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Alexander der Große – Seine Rezeption in der römischen Antike

Titre: Alexander der Große – Seine Rezeption in der römischen Antike

Dossier / Travail , 2007 , 35 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Florian Gils (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Immer wieder tauchen in der Weltgeschichte Persönlichkeiten auf, deren Wesen und Wirken Zeitgenossen und Nachwelt gleichermaßen fasziniert und beeinflußt. Kaiser Augustus gehört dazu, Karl der Große, in jüngerer Zeit Friedrich II. der Große von Preußen. Doch wohl kaum einer kann auf eine so lange und ungebrochene Tradition zurückblicken wie der Makedonenkönig Alexander III. der Große.
Sein fantastischer -und wohl auch unerwarteter- Siegeszug durch das Reich der Achaemeniden bis nach Indien, sein schon den Zeitgenossen undurchschaubar und widersprüchlich erscheinender Charakter und die Unsicherheit über seine eigentlichen und abschließenden Pläne, riefen bereits zu seinen Lebzeiten und kurz nach seinem frühen Tode panegyrische Lobpreisungen ebenso wie bittere Verleumdungen hervor.
Den Nachfolgern in seinem rasch zerfallenden Reich diente er als Legitimation ihrer eigenen Herrschaft, als Objekt des Heroenkultes, als glorreiche Figur einer glorreichen Vergangenheit. Fast folgerichtig wurde dann auch von den Römern auf ihn zurückgegriffen, insbesondere nach der Unterwerfung der diadochischen Nachfolgereiche, deren letztes, das Ptolemaierreich 31. v.Chr mit dem Tode Kleopatras VII. in den Herrschaftsbereich des Römischen Imperiums eingegliedert wurden.
Wie aber sah nun diese Rezeption aus?

In dieser Arbeit soll der Versuch unternommen werden, der Wirkung Alexanders auf die römische Gesellschaft von der Republik bis zum Untergang des Imperium Romanum nachzugehen. Da dabei ein Zeitraum von ca. 600 Jahren abzudecken sein wird, kann im Rahmen dieser Arbeit freilich kein Anspruch auf flächendeckende Vollständigkeit erhoben werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Von der Republik bis Augustus

2.1) Erste Kontakte – Ein heißes Eisen!

2.2) Römische Feldherren und Politiker

2.2a) Scipio Africanus – Vergöttlichung des Karthago-Zerstörers

2.2b) Pompejus – erfolgreicher Feldherr im Osten, aber Staatsmann in alter Tradition

2.2c) Julius Caesar – „Verdammt, noch nichts geleistet!“

2.2d) Marc Anton – Potentat im Osten nach Alexanders Vorbild?

2.2e) Octavian – „Ich will einen König sehen, keine Toten!“

2.3) Zusammenfassung

3) Das erste Jahrhundert n.Chr. bis zu den Adoptivkaisern

3a) Caligula – der Caesarenwahn und Alexander: kaiserlicher Karneval

3b) Nero – Der Künstler und sein Lehrer

3c) Zusammenfassung

4) Das zweite Jahrhundert: Adoptivkaiser. Entspannung zwischen Kaiser und Senat – Entspannung zu Alexander?

4a) Trajan – „Ach wär´ ich doch so jung wie Alexander!“

4b) Marc Aurel – Übe Demut und bedenke, daß Du vergänglich bist!

4c) Zusammenfassung

5) Von den Severern bis zum Untergang des Imperiums

5a) Septimius Severus – Alexander im Spannungsfeld der Thronkämpfe

5b) Caracalla – „Alexander“ als Realpolitik?

5c) Alexander Severus – Liebling der Historiker in der Nachfolge Caracallas

5d) Julian Apostata – „Ich fürchte die Größe Alexanders“

5e) Zusammenfassung

6) Schlußbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rezeption Alexanders des Großen in der römischen Gesellschaft über einen Zeitraum von etwa 600 Jahren, von der römischen Republik bis zum Untergang des Imperium Romanum. Ziel ist es, die Entwicklung dieses Alexanderbildes zu analysieren und zu prüfen, inwieweit Alexander als Vorbild für römische Feldherren und Kaiser diente.

  • Die Entwicklung der Alexander-Rezeption von der späten Republik bis zum Ende des Imperiums.
  • Die Rolle Alexanders als Vorbild für Machtansprüche römischer Politiker und Kaiser.
  • Die kritische Auseinandersetzung der antiken Historiographie und Philosophie mit der Figur Alexanders.
  • Die Abgrenzung von historischer Realität zur politisch motivierten Inszenierung oder Propaganda.
  • Die Bedeutung Alexanders in der offiziellen Kaiserideologie im Vergleich zur Alltagskultur.

Auszug aus dem Buch

2.2b) Pompejus – erfolgreicher Feldherr im Osten, aber Staatsmann in alter Tradition

Der Erste, der die Alexander-Angleichung offen betrieb, war Pompejus, und bei keinem anderen vor oder nach ihm fiel sie so deutlich aus:

For even his boyish loveliness had a gentle dignity about it, and in the prime and flower of his youthful beauty there was at once manifest the majesty and kingliness of his nature. His hair was inclined to lift itself slightly from his forehead, and this, with a graceful contour of face about the eyes, produced a resemblance, more talked about than actually apparent, to the portait statues of King Alexander. Wherefore, since many also applied the name to him in his earlier years, Pompey did not decline it, so that presently some called him Alexander in derision. Hence, too, Lucius Philippus, a man of consular rank, when pleading in his behalf, said that he was doing nothing strange, being Philip, he loved Alexander.

