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Johannes Gutenberg

Der Erfinder und Unternehmer als Initiator der Medienrevolution

Title: Johannes Gutenberg

Term Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Pommer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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1. Einführung

[...]

Die mannigfaltigen Gründe für die heutige Anerkennung Johannes Gutenbergs als Initiator einer medialen Revolution und die Frage, ob seine Person dieser oktroyierten Rolle gerecht wird, sind der Rahmen für die Untersuchungen dieser Arbeit. Dabei wird im Schwerpunkt die Person Gutenberg betrachtet und seine Erfindungen, Handlungen und Herkunft auf Einflüsse auf seinen Lebensweg und die Ergebnisse seiner Arbeit analysiert. Der von mir gewählte biographische Ansatz stellt den Menschen Gutenberg in seiner Zeit in den Vordergrund, um so den Weg zu seinen Erfindungen besser nachvollziehen zu können, was bei einer bloßen Betrachtung der Erfindung des Buchdrucks untergehen würde. Das Leben des Johannes Gutenbergs ist dabei stets im Zusammenhang des aufblühenden Städtewesens im Heiligen Römischen Reich des 14. und 15. Jahrhunderts zu sehen, sowie in dem sozialen Konflikt der herrschenden und der nach Herrschaft strebenden Gruppierungen in den Städten an sich und im Reich. Der im europäischen Raum aufkommende Humanismus stellte dabei die geistige Vorraussetzung dar, die die Nachfrage an technischen Erfindungen zur schnelleren und einheitlichen Verbreitung von Informationen und Gedanken in Buch- oder Flugblattform erhöhte. Dabei ist der Buchdruck nicht als Ursache, sondern als Multiplikator zu sehen. Die Gutenberg-Forschung stieß und stößt dabei an die Grenzen, Gutenberg eindeutig bestimmte Erfindungen und deren Ausprägung zu- und nachzuweisen und die genaue Bandbreite seines Lebensweges zu erfassen. Die Quellenlage beschränkt sich hauptsächlich auf Urkunden und Akten, die nicht immer genaue Anhaltspunkte geben, sondern einen nicht zu unterschätzenden Raum für Spekulationen offen halten, da weder Bücher mit Vermerken Gutenbergs versehen wurden, noch er selbst einen schriftlichen Nachlass über seine Arbeit hinterließ. Stephan Füssel hält dabei den aktuellen Forschungsstand fest, der regelmäßig durch Beiträge zu den Gutenberg-Feiern zu dessen festgelegtem Geburtsjahr versucht wird zu aktualisieren. Durch die fehlende präzise Zuweisung der Arbeitsweise Gutenbergs und seiner Ergebnisse kam es u. a. zu einer Kontroverse um die tatsächliche Ausprägung seiner Erfindung im Hinblick auf den Druck mit beweglichen Lettern mit modernen drucktechnischen Methoden.

Vgl. Füssel, Stephan: Gutenberg Forschung. Neunzehnhundert – Zweitausend, in: Gutenberg-Jahrbuch 75 (2000), S. 9-26.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Geschichte der Familie

2.1. Vorfahren

2.2. Lebensweg Gutenbergs

3. Gutenberg als Erfinder und Unternehmer

3.1. Goldschmiedehandwerk

3.2. Produktion von Heilsspiegeln

3.3. Die Afentur und Kunst

4.Finanzierung der Unternehmungen

4.1. Herkunft aus Patriziat

4.2. Rentenansprüche

4.3. Anleihen und Darlehen

5. Gutenbergs Erfindungen

5.1. Das Handgießinstrument

5.2. Der Buchdruck

6. Die letzten Jahre

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Person Johannes Gutenberg unter Berücksichtigung seines sozialen und wirtschaftlichen Umfeldes, um zu ergründen, ob er zu Recht als Initiator der Medienrevolution gilt. Der Fokus liegt dabei auf der biographischen Verknüpfung seines Werdegangs, seiner Herkunft aus dem Patriziat und seiner unternehmerischen Tätigkeit als Voraussetzung für seine technischen Erfindungen.

  • Biographische Analyse des Lebensweges von Johannes Gutenberg.
  • Einfluss des sozioökonomischen Hintergrunds auf sein Handeln.
  • Untersuchung der Finanzierung seiner Unternehmungen und geschäftlichen Aktivitäten.
  • Technische Grundlagen und Entwicklung des Handgießinstruments und des Buchdrucks.
  • Bewertung Gutenbergs als Unternehmer in einer Zeit des sozialen Wandels.

Auszug aus dem Buch

3.1. Goldschmiedehandwerk

Im Mainz des 15. Jahrhunderts war neben dem Tuchhandel und Metallgewerbe auch die Goldschmiedekunst ein führender Wirtschaftszweig. Dem entsprach wohl auch Gutenbergs erste Unternehmung, denn schon im Jahre 1436 hatte er dem Goldschmied Hans Dünne hundert Gulden für einen Auftrag bezahlt, der mit dem trucken zu tun hatte, d.h. dem Pressen oder Prägen von Materialien, wobei der genaue Inhalt des Auftrages unbekannt war. Johannes Gutenberg muss aber in diesem Bereich selbst entsprechende Kenntnisse besessen haben, da er im Jahre 1437 dem Straßburger Bürger Andreas Dritzehn das Polieren und Schleifen von Edelsteinen während seiner ersten Tätigkeit beigebracht hat.

