Für eine wissenschaftliche Arbeit ist die Kenntnis der zu behandelnden Thematik wichtig; jedoch kann sie nicht ohne genaue Planung (Zieldefinition, Fragestellung, Hypothese etc) durchgeführt werden. Eine zentrale Stellung wird von der Statistik eingenommen, erlaubt sie doch, Versuche ökonomisch zu planen und repräsentative Ergebnisse zu liefern. Daher sollen diese beiden Punkte in der vorliegenden Arbeit ausführlicher dargestellt werden. Im zweiten Teil werden grundlegende statistische Formeln vorgestellt, die für weitere Vorstellungen wichtig sind. Es wird dann nicht mehr explizit auf die vorgestellten Formeln hingewiesen, sondern nur noch die Symbolschreibweise verwendet. Im dritten Abschnitt werden statistische Methoden zur Erfassung und Beurteilung biologischer Proben vorgestellt. Dort werden die für den jeweiligen Teilbereich wichtigen Grundlagen und Formeln aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
- A Einleitung
- B Statistische Grundlagen
- 1 Größeverteilung
- 2 Längen-Gewicht-Relation
- C Beprobung und Energiefluss
- 1 Berechnung der benötigten Probenzahl für ein homogenes Gebiet
- 2 Probennahme in einem heterogenen Gebiet
- 3.1 Wachstum
- 3.1.1 Ford-Walford-Plot
- 3.1.2 Gulland-Holt-Plot
- 3.1.3 van Bertalanffy-Plot
- 3.1.4 Munrow-Plot
- 3.1.5 Wachstumsindex
- 3.2 Sterblichkeit
- 3.2.1 Bestimmung der Gesamtsterblichkeit Z
- 3.2.1.1 Empirische Bestimmung nach Hoenig 1984
- 3.2.1.2 Mittlere Länge im Fang
- 3.2.1.3 Fangkurve
- 3.2.2 Bestimmung der natürlichen Mortalität und Fischereisterblichkeit
- 3.2.2.1 Effizienz und Fischereiaufwand
- 3.2.2.2 Empirische Beziehung nach Pauly (1979)
- 3.2.2.3 Alter bei Geschlechtsreife (Rikther & Evanov 1976)
- 3.2.2.4 Ausbeutungsrate
- 3.3 Rekrutierung
- 3.3.1 Ricker-Modell (1954)
- 3.3.2 Beverton-Holt-Modell (1957)
- 3.3.3 Analytische / dynamische Ertragsmodelle (yield per recruit models)
- 3.3.3.1 Thompson-Bell-Modell
- 3.3.3.2 Graham-Schaefer-Modell (Anfang 1920er)
- 3.3.3.3 Fox-Modell (1972)
- 3.3.3.4 Empirisch nach Ricker (1975)
- 4 Selektivität
- 4.1 Schleppnetz
- 4.2 Treib- oder Kiemennetz und Langleinen
- Statistische Grundlagen für die Analyse von biologischen Daten
- Beprobungsmethoden und die Berechnung der benötigten Probenzahl
- Wachstums- und Sterblichkeitsmodelle in biologischen Populationen
- Einfluss von Selektivität auf die Effizienz von Fangmethoden
- Anwendungen von Biostatistik in der Fischerei und Ökologie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit widmet sich der Biostatistik und den Grundlagen der Beprobung im Kontext biologischer Forschung. Sie legt den Fokus auf die Anwendung statistischer Methoden zur Planung, Durchführung und Analyse von Untersuchungen, die sich mit der Erfassung, Beurteilung und dem Verständnis von biologischen Populationen befassen. Ziel ist es, ein solides Fundament an statistischen Kenntnissen zu vermitteln, das für die wissenschaftliche Arbeit in verschiedenen Bereichen der Biologie, insbesondere im Bereich der Fischerei und Ökologie, unerlässlich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit statistischen Grundlagen, insbesondere mit der Beschreibung von Größeverteilungen und der Längen-Gewicht-Relation. Es werden wichtige statistische Kennwerte wie Mittelwert, Standardabweichung und Variationskoeffizient erläutert. Das zweite Kapitel widmet sich der Beprobung und dem Energiefluss in biologischen Populationen. Es werden Methoden zur Berechnung der benötigten Probenzahl für verschiedene Szenarien vorgestellt, wobei sowohl homogene als auch heterogene Gebiete betrachtet werden. Das Kapitel behandelt außerdem wichtige Aspekte des Wachstums und der Sterblichkeit von Populationen, die mithilfe von Modellen wie dem Ford-Walford-Plot, dem Gulland-Holt-Plot und dem van Bertalanffy-Plot beschrieben werden können. Darüber hinaus werden verschiedene Methoden zur Bestimmung der Gesamtsterblichkeit, der natürlichen Mortalität und der Fischereisterblichkeit diskutiert. Abschließend befasst sich das zweite Kapitel mit der Rekrutierung von Populationen und stellt verschiedene Modelle wie das Ricker-Modell, das Beverton-Holt-Modell und analytische Ertragsmodelle vor. Das dritte Kapitel widmet sich der Selektivität von Fangmethoden und untersucht, wie verschiedene Fischereigeräte wie Schleppnetze, Treibnetze und Langleinen die Zusammensetzung der gefangenen Fische beeinflussen.
Schlüsselwörter
Biostatistik, Beprobung, Größeverteilung, Längen-Gewicht-Relation, Energiefluss, Wachstum, Sterblichkeit, Rekrutierung, Selektivität, Fischerei, Ökologie, statistische Modelle, Fangmethoden.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Biostatistik in der biologischen Forschung?
Sie ermöglicht die ökonomische Planung von Versuchen, die Erstellung von Hypothesen und die Gewinnung repräsentativer Ergebnisse aus biologischen Proben.
Wie berechnet man die benötigte Probenzahl?
Die Arbeit stellt Formeln vor, um die Probenzahl sowohl für homogene als auch für heterogene Gebiete präzise zu bestimmen.
Was beschreibt das van Bertalanffy-Modell?
Es ist ein mathematisches Modell zur Beschreibung des Wachstums von Individuen in einer Population, das häufig in der Fischereibiologie genutzt wird.
Was ist der Unterschied zwischen natürlicher Mortalität und Fischereisterblichkeit?
Natürliche Mortalität umfasst Todesfälle durch Alter oder Fressfeinde, während Fischereisterblichkeit gezielt die Entnahme durch den Menschen beschreibt.
Wie beeinflusst die Selektivität von Netzen den Fang?
Verschiedene Fanggeräte (Schleppnetze, Kiemennetze) selektieren Fische nach Größe und Art, was statistisch erfasst werden muss, um Bestände korrekt zu beurteilen.
- Quote paper
- Christian Germer (Author), 1999, Biostatistik und Grundlagen der Beprobung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8724