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Ausbildung in Pflegeberufen: Entwicklung eines Weiterbildungscurriculum für Praxisanleiterinnen in Nordrhein-Westfalen

Title: Ausbildung in Pflegeberufen: Entwicklung eines Weiterbildungscurriculum für Praxisanleiterinnen in Nordrhein-Westfalen

Diploma Thesis , 2006 , 197 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Berufspäd. (FH) Regina Nienhaus (Author), Beate Naumer (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Eine qualitätsorientierte Ausbildung in den Pflegeberufen setzt einen Transfer der in der Theorie vermittelten Inhalte in die Praxis voraus. Unterstützt wird diese aus berufspädagogischer Sicht immens wichtige Arbeit durch Mentorinnen und Praxisanleiterinnen. Auch die derzeit gültigen gesetzlichen Grundlagen (KrPflGAPrV 2003, APflGAPrV 2002) fordern den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern der Pflege. Auf Grundlage dieser Gesetze sind erstmals durch die Bundesländern Vorgaben erlassen worden, die die Weiterbildungsstrukturen für diese Berufsgruppe regeln.

Der vom Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen (MGSFF) im Jahr 2004 herausgegebene Erlass beschreibt hilfreich Rahmenbedingungen für die Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen zur Praxisanleiterin auf der Grundlage der im Jahr 2003 vom MGSFF herausgegebenen Ausbildungsrichtlinie für Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegeberufe. Allerdings fehlen grundsätzliche curriculare Angaben zur Umsetzung dieses Erlasses.
Vor diesem Hintergrund wird in dieser Diplomarbeit ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Berufs- und Pflegepädagogik begründetes Curriculum vorgestellt. Durch die halboffene Struktur kann die inhaltliche Ausgestaltung der Praxisanleiter-Weiterbildung in Verbindung mit dem schuleigenen Curriculum weiterhin differenziert und angepasst werden. Damit wird die Kompatibilität zwischen Ausbildungs- und Weiterbildungsstrukturen der jeweiligen Einrichtungen sowie deren individuelle Zielsetzungen berücksichtigt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dieses Curriculum auch innerhalb anderer landesrechtlicher Vorgaben als Grundlage zu nutzen.

Das Weiterbildungscurriculum für Praxisanleiterinnen wurde durch empirische Untersuchungen und Analysen praxisnah entwickelt. Durch den Diskurs mit Pflegenden und Lehrenden sind so Entscheidungen innerhalb der Curriculumkonstruktion getroffen worden, die sich in den didaktischen Prinzipien, Zielen und Inhalten der Lernbereiche wieder finden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Literaturrecherche

3. Einleitung

Teil A

4. Veränderungen in den Anforderungen und der Qualifikation zur Praxisanleiterin aufgrund berufspolitischer Grundlagen

4.1. Darstellung bisheriger Fort- und Weiterbildungen für Praxisanleiterinnen und Mentorinnen in der Pflege bis 2004

4.1.1. Qualifikationsmaßnahmen für Anleitende in den Pflegeberufen

4.1.2. Begriffserläuterungen und -bestimmungen

4.2. Neue Entwicklungen aufgrund gesetzlicher Grundlagen

4.2.1. Krankenpflegegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung 2003 - Bundesrechtliche Grundlagen -

4.2.2. Ausbildungsrichtlinie für die staatlich anerkannten Kranken und Kinderkrankenpflegeschulen in NRW 2003 - Landesrechtliche Grundlagen -

4.2.3. Aufgaben der Praxisanleitung und landeseinheitliche Kriterien für eine Praxisanleiter/-innen Weiterbildung sowie zur Anrechnung berufspädagogischer Zusatzqualifikationen in NRW 2004 (Erlass)

4.3. Stellungnahmen berufständischer Organisationen

4.3.1. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG): Positionspapier zur Praxisanleitung und zur Praxisbegleitung auf der Grundlage des KrPflG 2003

4.3.2. Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe (DBR) - Vernetzung von theoretischer und praktischer Pflegeausbildung

