Die Berechnung des Ostertermins war stets eine anspruchsvolle und wichtige Aufgabe. Die Arten der Berechnung waren zahlreichen Veränderungen unterworfen und werden unter dem Begriff "Computus Ecclesiasticus" zusammengefasst. Dieses Werk gibt einen Überblick über unterschiedliche Berechnungssysteme und weitet den Blick auf ökumenische Bestrebungen hinsichtlich eines gemeinsamen Ostertermin aller Christen aus.
Inhaltsverzeichnis
- I. ANSÄTZE ZUR DATIERUNG DER OSTERFEIER
- 1. konkurrierende Systeme - Der Osterfeststreit
- 2. Das Konzil von Nicaea, 325
- 3. Zwei unterschiedliche Osterzyklen
- II. DIE BERECHNUNG DES OSTERTERMINS
- 1. Ostergrenzen (terminus paschalis)
- 2. Festzahlen
- 3. Gaußsche Formel
- III. EIN GEMEINSAMER OSTERTERMIN FÜR ALLE CHRISTEN?
- 1. Die Gregorianische Kalenderreform
- 2. Oster-Probleme der Moderne
- a. Das paradoxe Osterfest
- b. Eine Fixierung des Osterfestes?
- 3. Orthodoxe Bestrebungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Buch "COMPUTUS ECCLESIASTICUS - Die Festrechnung der Kirche" von Pia M. Hecht befasst sich mit der historischen Entwicklung der Berechnung des christlichen Osterfestes. Es beleuchtet die verschiedenen Ansätze zur Datumsbestimmung und die damit verbundenen Konflikte, insbesondere den Osterfeststreit. Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Osterzyklen, die Entwicklung der Ostergrenzen und die Bedeutung des Frühlingsvollmondes.
- Die Entwicklung der Osterdatumsbestimmung
- Der Osterfeststreit zwischen verschiedenen christlichen Traditionen
- Die Rolle des Konzil von Nicaea bei der Festlegung der Osterberechnung
- Die Bedeutung des jüdischen Pessah-Festes und der Frühlingsvollmondphase
- Die Herausforderungen der modernen Osterdatumsbestimmung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel widmet sich den unterschiedlichen Ansätzen zur Datumsbestimmung des Osterfestes. Es werden die Quartadecimaner und die Dominicales vorgestellt, die jeweils unterschiedliche Ansätze zur Berechnung des Festes vertreten. Der Osterfeststreit im zweiten Jahrhundert, der aus diesen unterschiedlichen Traditionen resultierte, wird detailliert beleuchtet.
Kapitel II behandelt die Berechnung des Ostertermins selbst. Es werden die Ostergrenzen, die Festzahlen und die Gaußsche Formel zur Berechnung des Datums vorgestellt.
Schlüsselwörter
Osterfest, Osterfeststreit, Quartadecimaner, Dominicales, Konzil von Nicaea, Frühlingsvollmond, Ostergrenzen, Festzahlen, Gaußsche Formel, Gregorianische Kalenderreform, Oster-Probleme der Moderne, Orthodoxe Osterdatumsbestimmung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Begriff "Computus Ecclesiasticus"?
Es bezeichnet die kirchliche Festrechnung, also die mathematische und astronomische Berechnung der beweglichen Feiertage, insbesondere des Ostertermins.
Warum gab es einen Osterfeststreit?
Verschiedene christliche Gruppen (wie die Quartadecimaner) hatten unterschiedliche Traditionen zur Datierung, was zu Konflikten über den richtigen Zeitpunkt der Feier führte.
Was legte das Konzil von Nicaea 325 fest?
Das Konzil legte fest, dass Ostern am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert werden soll, um eine einheitliche Praxis zu gewährleisten.
Was ist die Gaußsche Osterformel?
Es ist ein von Carl Friedrich Gauß entwickelter Algorithmus, mit dem sich das Osterdatum für jedes beliebige Jahr berechnen lässt.
Gibt es Bestrebungen für einen gemeinsamen Ostertermin aller Christen?
Ja, es gibt ökumenische und orthodoxe Bestrebungen, die Kalenderunterschiede (Julianisch vs. Gregorianisch) zu überwinden, um ein weltweit einheitliches Osterfest zu feiern.
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- Pia Hecht (Author), 2007, Computus Ecclesiasticus - Die Festrechnung der Kirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85305