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Eltern zwischen autoritärer und antiautoritärer Erziehung. Kindererziehung in der modernen Gesellschaft

Title: Eltern zwischen autoritärer und antiautoritärer Erziehung.  Kindererziehung in der modernen Gesellschaft

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Bilzer (Author)

Pedagogy - Family Education
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Die Erziehung der Kinder ist seit jeher eine schwierige Angelegenheit. Doch ist sie in der heutigen Zeit durch gesellschaftliche Einflüsse noch schwerer als jemals zuvor.
Kinder sollen sich frei entfalten können, glücklich und zufrieden sein – selbständige, freundliche Menschen also, die sich ihrer Grenzen bewusst sind. Doch wie können Eltern dies erreichen?

Von früheren Erziehungsstilen geprägt, sind sich viele Eltern heute einig, dass ihre Kinder anders aufgezogen werden sollen als sie selbst erzogen wurden. Doch dies setzt Eltern unter Druck bzw. führt dazu, dass sie mehr Fehler machen, als ihnen bewusst ist. Liberale Erziehungsstile wie der Antiautoritäre oder der Partnerschaftlich-demokratische tragen dazu bei, dass Kindern keine Grenzen gesetzt werden, oder dass sie durch die Verwöhnung, die ihnen ihre Eltern zuteil werden lassen, anderen Menschen, Tieren und auch Gegenständen zu wenig Wertschätzung entgegenbringen.
Doch dass auch der autoritäre Stil nicht der Richtige sein kann, dass wissen viele Eltern noch aus eigener Erfahrung.
...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Begriffserklärung

2.1 Autoritäre Erziehung

2.2 Antiautoritäre Erziehung

3. Erziehung im Wandel – Ursachen und Folgen

4. Autoritative Erziehung – allgemeine Definition

4.1 Entwicklungsfördernde und –hemmende Erziehung

4.2 Autorität und Präsenz

5. Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel in der modernen Kindererziehung und analysiert das Spannungsfeld zwischen autoritären und antiautoritären Erziehungsansätzen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, welche Rolle die autoritative Erziehung als moderner „Königsweg“ einnehmen kann, um Kindern sowohl Sicherheit als auch Freiheit zu bieten und gleichzeitig elterliche Kompetenz zu wahren.

  • Historische und gesellschaftliche Hintergründe des Erziehungswandels
  • Differenzierung der Erziehungsstile (autoritär, antiautoritär, autoritativ)
  • Die fünf Säulen der entwicklungsfördernden Erziehung nach Tschöpe-Scheffler
  • Das Konzept der „Elterlichen Präsenz“ von Haim Omer bei kindlichem Fehlverhalten
  • Perspektiven für eine moderne, kompetenzorientierte Pädagogik

Auszug aus dem Buch

4.2 Autorität und Präsenz

Eine Ursache der liberalen Erziehungsmethode der letzten Jahre stellt die Machtübernahme der Kinder in der Familie dar. In vielen Familien ist es keine Seltenheit mehr, dass Kinder Gewalt gegen ihre Eltern ausüben. Diese Gewalt kann sowohl psychische wie physische Gestalt annehmen und reicht von renitentem Verhalten, tyrannischen Forderungen und destruktiven Aktionen bis hin zu Selbstmorddrohungen. Für Eltern gibt es meist nur zwei Formen des Widerstandes: entweder sie begegnen den Gewaltäußerungen ihrer Kinder ebenfalls mit Gewalt oder sie resignieren, geben auf, ziehen sich zurück und geben den Forderungen und Wünschen der Kinder nach, um es nicht weiter zu provozieren.

Das nun folgende Konzept der „Elterlichen Präsenz“, entwickelt von dem israelischen Psychologen Haim Omer, stellt eine Hilfe für genau jene Eltern dar, die unter ihren Kindern und der daraus entstandenen Familiensituation zu leiden haben. Dieses Konzept basiert auf Mahatma Gandhis Methoden des gewaltfreien Widerstands.

Eltern lernen hierbei wie sie sich dem aggressiven Verhalten ihres Kindes widersetzen können, ohne selbst Gewalt anwenden bzw. sich der Gewalt des Kindes fügen zu müssen.