4.3.3. Caritas-Verbände - Denkanstöße für die praktische Pflegeausbildung

4.4. Abschließende Betrachtung

5. Neue Entwicklungen aufgrund berufspädagogischer Konzepte

5.1. Die Kompetenzorientierung

5.1.1. Die Ebene der Pädagogik – der Kompetenzbegriff bei LÖWISCH

5.1.2. Die Ebene der beruflichen Bildung

5.1.3. Die Ebene der Pflegepädagogik – die berufliche Handlungskompetenz nach WITTNEBEN

5.1.4. Abschließende Betrachtung

5.2. Die Lernorientierung

5.2.1. Die grundlegenden Lerntheorien

5.2.2. Das Lernen von Menschen in bestimmten Lebensphasen

5.2.3. Der pädagogische Konstruktivismus nach SIEBERT

5.2.4. Die lerntheoretischen Grundlagen nach KAISER

5.2.5. Das selbstgesteuerte Lernen

5.2.6. Abschließende Betrachtung

5.3. Die Handlungsorientierung

5.3.1. Der Begriff der Handlung

5.3.2. Die Handlungsorientierung und die Professionalisierung

5.3.3. Handlungsorientierung in der Didaktik

5.3.4. Handlungsorientierung in der Fachdidaktik

5.3.5. Abschließende Betrachtung

6. Der Curriculumkonstruktionsprozess

6.1. Erläuterungen zum Curriculumbegriff und der Konstruktion von Curricula

6.1.1. Der Lehrplan

6.1.2. Die Richtlinie

6.1.3. Das Curriculum unter situationsanalytischer und offener Perspektive

6.1.4. Anforderungen an berufliche Curricula

6.2. Der Curriculumkonstruktionsprozess nach SIEBERT

6.2.1. Strukturmerkmale und Bedingungsfaktoren für die Erwachsenenbildung nach SIEBERT

6.3. Begründungsrahmen

6.3.1. Das Berufsverständnis

6.3.2. Der pflegetheoretische Bezugsrahmen

6.3.3. Das Bildungsverständnis

6.4. Analyse der Verwendungssituationen und Qualifikationen von Praxisanleiterinnen

6.4.1. Analyse der Berufssituationen und Qualifikationen

6.4.2. Beteiligung der Expertinnen

6.4.3. Lernbereiche des Praxisanleiter Erlasses

6.4.4. Zusammenfassung der Ergebnisse

6.5. Analyse von Lernvoraussetzungen von Praxisanleiterinnen

6.6. Analyse wissenschaftlicher Disziplinen

6.7. Strukturelemente: Lernbereiche – Themenbereiche – Lerneinheiten

6.8. Curriculumimplementation, -evaluation und –revision

6.8.1. Anwendung des Systemmanagement-Modells zur Evaluation

6.9. Abschließende Betrachtung

7. Zusammenfassung und Ausblick

Teil B

8. Curriculum für die Weiterbildung zum Praxisanleiter/ zur Praxisanleiterin für Pflegeberufe in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines einheitlichen Curriculums für die Weiterbildung zur Praxisanleiterin in Nordrhein-Westfalen, basierend auf den gesetzlichen Anforderungen und aktuellen berufspädagogischen Konzepten. Die Arbeit adressiert die Forschungsfrage, wie eine qualitätsorientierte und didaktisch fundierte Weiterbildung gestaltet werden kann, um den neuen gesetzlichen Anforderungen des Krankenpflegegesetzes gerecht zu werden und den Theorie-Praxis-Transfer zu optimieren.

  • Analyse berufspolitischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen für die Praxisanleitung in NRW.
  • Darstellung berufs- und pflegepädagogischer Konzepte (Kompetenz-, Lern- und Handlungsorientierung).
  • Entwicklung eines fundierten Curriculumkonstruktionsprozesses nach SIEBERT.
  • Konkretisierung von Lernbereichen und Qualifikationen für Praxisanleiterinnen.
  • Implementierung eines strukturierten Rahmencurriculums für die Weiterbildung.

Auszug aus dem Buch

4.2. Neue Entwicklungen aufgrund gesetzlicher Grundlagen

Die neuen Entwicklungen der gesetzlichen Grundlagen sind durch die Novellierung des Krankenpflegegesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung von 2003 begründet. Der Gesetzgeber hat damit auf die veränderten Rahmenbedingungen der Pflege reagiert und ist den Entwicklungen innerhalb des Pflegeberufes seit der letzten gesetzlichen Erneuerung gefolgt. Dabei wurden im Gesetzgebungsverfahren vor allem die Entwicklung der Pflegewissenschaft, die sozialrechtlichen Veränderungen und die zukünftigen demografischen Entwicklungen als neue Herausforderungen für den Pflegeberuf gesehen (vgl. Deutscher Bundestag, Drucksache 15/804, S.1).

