Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

Europäische Tradition und musical americanism

Studien zum symphonischen und konzertanten Schaffen George Gershwins

Title: Europäische Tradition und musical americanism

Thesis (M.A.) , 2007 , 106 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jennifer Ruwe (Author)

Musicology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit soll die Untersuchung der Einflüsse der traditionellen europäischen Kunstmusik auf das sinfonische und konzertante Schaffen Gershwins stehen. Inwieweit folgt der Komponist den Traditionen der gewählten Gattungen? Welche Kenntnis hatte Gershwin überhaupt von der europäischen Kunstmusik? Und wie verbinden sich diese Vorstellungen mit der Ideologie des Musical Americanism in seinen Werken? Es soll versucht werden, ausgehend von der musikalischen Analyse der Werke Rhapsody in Blue, Concerto in F, und An American in Paris und unter Zuhilfenahme überlieferter Zitate sowie biografischen Materials, das Verhältnis des Komponisten zur europäischen Musiktradition einerseits und der amerikanischen Identität andererseits herauszustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführende Betrachtungen

1.1. Der Weg in die Abhängigkeit: Kunstmusik in Amerika von den Anfängen bis zum Bürgerkrieg

1.2. Amerikanische Volksmusik

1.3. Europäisch geschulte Technik ohne Innovation: Kunstmusik in Amerika in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

1.4. Die Entstehung des Jazz

1.5. New York in den 1920ern

1.6. Musical Americanism – die Suche nach einer nationalen Musikästhetik

1.7. Musikalische Strömungen zwischen den Weltkriegen

1.7.1. Europäische Emigranten und Amerikanische Moderne

1.7.2. Die kunstmusikalische Rezeption des Jazz in Europa zu Lebzeiten Gershwins

2. George Gershwin – musikalischer Werdegang

3. Werke

3.1. Rhapsodie: Rhapsody in Blue

3.1.1. Gattungsbezüge

3.1.2. Form

3.1.3. Thematisch-motivische Arbeit

3.1.3.1. Die vier Themen

3.1.3.2. Grundmotiv, Sequenzbildung, klassisch-romantische und jazzige Elemente

3.2. Klavierkonzert: Concerto in F

3.2.1. Ausgangssituation und Entstehung

3.2.2. Gattungsgeschichtlicher Abriss und mögliche Vorbilder

3.2.3. Form

3.2.4. Thematisch-motivische Arbeit

3.2.4.1. Der erste Satz- grundlegende motivische Arbeit und die Themen A und B

3.2.4.2. Der zweite Satz – Thema C und D und das Blues-Band

3.2.4.3. Der dritte Satz – Thema E, Hilfsgedanke mit Fugato, Rückblicke

3.2.5. Europäisch-traditionelle Elemente

3.3. Sinfonische Dichtung: An American in Paris

3.3.1. Voraussetzungen und die Gattungsidee nach Liszt

3.3.2. Die Sinfonische Dichtung um die Jahrhundertwende in Europa

3.3.3. An American in Paris: Form

3.3.4. “In the manner of Debussy and the Six”?

3.3.5. Besondere Stellung der Komposition

3.3.6. Analyse

3.3.6.1. Erster Teil - Paris

3.3.6.2. Zweiter Teil – Amerika

3.3.6.3. Dritter Teil – Resümee

4. Ergebnisse

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von George Gershwins sinfonischem und konzertantem Schaffen zur europäischen Musiktradition und zur Identität des "Musical Americanism". Dabei wird analysiert, wie Gershwin jazzbasierte Elemente in klassisch-romantische Gattungsformen integriert und ob er dabei einen eigenständigen Personalstil entwickelt oder lediglich eklektizistische Ansätze verfolgt.

  • Analyse der Einflüsse der europäischen Klassik und Romantik auf Gershwins Werke.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und Formgebung von Rhapsody in Blue, Concerto in F und An American in Paris.
  • Erforschung der Rolle des Jazz als "nationale Zutat" in der amerikanischen Kunstmusik.
  • Diskussion des Begriffs "Musical Americanism" und dessen Bedeutung für Gershwin.
  • Evaluierung von Gershwins technischem kompositorischen Anspruch gegenüber seinem Status als popularmusikalischem Komponisten.