Plut. Pomp. 2, 1f

Daß diese Inszenierung mehr war als eine nachträgliche Verfärbung Plutarchs, legt Sallust hist. fragm. 88 nahe, das zeitgenössisch ist. Doch nicht nur in seinen Bildnissen versuchte Pompejus an Alexander anzuknüpfen. Daß er bereits in jungen Jahren in Afrika den Beinamen „magnus“ annahm, wird ebenfalls als Anlehnung an Alexander betrachtet. Im Osten trat er als Städtegründer (κτιστησ) auf und besonders während seines dritten Triumphzuges im Jahre 61. v.Chr. inszenierte er sich als Weltherrscher (κοσμοκρατορ) in Alexanders Nachfolge. Er trug dabei die von Mithradates erbeutete Chlamys Alexanders.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Einführung in die Bedeutung Alexanders des Großen als historische Persönlichkeit und Abriss über die Fragestellung der Arbeit bezüglich seiner Wirkung auf die römische Gesellschaft.

2) Von der Republik bis Augustus: Untersuchung der Anfänge der Alexander-Rezeption während der späten Republik, geprägt durch das Bestreben ehrgeiziger Politiker, sich in die Nachfolge des Eroberers zu stellen.

3) Das erste Jahrhundert n.Chr. bis zu den Adoptivkaisern: Analyse der Alexander-Rezeption unter den frühen Kaisern, wobei die negative Darstellung des „orientalischen Despoten“ durch stoische Philosophie dominiert.

4) Das zweite Jahrhundert: Adoptivkaiser. Entspannung zwischen Kaiser und Senat – Entspannung zu Alexander?: Betrachtung einer Phase, in der der Umgang mit der Figur Alexanders in Literatur und Philosophie differenzierter erscheint.

5) Von den Severern bis zum Untergang des Imperiums: Untersuchung der exzessiven Alexander-Verehrung in der Militärmonarchie der Severer und das abschließende Wirken Julian Apostatas.

6) Schlußbetrachtungen: Zusammenfassende Einschätzung der Alexander-Rezeption, die das Fehlen grundlegender Brüche feststellt und die Rolle Alexanders als zeitloses Vorbild für militärische Expansion betont.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Alexander-Rezeption, Römische Antike, Römische Republik, Prinzipat, Kaiserideologie, Imitatio Alexandri, Feldherrntum, Stoische Philosophie, Historiographie, Politische Propaganda, Ost-West-Auseinandersetzung, Weltherrschaft, Alexanderroman, Militärmonarchie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die römische Gesellschaft von der Zeit der späten Republik bis zum Ende des Imperium Romanum die Figur Alexanders des Großen wahrgenommen und rezipiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die politisch motivierte Nachahmung Alexanders (Imitatio Alexandri) durch römische Feldherren und Kaiser sowie die kritische Auseinandersetzung der antiken Philosophie und Geschichtsschreibung mit seinem Erbe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, inwieweit Alexander als Vorbild für römische Herrscher diente und ob ein Wandel in seiner Wahrnehmung über die Jahrhunderte hinweg festzustellen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen und historischen Analyse antiker Quellen, wobei auch archäologische Befunde und die Rezeption in der zeitgenössischen Rhetorik berücksichtigt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der späten Republik über das Prinzipat und die Zeit der Adoptivkaiser bis hin zur Spätantike und den Severern, wobei jeweils die spezifische Alexander-Rezeption der Akteure untersucht wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Alexander der Große, Imitatio Alexandri, Römische Kaiserzeit, Politische Ideologie und Römische Geschichtsschreibung.

Warum spielt die Alexander-Rezeption bei Pompejus eine so wichtige Rolle?

Pompejus war der erste bedeutende römische Politiker, der die Angleichung an Alexander aktiv und sichtbar betrieb, unter anderem durch Beinamen, Städtegründungen und die Inszenierung während seines Triumphzugs.

Welche Rolle spielt die stoische Philosophie bei der Beurteilung Alexanders?

Die stoische Philosophie zeichnete durch die Jahrhunderte hinweg ein eher negatives Bild Alexanders und nutzte ihn als „Negativ-Exempel“ eines Herrschers, dem es an philosophischer Mäßigung und Weisheit mangelte.

Warum ist das Beispiel des Caracalla so markant?

Caracalla ist ein Beispiel für eine exzessive, jenseits der üblichen Polemik kaum anzuzweifelnde Identifikation mit Alexander, die wahrscheinlich in engem Zusammenhang mit seinen militärischen Ambitionen im Osten stand.

Wie unterscheidet sich die Alexander-Rezeption von Julian Apostata von der seiner Vorgänger?

Julian Apostata wird von der Forschung als der letzte große Alexander-Rezipient gesehen, wobei seine Rezeption sowohl in seinen eigenen Schriften als auch in der polemischen Auseinandersetzung mit seinen christlichen Zeitgenossen im Kontext der heidnischen Restauration steht.

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Résumé des informations

Titre
Alexander der Große – Seine Rezeption in der römischen Antike
Université
University of Frankfurt (Main)
Cours
Alexander der Große
Note
1,7
Auteur
Florian Gils (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
35
N° de catalogue
V86490
ISBN (ebook)
9783638018227
Langue
allemand
mots-clé
Alexander Große Seine Rezeption Antike Alexander Große
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Florian Gils (Auteur), 2007, Alexander der Große – Seine Rezeption in der römischen Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86490
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Extrait de  35  pages
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