4.2.1. Krankenpflegegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung 2003 - Bundesrechtliche Grundlagen -

Die gesetzlichen Grundlagen für die Ausbildung zur Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegerin auf Bundesebene basieren auf das Krankenpflegegesetz und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung aus dem Jahr 2003.

Das neue Krankenpflegegesetz berücksichtigt mit folgenden Ansätzen die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Pflegende:

Zusammenfassung der Kapitel

4. Veränderungen in den Anforderungen und der Qualifikation zur Praxisanleiterin aufgrund berufspolitischer Grundlagen: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Neuerungen durch das Krankenpflegegesetz 2003 und deren Auswirkungen auf die Qualifikationsanforderungen von Praxisanleiterinnen in NRW.

5. Neue Entwicklungen aufgrund berufspädagogischer Konzepte: Hier werden aktuelle pädagogische Ansätze, insbesondere die Kompetenz-, Lern- und Handlungsorientierung, im Kontext der Pflegeausbildung und Weiterbildung erörtert.

6. Der Curriculumkonstruktionsprozess: Dieser Abschnitt beschreibt systematisch die methodische Vorgehensweise zur Entwicklung des Curriculums, einschließlich der Analyse von Berufssituationen, Lernvoraussetzungen und der Anwendung von Evaluationsmodellen.

Schlüsselwörter

Praxisanleitung, Curriculum, Pflegeausbildung, Kompetenzorientierung, Berufspädagogik, Handlungsorientierung, Weiterbildung, Krankenpflegegesetz, Lernortkooperation, Pflegewissenschaft, Qualifikation, Lernprozesse, Berufsbild, NRW, Curriculumkonstruktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines strukturierten Curriculums für die Weiterbildung zur Praxisanleiterin in Nordrhein-Westfalen, um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Vorbereitung auf diese Aufgabe zu gewährleisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen der Pflegeausbildung, berufspädagogische Konzepte wie die Kompetenz- und Handlungsorientierung sowie die praktische Anwendung dieser Theorien in Form eines Curriculums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erstellung eines fundierten Curriculums, das den Gesetzgeber-Vorgaben entspricht und Praxisanleiterinnen dabei unterstützt, ihre Schlüsselrolle in der Ausbildung von Pflegenden professionell auszufüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorinnen nutzen Literaturanalysen, die Auswertung von Erlassen und Richtlinien sowie empirische Impulse aus Gruppendiskussionen mit Expertinnen und Praxisanleiterinnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse gesetzlicher Anforderungen, die Herleitung pädagogischer Konzepte und die detaillierte Beschreibung des Konstruktionsprozesses für ein halboffenes Rahmencurriculum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Praxisanleitung, Curriculum, Kompetenzorientierung, Handlungsorientierung und Pflegeausbildung geprägt.

Warum ist das "halboffene" Curriculum für die Praxis wichtig?

Es bietet einerseits Vergleichbarkeit und Struktur gemäß gesetzlicher Vorgaben, lässt den Bildungseinrichtungen aber gleichzeitig genügend Spielraum, um individuelle Schwerpunkte und Bedürfnisse der Teilnehmer zu berücksichtigen.

Welche Rolle spielt die Pflegewissenschaft in diesem Curriculum?

Die Pflegewissenschaft dient als leitendes Fach, das die Perspektive für die Anleitung bildet und als Bezugsrahmen für die inhaltliche Ausrichtung der Lernbereiche fungiert.

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Details

Title
Ausbildung in Pflegeberufen: Entwicklung eines Weiterbildungscurriculum für Praxisanleiterinnen in Nordrhein-Westfalen
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Grade
1,3
Authors
Dipl.-Berufspäd. (FH) Regina Nienhaus (Author), Beate Naumer (Author)
Publication Year
2006
Pages
197
Catalog Number
V88390
ISBN (eBook)
9783638024440
ISBN (Book)
9783638935241
Language
German
Tags
Entwicklung Curriculums Praxisanleiter-Weiterbildung Nordrhein-Westfalen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Berufspäd. (FH) Regina Nienhaus (Author), Beate Naumer (Author), 2006, Ausbildung in Pflegeberufen: Entwicklung eines Weiterbildungscurriculum für Praxisanleiterinnen in Nordrhein-Westfalen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88390
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