Mit der zunehmenden Bedeutung von kombinatorischen Auktionen rücken auch immer mehr Fragestellungen der Effizienz dieser Verfahren in den Blickpunkt der wissenschaftlichen Forschung. Als prominentestes Beispiel einer kombinatorischen Auktion kann wohl die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen genannt werden. So vorteilhaft kombinatorische Auktionen den Teilnehmern die Äußerung komplexer Präferenzen ermöglichen, umso aufwändiger wird es mit zunehmender Agenten- und Güteranzahl für den Auktionator die persönlichen Wertschätzungen der Bieter über alle möglichen Güterbündelkombinationen zu bestimmen. In dieser Arbeit sollen verschiedene Formen von Abfragen und Algorithmen vorgestellt werden, um zu überprüfen, ob sie eine akzeptable Allokation festlegen können, ohne die gesamte Bewertungsfunktion der Bieter erheben zu müssen und so der vollständigen Präferenzoffenbarung aus dem Weg gehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen kombinatorischer Auktionen und Präferenzoffenbarung
- Rangverbandbasierende Präferenzoffenbarung
- Präferenzoffenbarung bei unstrukturierten Bewertungen
- Präferenzoffenbarung bei strukturierten Bewertungen
- Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Effizienz von kombinatorischen Auktionen im Hinblick auf die Präferenzoffenbarung. Dabei wird untersucht, wie die persönlichen Wertschätzungen der Bieter über verschiedene Güterbündelkombinationen ermittelt werden können, ohne dass eine vollständige Präferenzoffenbarung von Seiten der Bieter erforderlich ist. Die Arbeit präsentiert verschiedene Abfragen und Algorithmen, die eine akzeptable Allokation ermöglichen, ohne die gesamte Bewertungsfunktion der Bieter zu erfassen.
- Untersuchung der Effizienz von kombinatorischen Auktionen in Bezug auf Präferenzoffenbarung
- Entwicklung von Abfragen und Algorithmen zur Bestimmung von Bieterpräferenzen
- Analyse verschiedener Präferenzoffenbarungsansätze für unterschiedliche Bewertungsstrukturen
- Bewertung der Kosten und des Nutzens verschiedener Verfahren für die Allokation von Gütern
- Optimierung der Allokationsverfahren unter Berücksichtigung der Informationsbeschaffungskosten
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 2: Das Kapitel führt in die Grundlagen kombinatorischer Auktionen ein und erklärt die Herausforderungen der Präferenzoffenbarung in diesem Kontext. Es werden verschiedene Arten von Präferenzoffenbarungsmechanismen und Lösungsverfahren, wie Suchalgorithmen, Approximationsalgorithmen und eingeschränkte Auktionsprobleme, vorgestellt.
- Kapitel 3: Dieses Kapitel widmet sich der rangverbandbasierenden Präferenzoffenbarung. Dabei werden Rangabfragen verwendet, um die Bieter alle möglichen Güterbündel in ihrer persönlichen Rangfolge anzuordnen. Durch die Bildung eines Rangverbandes können die dominanten Bündelkombinationen identifiziert und die effiziente Allokation ermittelt werden.
Schlüsselwörter
Kombinatorische Auktionen, Präferenzoffenbarung, Rangverband, Bewertungsfunktion, Abfragealgorithmen, Suchalgorithmen, Approximationsalgorithmen, eingeschränkte Auktionsprobleme, Effizienz, Allokation, Güterbündel.
Häufig gestellte Fragen zu kombinatorischen Auktionen
Was ist das Besondere an einer kombinatorischen Auktion?
Bieter können Gebote auf ganze Güterbündel statt nur auf Einzelobjekte abgeben, was komplexe Präferenzen und Synergieeffekte berücksichtigt.
Warum ist die Präferenzoffenbarung ein Problem?
Mit steigender Anzahl an Gütern wird es für Bieter extrem aufwendig, alle möglichen Bündelkombinationen zu bewerten, was die Effizienz der Auktion gefährdet.
Was ist eine rangverbandbasierende Präferenzoffenbarung?
Hierbei ordnen Bieter Güterbündel in einer persönlichen Rangfolge an. Ein Rangverband hilft dem Auktionator, effiziente Allokationen ohne exakte Preisnennungen zu finden.
Welche Algorithmen werden zur Allokation genutzt?
Eingesetzt werden Suchalgorithmen, Approximationsalgorithmen und spezielle Abfragealgorithmen, um die Informationsbeschaffungskosten niedrig zu halten.
Was war ein prominentes Beispiel für solche Auktionen?
Die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen gilt als eines der bekanntesten wissenschaftlichen Beispiele für kombinatorische Auktionsverfahren.
- Quote paper
- Christopher Reiche (Author), 2006, Präferenzoffenbarung in kombinatorischen Auktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84878