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Die ökonomische Theorie der Politik von Anthony Downs – Darstellung der Vor- und Nachteile

Eine Analyse hinsichtlich der pragmatischen Verwertbarkeit im 21. Jahrhundert

Title: Die ökonomische Theorie der Politik von Anthony Downs – Darstellung der Vor- und Nachteile

Term Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Etienne Pflücke (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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„In West- und Osteuropa, in Asien, Lateinamerika und Afrika vollzog sich binnen eines Jahrhunderts ein Demokratisierungsprozess, der andere, z. B. totalitäre und autoritäre Staatsformen ablöste“ (Frevel 2004, S. 57). Die Demokratie existiert heute in verschiedenen Ausführungen, in gesellschaftlicher und regionaler Abhängigkeit. In Deutschland hat die Demokratie einen besonderen Stellenwert, da sich in der Geschichte verschiedene Demokratien und autoritäre Regimes reziprok abwechselten. Inzwischen hat sich das politische System der Demokratie in Deutschland etabliert. In anderen Staaten vollzieht sich dieser Prozess momentan. Exemplarisch im Fall von Jugoslawien kann man seit mehr als 15 Jahren Demokratisierungsbestrebungen mit variierenden Fortschritten verfolgen.

Sowohl in gefestigten als auch instabilen Demokratien ist es entscheidend, das Verhältnis zwischen Regierung und Volk zu definieren, sowie deren gegenseitiges Handeln prognostizieren zu können. Betreffende Regierungen, Politikwissenschaftler und externe Entwicklungshelfer können anhand von Theorien die politische Entfaltung vorhersehen und gezielt beeinflussen. Anthony Downs stellt mit seiner Theorie einen innovativen Lösungsansatz zur Beseitigung gesellschaftlicher und politischer Dissonanzen bereit. Er beginnt zunächst mit einer Realitätsanalyse im politischen und gesellschaftlichen Handlungsfeld. Unter Beachtung reziproker Dependenzen zieht er logische Schlüsse für vorherrschende öffentliche Phänomene, das heißt unerwartete aber entscheidende Entwicklungstendenzen in Demokratien.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit soll Downs Demokratietheorie und deren Analyse stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biografie

2.1 Kontextuelle Influenz

2.2 Personelle Influenz

3 Die ökonomische Theorie der Demokratie

3.1 Definitionen

3.2 Grundannahmen

3.3 Voraussetzungen

3.4 Downs Demokratiemodell

3.5 Deduktionen aus der Theorie nach Downs

3.5.1 Schlüsse aus der Hypothese über die Parteimotivation (I)

3.5.2 Schlüsse aus der Hypothese des rationalen Handelns der Bürger (II)

3.5.1 Schlüsse aus beiden Hypothesen (I + II)

4 Bewertung der Theorie

4.1 Aktuelle Relevanz

4.2 Kritik

5 Fazit

6 Literatur- und Quellenangabe

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die ökonomische Demokratietheorie von Anthony Downs, um deren konzeptionelle Vor- und Nachteile sowie ihre praktische Anwendbarkeit im 21. Jahrhundert kritisch zu bewerten und die Modellannahmen der Rationalität von Wählern und Parteien zu hinterfragen.

  • Biografische Einordnung von Anthony Downs
  • Darstellung der ökonomischen Theorie der Demokratie
  • Analyse der rationalen Entscheidungsfindung bei Wählern und Parteien
  • Bewertung der aktuellen Relevanz der Theorie
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Rational-Choice-Ansatz

Auszug aus dem Buch

3.1 Definitionen

Die hier angeführten Definitionen können als Basiswissen für Downs’ Theorie angenommen werden. Der Autor präzisiert diese Begriffe selbst in der Hinführung zu seiner eigentlichen Theorie.

Regierung: Nach Downs ist die Regierung ein spezialisiertes Organ zur Arbeitsteilung und „[...] die höchste Machtinstanz in ihrer Gesellschaft, d. h. sie kann alle anderen Gruppen dazu zwingen ihren Entscheidungen zu gehorchen, während diese Gruppen ihrerseits keinen entsprechenden Zwang auf sie ausüben können“ (Downs 1968, S. 22). Allgemein lexikalisch wird als Regierung die Exekutive, mit dem Parlament als zentrales Kontroll- und Koordinierungsorgan, eines Staates betrachtet. Sie ist gekennzeichnet durch ihre bürokratische Struktur, wobei durch „[die] stark hierarchisch formalisierte Organisation des Kanzleramtes [...] relativ indifferent gegenüber dem Führungsstil des Regierungschefs [also des Kanzlers; Anm. d. Verf.] [ist], so daß [sic] die Herausbildung informaler Strukturen verständlich wird“ (Nohlen 2007, S. 475). Die Arbeitsteilung ist eine Konsequenz, nicht aber der primäre Aufgabenbereich.

