Im Rahmen dieser Seminararbeit möchte ich die Medienlandschaft Russlands im Vergleich zu anderen demokratischen Ländern betrachten. Als postautoritäres und postkommunistisches Land besitzt Russland in diesem Kontext eine besondere Rolle. Nachdem Russlands Medienlandschaft Anfang der neunziger Jahre in beträchtlicher Weise privatisiert wurde, erfährt dieses Land seit dem neuen Jahrtausend unter dieser Betrachtung eine Wiederverstaatlichung wichtiger Teile seiner Medien. Mit Hilfe der Firma Gazprom verstaatlicht Russland auf diese Weise große und einflussreiche Medienkonzerne. Auf diese Weise kontrolliert der russische Staat die journalistische Berichterstattung, zumindest in finanzieller Hinsicht. Ob dieser Zustand lediglich auf Russland projizierbar ist oder ob noch andere Staaten ähnlich agieren, soll mit dieser Seminararbeit untersucht werden. Des Weiteren möchte ich vergleichend mit anderen Ländern über die Medienlandschaft Russlands berichten. In einem weiteren Schritt stelle ich die Verbindung zwischen Medien und Demokratie dar und untersuche, ob die Politik mit Hilfe der Medien auf die Gesellschaft Einfluss ausüben kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Sowjetunion - Im Wandel der Zeit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert die Medienlandschaft Russlands im Vergleich zu anderen demokratischen Ländern. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich die Medienlandschaft Russlands im Kontext des Übergangs von einer autoritären zu einer demokratischen Gesellschaft entwickelt hat und welche Einflüsse politische und wirtschaftliche Akteure auf die Medien ausüben. Die Arbeit beleuchtet die Besonderheiten der russischen Medienlandschaft im Vergleich zu anderen Ländern und untersucht die Verbindung zwischen Medien und Demokratie.
- Entwicklung der russischen Medienlandschaft im Vergleich zu anderen demokratischen Ländern
- Einfluss von Politik und Wirtschaft auf die Medien in Russland
- Verhältnis von Medien und Demokratie in Russland
- Rolle der Zivilgesellschaft in der Transformation Russlands
- Der Einfluss von Gazprom auf die Medienlandschaft in Russland
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Diese Einleitung stellt die Thematik der Seminararbeit dar: Die Medienlandschaft Russlands im Vergleich zu anderen demokratischen Ländern. Sie beschreibt die besonderen Herausforderungen, die sich aus der postautoritären und postkommunistischen Vergangenheit Russlands ergeben und beleuchtet die Entwicklung der Medienlandschaft seit den 1990er Jahren, insbesondere die Wiederverstaatlichung wichtiger Medien durch den russischen Staat.
Die Sowjetunion - Im Wandel der Zeit
Dieses Kapitel betrachtet die Entwicklung der Zivilgesellschaft in der Sowjetunion und die Auswirkungen von Glasnost und Perestrojka auf die Medienlandschaft. Es analysiert die Entstehung einer unabhängigen Öffentlichkeit und die Herausforderungen, die sich für die Etablierung einer demokratischen Medienlandschaft ergaben. Das Kapitel diskutiert auch die Rolle der Zivilgesellschaft im Transformationsprozess und die Schwierigkeiten, die sich aus der Größe und Binnenorganisation der Zivilgesellschaft ergaben.
Schlüsselwörter
Medienlandschaft, Russland, Demokratie, Zivilgesellschaft, Glasnost, Perestrojka, Gazprom, Medienkonzerne, Staatskontrolle, Journalismus, Vergleichende Medienpolitik
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich die russische Medienlandschaft seit den 90ern verändert?
Nach einer Phase der Privatisierung in den 90er Jahren erfolgte seit der Jahrtausendwende eine massive Wiederverstaatlichung, oft unter Beteiligung von Staatskonzernen wie Gazprom.
Welche Rolle spielt Gazprom für die russischen Medien?
Gazprom fungiert als Instrument des Staates, um große Medienkonzerne aufzukaufen und so die journalistische Berichterstattung finanziell und inhaltlich zu kontrollieren.
Was bedeuteten Glasnost und Perestrojka für die Pressefreiheit?
Diese Reformen unter Gorbatschow führten zur Entstehung einer unabhängigen Öffentlichkeit und waren der erste Schritt weg von der totalen staatlichen Informationskontrolle der Sowjetunion.
Gibt es in Russland noch eine unabhängige Zivilgesellschaft?
Die Arbeit untersucht die Schwierigkeiten der Zivilgesellschaft im Transformationsprozess und wie staatliche Kontrolle den Raum für unabhängige politische Teilhabe zunehmend einschränkt.
Wie unterscheidet sich Russlands Mediensystem von westlichen Demokratien?
Im Gegensatz zu westlichen Demokratien, die auf Pluralismus setzen, ist das russische System durch eine starke Verflechtung von politischer Macht, Wirtschaft und Medienkontrolle geprägt.
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- Mathias Bliemeister (Author), 2007, Politik, Macht, Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86081