Primäres Ziel dieses Konzeptes ist, dass Eltern ihre Machtlosigkeit überwinden und ihr Selbstbewusstsein und ihre Präsenz wiedererlangen. Eltern sollen in solchen Fällen nicht nur reagieren, sondern dem Verhalten des Kindes etwas Konstruktives entgegensetzen und ihm signalisieren: „Ich bin bei dir und gebe dich nicht auf!“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeiten der modernen Erziehung und führt in die Problematik zwischen übermäßiger Freiheit und autoritären Strukturen ein.

2. Begriffserklärung: Es erfolgt eine definitorische Abgrenzung der Konzepte autoritäre Erziehung, die auf Machtkonservierung basiert, und antiautoritäre Erziehung, die die kindliche Autonomie in den Mittelpunkt stellt.

3. Erziehung im Wandel – Ursachen und Folgen: Die historische Entwicklung von den autoritären Strukturen der Nachkriegszeit bis zur heutigen Verunsicherung von Eltern durch gesellschaftliche Einflüsse wird analysiert.

4. Autoritative Erziehung – allgemeine Definition: Dieses Kapitel präsentiert die autoritative Erziehung als Alternative, die durch liebevolle Führung und klare Regeln gekennzeichnet ist.

4.1 Entwicklungsfördernde und –hemmende Erziehung: Hier werden die fünf Säulen nach Tschöpe-Scheffler sowie entgegengesetzte, hemmende Erziehungsstile detailliert vorgestellt.

4.2 Autorität und Präsenz: Das Konzept der „Elterlichen Präsenz“ nach Haim Omer wird als Strategie bei kindlichem Fehlverhalten vorgestellt.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass es keine perfekte Erziehung gibt, sondern Eltern in die Lage versetzt werden müssen, Fehler zu reflektieren und Orientierung zu bieten.

Schlüsselwörter

Autoritative Erziehung, autoritärer Erziehungsstil, antiautoritäre Erziehung, elterliche Präsenz, Haim Omer, Erziehungswandel, Kindeserziehung, entwicklungsfördernde Erziehung, Sigrid Tschöpe-Scheffler, Erziehungsfehler, Partnerschaftlich-demokratischer Erziehungsstil, Werteerziehung, Familiendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Erziehungsstilen, insbesondere dem Spannungsfeld zwischen autoritärer Strenge und antiautoritärer Freiheit, und sucht nach einer zeitgemäßen Alternative.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historischen Wandlungen der Kindererziehung, die Definition von Erziehungsstilen und praktische Konzepte zur Stärkung der elterlichen Autorität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den autoritativen Erziehungsstil als konstruktiven Weg aufzuzeigen, der Liebe mit klaren Grenzen verbindet und Eltern von dem Druck befreit, alles perfekt machen zu müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse pädagogischer Theorien sowie die Auswertung soziologischer Statistiken und Experteninterviews zur Einordnung aktueller Erziehungstrends.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung der Stile, die Analyse der Ursachen für den Wandel in der Gesellschaft sowie die Vorstellung konkreter Erziehungskonzepte wie die „Elterliche Präsenz“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autoritative Erziehung, elterliche Präsenz, entwicklungsfördernde Erziehung, sowie die Begriffe Macht, Grenzen und Autonomie.

Was besagen die „fünf Säulen“ in der Erziehung?

Sie definieren Rahmenbedingungen wie emotionale Wärme, Achtung, Kooperation, Struktur und Verbindlichkeit, die für eine gesunde kindliche Entwicklung essenziell sind.

Wie kann „Elterliche Präsenz“ bei aggressivem Verhalten helfen?

Die Methode nach Haim Omer ermöglicht es Eltern, durch gewaltfreien Widerstand ihre Machtlosigkeit zu überwinden und dem Kind ein klares, aber wertschätzendes Signal der Führung zu geben.

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Details

Title
Eltern zwischen autoritärer und antiautoritärer Erziehung. Kindererziehung in der modernen Gesellschaft
College
University of Augsburg
Course
Autorität und Erziehung
Grade
1,3
Author
Melanie Bilzer (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V88567
ISBN (eBook)
9783638043717
ISBN (Book)
9783638942980
Language
German
Tags
Eltern Erziehung Kindererziehung Gesellschaft Autorität Erziehung Autoritative Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Bilzer (Author), 2006, Eltern zwischen autoritärer und antiautoritärer Erziehung. Kindererziehung in der modernen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88567
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