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Bankensteuerung mit dem RAROC

Title: Bankensteuerung mit dem RAROC

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Undine Kempe (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Banken sind heutzutage an einer wert- und risikoorientierten Unternehmensführung ausgerichtet. Da die Aktivitäten einer Bank mit Marktrisiken, Kreditrisiken und operationellen Risiken verbunden sind und diese aufgrund betriebswirtschaftlicher Überlegungen und gesetzlicher Vorschriften eine wichtige Rolle spielen, sind Entscheidungsträger von Banken meist mit einer Relation zwischen Risiko und Rendite konfrontiert. Die Grundlage der Rendite- und Risikosteuerung ist die risikoadjustierte Performancemessung (RAPM), die am Ende der siebziger Jahre von dem amerikanischen Investmentbank Bankers Trust eingeführt wurde, um die risikoadjustierte Performance des Handelsgeschäfts der Bank zu messen. Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über ausgewählte risikoadjustierte Performancemaße in Banken zu erhalten und die Untersuchung wie RAPM von Banken genutzt werden um eine gezielte optimale Risikosteuerung durchzuführen.

Darauf aufbauend gliedert sich die vorliegende Arbeit in zwei Schwerpunkte. Nach einer kurzen Charakterisierung der bestehenden Risikoarten und der Bedeutung des Risikokapitals werden Methoden der Risikoaggregation erläutern, welche sich grob in bottom-up und top-down Ansätze einteilen lassen. Bottom-up Ansätze lassen detaillierte Analysen zu, bringen jedoch einen weitaus größeren Arbeitsaufwand mit sich, während top-down Ansätze von aggregierten Daten, nämlich Verlustverteilungen ausgehen, was letztlich in der Praxis häufiger Anwendung findet. Kapital 2 schließt mit einem Beispiel der Deutsche Bank AG zur Berechnung des ökonomischen Kapitals ab.

Der zweite Schwerpunkt der wissenschaftlichen Darstellung wird von Kapital 3 gebildet und beginnt mit einer kurzen Einführung allgemeiner RAPM-Kennzahlen. Ferner werden die ausgewählten Beispiele Return-on-Risk-Adjusted-Capital (RORAC) und Risk-Adjusted-Return-on-Capital (RAROC) näher beleuchtet. Gefolgt von einem Berechnungsbeispiel der Kennzahlen, wird auf die Verwendung des Kennzahlensystems eingegangen bzw. darauf, wie mithilfe von RAPM eine Bank gesteuert werden kann und welche Probleme dabei auftreten können. Zuletzt ist eine Zusammenfassung formuliert, welche die Betrachtung abrunden soll und Verbesserungsmöglichkeiten andeutet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risiken einer Bank

2.1. Risikoarten

2.2. Bedeutung des ökonomischen Kapitals

2.3. Verfahren zur Bestimmung des ökonomischen Kapitals

2.4. Beispiel: Ökonomisches Kapital der Deutsche Bank AG

3. Risikoadjustierte Performancemaße

3.1. RAPM-Kennzahlen

3.2. Return on Riskadjusted Capital (RORAC)

3.3. Risk Adjusted Return on Risk Adjusted Capital (RARORAC)

3.4. Beispiel zur Berechnung von RORAC, RAROC und EVA

3.5. Verwendung von RAPM und damit einhergehende Probleme

3.5.1. Verwendung risikoadjustierter Performancemessung

3.5.2. Problematische Bestimmung der Hurdle Rate

3.5.3. Problematische Anreizsysteme für Mitarbeiter

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über ausgewählte risikoadjustierte Performancemaße im Bankensektor zu geben und zu untersuchen, wie diese Kennzahlen genutzt werden, um eine gezielte und optimale Risikosteuerung innerhalb der Institute zu implementieren.

  • Methoden zur Risikoaggregation und Bestimmung des ökonomischen Kapitals.
  • Analyse zentraler Kennzahlen wie RORAC, RAROC und EVA.
  • Optimierung der Banksteuerung durch risikoadjustierte Performancemessung (RAPM).
  • Herausforderungen bei der Kapitalallokation und der Festlegung von Hurdle Rates.
  • Problematiken bei der Ausgestaltung von Anreizsystemen für Mitarbeiter.