Hier sind zwei Ursachen für seine Fertigkeiten möglich. Erstens war der Münzhandel eine wichtige Einnahmequelle der Familie Gensfleisch, da Vater Friele als Patrizier Mitglied der Mainzer Münzgenossenschaft war und zweitens war der angrenzende Bewohner des Gutenberghofs, Heinz Reyse, ebenfalls ein Mitglied der Münzerhausgenossenschaft und wahrscheinlich aktiver Münzmacher. So entsteht der Eindruck, Gutenberg könnte wegen seiner mütterlichen Herkunft zwar von einer Genossenschaft des Patriziergeschlechts ausgeschlossen worden sein, jedoch wäre die Wahrscheinlichkeit des Erlernens von Fähigkeiten im Münzwesen wegen der bereits erwähnten Gründe durchaus als hoch einzuschätzen. Dieser Umstand wäre somit nicht nur als Vorraussetzung für die Ausbildung bzw. Lehre Dritzehns zu sehen, in der seine Kenntnisse im Münzhandwerk offensichtlich belegt wurden, sondern vielmehr als Basis für die Arbeiten des Gießens von Buchstaben und des Schmückens von prachtvollen Einbänden mit Edelmetallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit verortet Gutenberg im Kontext der Spätmittelalter-Frühen-Neuzeit-Wende und definiert das Ziel, den Menschen hinter dem Erfinder zu beleuchten.

2. Geschichte der Familie: Dieses Kapitel analysiert die familiäre Herkunft Gutenbergs zwischen Patriziat und Handwerk sowie den frühen Lebensweg.

3. Gutenberg als Erfinder und Unternehmer: Hier werden seine handwerklichen Wurzeln, die Wallfahrtsspiegel-Produktion und der Begriff der „Afentur und Kunst“ untersucht.

4.Finanzierung der Unternehmungen: Ein detaillierter Blick auf die ökonomische Lage Gutenbergs, Rentenansprüche und die Prozessführung mit Johannes Fust.

5. Gutenbergs Erfindungen: Die technische Analyse des Handgießinstruments und des Buchdruckprozesses sowie deren handwerkliche Voraussetzungen.

6. Die letzten Jahre: Darstellung der Lebensumstände nach dem Verlust seiner Werkstatt bis zu seinem Tod im Jahr 1468.

7. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung Gutenbergs als moderner Unternehmer, dessen Erfolg eng mit seiner Herkunft verknüpft war.

Schlüsselwörter

Johannes Gutenberg, Medienrevolution, Buchdruck, Patriziat, Goldschmiedehandwerk, Handgießinstrument, Finanzierung, Münzprägung, Straßburg, Mainz, Johannes Fust, Unternehmertum, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Innovation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Leben und Wirken von Johannes Gutenberg mit einem Fokus auf seine Rolle als Erfinder und Unternehmer im Kontext des 15. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Zu den Schwerpunkten zählen die soziale Herkunft des Erfinders, die Finanzierung seiner Unternehmungen sowie die technischen Grundlagen der Buchdruckerfindung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob Gutenberg der Rolle als Initiator der Medienrevolution gerecht wird und wie sein sozialer Hintergrund seine Handlungen beeinflusste.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen biographischen Ansatz, der historische Urkunden, Akten und den aktuellen Forschungsstand heranzieht, um die Lebensumstände Gutenbergs zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herkunft, der verschiedenen Unternehmungen inklusive der Finanzierungsfragen sowie eine technische Einordnung der Erfindungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Buchdruck, Medienrevolution, Patriziat, Unternehmertum und historische Innovationsgeschichte erschließen.

Welche Rolle spielte die Familie Gensfleisch für Gutenbergs Werdegang?

Die familiäre Herkunft aus dem Patriziat und der Münzgenossenschaft ermöglichte Gutenberg den Zugang zu technischem Wissen im Metallhandwerk, was für seine späteren Erfindungen entscheidend war.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Afentur und Kunst“?

Es handelt sich um Fachbegriffe für handwerkliches Können und kaufmännische Unternehmungen, die im Kontext seiner Arbeit in Straßburg stehen.

Warum war der Prozess gegen Johannes Fust von Bedeutung?

Der Prozess markiert das Ende der Zusammenarbeit und gibt Aufschluss über den Umfang der Investitionen und die Ausstattung der Werkstatt, die für das „Werk der Bücher“ notwendig waren.

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Details

Title
Johannes Gutenberg
Subtitle
Der Erfinder und Unternehmer als Initiator der Medienrevolution
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,0
Author
Benjamin Pommer (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V86338
ISBN (eBook)
9783638018562
ISBN (Book)
9783640282128
Language
German
Tags
Johannes Gutenberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Pommer (Author), 2007, Johannes Gutenberg , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86338
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