Auszug aus dem Buch

3.3.3. An American in Paris: Form

Das Thema der sinfonische Dichtung An American in Paris ist ein biografisches. Wie bereits der Titel angibt, handelt es sich um den Aufenthalt eines Amerikaners in Paris; genauer: um George Gershwin während seiner zwei Parisreisen 1926 und 1928. Gershwin erklärt selbst den engen Zusammenhang zwischen seinen Impressionen der europäischen Metropole und dem Stück, ebenso distanziert er sich jedoch auch von einer tiefer gehenden Programmatik: „ […] I’ve not endeavoured to present any definite scenes in this music […] The rhapsody is programmatic only in a general impressionistic way, so that the individual listener can read into the music such episodes as his imagination pictures for him.”112 Ganz Liszts Idee entsprechend wird die Form durch den Inhalt bestimmt. Der bereits im Titel ausgedrückte Dualismus Amerika-Paris ist Grundlage des der Komposition zugrunde liegenden schlichten Formkonzepts: Der erste Teil ist Paris gewidmet („The opening part will be developed in typical French style, in the manner of Debussy and the Six […]“113 - auf den scheinbaren Widerspruch dieser Inspirationsquellen soll später noch eingegangen werden), ein zweiter, etwa gleich langer Teil, ist dann Amerika gewidmet, während die letzten etwa 100 Takte ein codaähnliches Resümee bilden. Die beiden Hauptteile stehen sich dabei wie eigenständige Sätze gegenüber – sie teilen weder Charakter, noch Tonart oder Themen. Um beide Teile trotz ihrer Eigenständigkeit für das sinfonische Gesamtkonzept offen zu halten geht Gershwin zweierlei Wege: der Paristeil ist zwar harmonisch, jedoch nicht thematisch abgeschlossen, beim Amerikateil ist es umgekehrt. Darüber hinaus wird Zusammenhalt auch durch die besondere Rolle der Solovioline gewährleistet, die wie ein Führer jeden neuen Formabschnitt einleitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführende Betrachtungen: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Kunstmusik in den USA von den Anfängen bis zur Mitte der 1920er Jahre, einschließlich der Entstehung des Jazz und des Konzepts des "Musical Americanism".

2. George Gershwin – musikalischer Werdegang: Hier wird die Biografie Gershwins skizziert, wobei der Schwerpunkt auf seiner Ausbildung und seinem ambivalenten Verhältnis zwischen populärer Unterhaltungsmusik und dem Streben nach Anerkennung als klassischer Komponist liegt.

3. Werke: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten musikalischen Analyse von Rhapsody in Blue, Concerto in F und An American in Paris hinsichtlich ihrer formalen, thematischen und stilistischen Charakteristika.

4. Ergebnisse: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bewertet Gershwins Kompositionsstil, seine Stellung zwischen den Welten von Jazz und Klassik sowie die Beständigkeit seines Werks.

Schlüsselwörter

George Gershwin, Rhapsody in Blue, Concerto in F, An American in Paris, Musical Americanism, Jazz, Kunstmusik, Europäische Musiktradition, Musikgeschichte USA, Sinfonische Dichtung, Klavierkonzert, Stilistik, Formanalyse, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht das sinfonische und konzertante Werk von George Gershwin und analysiert, wie er traditionelle europäische Musikformen mit Elementen des Jazz und einer amerikanischen Identität verbindet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der amerikanischen Kunstmusik, die Rolle des Jazz in der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts und das Konzept des "Musical Americanism".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gershwin durch die bewusste Verwendung klassischer Strukturen und musikalischer Idiome versucht hat, eine eigenständige amerikanische Kunstmusiksprache zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet primär eine musikalische Analyse der drei zentralen Werke, ergänzt durch die Auswertung biographischer Quellen und zeitgenössischer musiktheoretischer Debatten.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt ausführlich die formale Anlage, die thematisch-motivische Arbeit und die Integration von Jazz-Elementen in Rhapsody in Blue, Concerto in F und An American in Paris.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter der Studie?

Wichtige Begriffe sind Gershwin, Jazz, Musical Americanism, klassisch-romantische Tradition und moderne Musiksprache.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem "Paris-Teil" und dem "Amerika-Teil" in *An American in Paris* eine Rolle?

Die Unterscheidung verdeutlicht Gershwins Versuch, unterschiedliche kulturelle Impressionen musikalisch abzubilden, wobei er spezifische Idiome für die europäische Metropole und die amerikanische Heimat wählt.

Wie bewertet die Arbeit Gershwins Rolle als Komponist?

Die Arbeit zeichnet Gershwin als einen Komponisten, der trotz fehlender formaler klassischer Ausbildung einen unverkennbaren Personalstil schuf, der bis heute sowohl populär als auch fachwissenschaftlich hoch geschätzt wird.

Excerpt out of 106 pages  - scroll top

Details

Title
Europäische Tradition und musical americanism
Subtitle
Studien zum symphonischen und konzertanten Schaffen George Gershwins
College
Academy of Music Würzburg  (Musikwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Jennifer Ruwe (Author)
Publication Year
2007
Pages
106
Catalog Number
V87327
ISBN (eBook)
9783638010665
Language
German
Tags
Europäische Tradition
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Ruwe (Author), 2007, Europäische Tradition und musical americanism, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87327
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  106  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint