STUNDENZIELE: SuS sollen anhand zweier Quellen unterschiedliche Perspektiven auf den Sachverhalt „Bäuerliche Arbeit in Ägypten“ kennen lernen (Prinzip der Multiperspektivität) und sich auf der Grundlage eigenständig ein Urteil bilden
Inhaltsverzeichnis
- Unterrichtsentwurf
- Zeit/Phase
- Einstieg
- Erarbeitung I
- Erarbeitung II
- Plateau
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, den Schülern die Vielseitigkeit der bäuerlichen Arbeit in Ägypten anhand verschiedener Quellen zu vermitteln. Dabei soll der Schwerpunkt auf der Analyse von Bild- und Textquellen liegen, um unterschiedliche Perspektiven auf den Sachverhalt zu erlangen und ein eigenes Urteil zu bilden.
- Analyse von Bild- und Textquellen zur bäuerlichen Arbeit in Ägypten
- Entwicklung von Perspektiven und Interpretationen anhand der Quellen
- Bewertung der körperlichen Anstrengungen der dargestellten Tätigkeiten
- Differenzierung des Einflusses von Mensch und Natur auf den Ackerbau
- Reflexion über die Motivlage des Geschichtsschreibers Herodot
Zusammenfassung der Kapitel
Einstieg
Die Schüler werden durch die Präsentation einer Bildquelle (M1) in das Thema der Stunde eingeführt. Sie sollen die Bildquelle analysieren und anhand der dargestellten Tätigkeiten die körperliche Anstrengung der Bauern beurteilen.
Erarbeitung I
Anhand eines Arbeitsblattes (AB1) mit Sprechblasen werden die Schüler dazu angeregt, sich in die Gedanken und Gefühle der Bauern zu versetzen. Sie sollen die tägliche Arbeit aus deren Perspektive beschreiben und die körperliche Belastung bewerten.
Erarbeitung II
Die Schüler lernen den Geschichtsschreiber Herodot kennen und analysieren seinen Text (M3) über die Arbeit der Bauern in Ägypten. Sie sollen die Unterschiede zwischen der Bild- und der Textquelle herausarbeiten und bewerten, welche Quelle der Realität näher kommt.
Plateau
Im Plateau wird die Arbeitsfrage der Stunde bearbeitet. Die Schüler sollen ihre Erkenntnisse über den fruchtbaren Ackerbau in Ägypten differenzieren und die Bedeutung der Leistungen der Bauern sowie der Voraussetzungen des Nils herausarbeiten. Zudem sollen sie Vermutungen über Herodots Motivlage für seine Darstellung der bäuerlichen Arbeit anstellen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe des Unterrichtsentwurfs sind: bäuerliche Arbeit, Ägypten, Nil, Quellenanalyse, Multiperspektivität, Herodot, Perspektiven, körperliche Anstrengung, fruchtbarer Ackerbau, Motivanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Unterrichtsstunde zum alten Ägypten?
Schüler sollen unterschiedliche Perspektiven auf die bäuerliche Arbeit gewinnen und lernen, Bild- und Textquellen kritisch miteinander zu vergleichen.
Was bedeutet "Multiperspektivität" im Geschichtsunterricht?
Es bedeutet, ein historisches Ereignis aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten – hier z.B. aus der Sicht der Bauern (Bildquelle) und aus der Sicht des Chronisten Herodot.
Wie beschrieb Herodot die Landwirtschaft in Ägypten?
Herodot stellte die Arbeit oft als sehr leicht dar, da der Nil den Boden quasi von selbst fruchtbar mache. Die Schüler sollen prüfen, ob diese Darstellung der Realität entspricht.
Welche Rolle spielte der Nil für die Bauern?
Der Nil war die Lebensader; seine regelmäßigen Überschwemmungen lieferten fruchtbaren Schlamm, erforderten aber auch harte körperliche Arbeit bei der Bewässerung und Aussaat.
Wie werden die Schüler zur Quellenanalyse angeregt?
Durch Methoden wie das Ausfüllen von Sprechblasen in Bildquellen, um sich in die Lage der arbeitenden Menschen zu versetzen und deren Anstrengung zu bewerten.
- Quote paper
- Karin Busch (Author), 2005, Unterrichtsstunde: Bäuerliche Arbeit in Ägypten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86903