Demokratische Regierung: Eine demokratische Regierung gelangt durch bürgerliche Wahlen in ihre Position. Die Regierungswahlen werden in kontinuierlichen Abständen durchgeführt, wobei keine Zwischenabstimmungen stattfinden. Gewertet werden die Stimmen aller Bürger (vgl. Downs 1968, S. 33). Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Standpunkt „können die Bürger [...][durch ihre politischen Rechte; Anm. d. Verf.] kontrollieren, ob die Staatsgewalt im Interesse der Bürger als Privatperson ausgeübt wird“ (Habermas 1992, S. 13). Aktuell ist es möglich, die amtierende Regierung durch die Bürger ihres Amtes zu entheben. Die politischen Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger sind heute vielseitig (vgl. Nohlen 2007, S. 64).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der globalen Demokratisierungsprozesse und führt in die Relevanz der Downs'schen Theorie zur Analyse des Verhältnisses zwischen Regierung und Volk ein.

2 Biografie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg und die akademische Prägung von Anthony Downs nach, inklusive seiner einflussreichsten Werke und wissenschaftlichen Schwerpunkte.

3 Die ökonomische Theorie der Demokratie: Hier werden das Kernmodell, die zentralen Begriffe, die Grundannahmen zur Rationalität sowie die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen für Parteien und Bürger detailliert erläutert.

4 Bewertung der Theorie: Das Kapitel reflektiert die aktuelle Bedeutung des Modells, diskutiert Kritikpunkte an der Rationalitätsannahme und vergleicht das Modell mit anderen demokratischen Leitbildern.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der die Nützlichkeit des Modells zur Aufdeckung systemischer Schwächen gewürdigt, aber auch dessen Realitätsferne und Forschungsbedarf betont werden.

6 Literatur- und Quellenangabe: Auflistung aller verwendeten Fachquellen und Referenzmaterialien für die Analyse.

Schlüsselwörter

Anthony Downs, Ökonomische Theorie der Demokratie, Rational Choice, Politische Rationalität, Wahlverhalten, Parteimotivation, Demokratisierung, Regierung, Stimmenmaximierung, Politische Theorie, Demokratiekritik, Homo Oeconomicus, Politische Entscheidung, Macht, Koalitionsregierungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Darstellung und kritische Analyse der „Ökonomischen Theorie der Politik“ von Anthony Downs im Kontext moderner demokratischer Systeme.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die ökonomische Modellierung von Parteienverhalten und Wählerentscheidungen, die Konzepte der politischen Rationalität sowie eine kritische Bewertung dieser Ansätze gegenüber der politischen Realität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzwert der Downs'schen Theorie für das 21. Jahrhundert zu bestimmen und insbesondere zu hinterfragen, ob das Modell der rational handelnden Akteure den tatsächlichen politischen Gegebenheiten gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt die deskriptive Analyse und den theoretischen Diskurs, indem sie die Grundannahmen von Downs mit aktueller politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur vergleicht und einer kritischen Prüfung unterzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Modells, die Definition zentraler Begriffe sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Hypothesen zur Stimmenmaximierung durch Parteien und dem rationalen Wahlverhalten der Bürger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Rational Choice, Demokratie-Theorie, politischer Akteur, Stimmenmaximierung und kritische Systemanalyse charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich der „Homo Oeconomicus“ vom „Homo Politicus“ in der Arbeit?

Die Arbeit stellt den eigennutzmaximierenden Homo Oeconomicus als Downs-Grundannahme dem sozial integrierten Homo Politicus gegenüber und argumentiert, dass Letzterer für eine lebendige demokratische Ordnung notwendiger ist.

Wie bewertet der Autor die Anwendbarkeit des Modells bei Koalitionsregierungen?

Der Autor führt aus, dass Downs' Modell Schwächen aufweist, da es für Koalitionsregierungen schwerer fällt, klare Wählerverantwortung zuzuweisen, was das rationale Verständnis der Stimmabgabe für den Bürger erschwert.

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Details

Title
Die ökonomische Theorie der Politik von Anthony Downs – Darstellung der Vor- und Nachteile
Subtitle
Eine Analyse hinsichtlich der pragmatischen Verwertbarkeit im 21. Jahrhundert
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,7
Author
Etienne Pflücke (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V86366
ISBN (eBook)
9783638018739
ISBN (Book)
9783638920070
Language
German
Tags
Theorie Politik Anthony Downs Darstellung Vor- Nachteile
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Etienne Pflücke (Author), 2006, Die ökonomische Theorie der Politik von Anthony Downs – Darstellung der Vor- und Nachteile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86366
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