Auszug aus dem Buch

3.2. Return on Riskadjusted Capital (RORAC)

Die RAPM-Kennzahl mit risikoadjustierter Kapitalgröße auf Basis des VaR heißt RORAC (Return on Risk Adjusted Capital) und wird von der Deutschen Bundesbank so definiert:

RORAC = Nettoergebnis / Ökonomisches Kapital = Erwarteter Überschuss / Ökonomisches Kapital = (Erträge - Refinanzierungskosten - Betriebskosten - Risikokosten) / potentieller Verlust bei definierter Eintrittswahrscheinlichkeit

Die Risikoadjustierung erfolgt hier also auf der Kapitalbasis, d.h. das ökonomische Kapital beinhaltet bereits die Risikokomponente. Der Grundgedanke ist hier, dass jede Risikoposition mit Kapital unterlegt werden muss und je höher das Risiko, desto höher ist infolgedessen auch der Kapitalbedarf, für den ein entsprechender Preis zu verrechnen ist. Vorteilhaft bei dieser Risikomessgröße ist die Tatsache, dass es sich um eine einheitliche Methode handelt, die bei allen Risiken und Geschäftsfeldern Anwendung findet, wobei jedoch nicht die generelle Vorteilhaftigkeit von Investitionen beurteilt werden kann, da eine externe Referenzgröße nötig ist. In Anlehnung an diese Tatsache kann der RORAC vielmehr als Kennzahl zur Bestimmung einer Rangordnung von Transaktionen betrachtet werden. Da also im Normalfall ein positiver RORAC als Indiz für eine gute Performance nicht ausreicht, bedient man sich einer Hurdle Rate RORACH, die eine risikoadjustierte Zielrendite darstellt, d.h. eine aus dem Kapitalmarkt abgeleitete Marktrendite des ökonomischen Kapitals.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der risikoadjustierten Unternehmensführung in Banken und definiert das Ziel der Arbeit, die Nutzung von RAPM-Kennzahlen zur Risikosteuerung zu analysieren.

2. Risiken einer Bank: Dieses Kapitel charakterisiert die bedeutendsten Risikoarten, erläutert die Bedeutung des ökonomischen Kapitals und stellt Verfahren zu dessen Bestimmung sowie ein Praxisbeispiel der Deutschen Bank AG vor.

3. Risikoadjustierte Performancemaße: Hier werden zentrale RAPM-Kennzahlen wie RORAC und RAROC eingeführt, deren Berechnung illustriert und der Einsatz sowie die damit verbundenen Probleme in der Bankpraxis diskutiert.

4. Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung der risikoadjustierten Performancemessung zusammen und verweist auf moderne Ansätze wie den Conditional-Value-at-Risk sowie die Notwendigkeit einer sorgfältigen Eigenkapitalallokation.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Bankensteuerung, RAROC, RORAC, EVA, ökonomisches Kapital, Value-at-Risk, RAPM, Performance, Kapitalallokation, Hurdle Rate, Marktrisiko, Kreditrisiko, Risikoaggregation, Risikosteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Risikomanagement in Banken und der zentralen Rolle der risikoadjustierten Performancemessung bei der Banksteuerung.

Was sind die zentralen Themenfelder dieser Seminararbeit?

Zentrale Themen sind die Risikoarten im Bankwesen, die Bestimmung des ökonomischen Kapitals, die Analyse risikoadjustierter Kennzahlen sowie deren Anwendung bei der Steuerung von Geschäftsbereichen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über ausgewählte risikoadjustierte Performancemaße zu geben und zu untersuchen, wie diese Kennzahlen eine gezielte Risikosteuerung innerhalb von Banken ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse bankbetrieblicher Steuerungssysteme unter Einbeziehung von Modellen wie dem von Merton und der Verwendung von Value-at-Risk-basierten Kennzahlen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Klassifizierung von Bankrisiken, die Berechnung und den Vergleich von Kennzahlen wie RORAC, RAROC und EVA sowie die Probleme bei der Kapitalallokation und der Anreizgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Risikomanagement, Bankensteuerung, RAROC, RORAC, ökonomisches Kapital und Performancemessung.

Wie unterscheidet sich der RAROC von dem klassischen RORAC?

Der RAROC ist eine Weiterentwicklung, bei der vom Nettoergebnis des RORAC die Hurdle Rate subtrahiert wird, um den risikoadjustierten Mehrwert (EVA) bezogen auf das ökonomische Kapital zu ermitteln.

Warum spielt die Korrelation bei der Bestimmung des ökonomischen Kapitals eine Rolle?

Die Berücksichtigung von Korrelationen ermöglicht die Identifikation von Diversifikationseffekten, wodurch das ökonomische Kapital präziser bestimmt werden kann, anstatt lediglich die Risikowerte einzelner Geschäftsbereiche zu summieren.

Welches Problem beschreibt die asymmetrische Entscheidungsfunktion bei Anreizsystemen?

Da Mitarbeiter bei Erreichen der Hurdle Rate Prämien erhalten, im gegenteiligen Fall aber nicht persönlich haften, neigen sie potenziell dazu, höhere Risiken einzugehen, die nicht dem Risikoappetit der Eigenkapitalgeber entsprechen.

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Details

Title
Bankensteuerung mit dem RAROC
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Finanzwirtschaft)
Course
Risikomanagement
Grade
2,0
Author
Undine Kempe (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V88394
ISBN (eBook)
9783638024471
Language
German
Tags
Bankensteuerung RAROC Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Undine Kempe (Author), 2007, Bankensteuerung mit dem RAROC, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88394
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