS-Programm - Strategien und Unternehmenserfolg , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88852