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Architektur als 'Staatskunst'?

Rationalistische Architektur und Faschismus am Beispiel der "Casa del Fascio" in Como von Giuseppe Terragni

Titel: Architektur als 'Staatskunst'?

Hausarbeit , 2007 , 30 Seiten , Note: eins minus

Autor:in: Jennifer Beyl (Autor:in)

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Giuseppe Terrangi, der als "Vater des italienischen Rationalismus" gilt, spielte eine maßgebliche Rolle für die italienische Architektur der Zwischenkriegszeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG – DIE ANFÄNGE DER MODERNEN ARCHITEKTUR IN ITALIEN

II. WAS IST RATIONALISTISCHE ARCHITEKTUR?

2.1 DEFINITION DES BEGRIFFS „RATIONALISMUS“

2.2 DAS AUFKOMMEN DER RATIONALISTISCHEN ARCHITEKTUR IN ITALIEN

III. DIE RATIONALISTEN UND DIE ARCHITEKTENGRUPPE „GRUPPO 7“

IV. DIE CASA DEL FASCIO IN COMO (HEUTE: CASA DEL POPOLO)

V. FASCHISTISCHE KUNSTIDEOLOGIE

5.1 DARLEGUNG ANHAND ÖFFENTLICHER ARCHITEKTUR

5.2 DER EINFLUSS UND DIE KONTROLLE DES STAATES

5.2.1 ÜBER DIE SYNDIKATE

5.2.2 ÜBER DIE JOURNALISTISCHEN EINSCHRÄNKUNGEN

VI. ARCHITEKTUR ALS PROPAGANDISTISCHES MITTEL

VII. SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis zwischen der rationalistischen Architektur und dem faschistischen Regime in Italien. Dabei wird analysiert, inwieweit Architektur als „Staatskunst“ instrumentalisiert wurde und ob eine dezidiert „faschistische“ Formsprache existierte oder ob die Bauten eher durch Anpassung und ideologische Überlagerung geprägt waren.

  • Die Anfänge und Definitionen der rationalistischen Architektur in Italien.
  • Die Rolle der Architektengruppe „Gruppo 7“ und Giuseppe Terragni.
  • Die Casa del Fascio in Como als zentrales Fallbeispiel.
  • Staatliche Einflussnahme, Kontrolle und die Rolle der Architektur als Propagandamittel.
  • Die Untersuchung des Begriffs der „Staatsarchitektur“ im Kontext des Faschismus.

Auszug aus dem Buch

IV. Die Casa del Fascio in Como (heute: Casa del Popolo)

Giuseppe Terragni entwarf im Jahre 1932 den Hauptsitz der faschistischen Partei in Como, die sog. Casa del Fascio, die aber erst 1936 erbaut wurde. Im historischen Zentrum der Stadt gelegen, erhebt sich der Bau östlich des Domes und des Stadtteils Borletto und stellt somit ein Pendant zu den beiden umgebenden Baudenkmälern – der Apsis des Domes und der prächtigen Fassade des Stadttheaters – dar.

Das freistehende, auf quadratischem Grundriss gebaute vierstöckige Gebäude, hat eine Seitenlänge von 33,20 Metern, sowie eine Höhe von 16,60 Metern, was genau der Hälfte der Basisseite entspricht. Der einem halbierten Würfel gleichende Bau wird eindeutig durch die Horizontale beherrscht. Der sich über zwei Stockwerke erstreckende Versammlungsraum bildet das Zentrum des Gebäudes, um den sich das gesamte Bauwerk gestaltet. In Anlehnung an den Grundriss und den zentralen Hof des Palazzo Farnese in Rom, wollte Terragni die Typologie eines Renaissancepalastes auf seine Weise in der Casa del Fascio neu gestalten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG – DIE ANFÄNGE DER MODERNEN ARCHITEKTUR IN ITALIEN: Beschreibt die verzögerte Moderne in Italien und den Wunsch des Regimes nach einem neuen, nationalen Stil, der Tradition und Moderne vereint.

II. WAS IST RATIONALISTISCHE ARCHITEKTUR?: Definiert den Rationalismus als geistesgeschichtliche Strömung, die geometrische Klarheit und soziale Verantwortung über rein ästhetische Gestaltung stellt.

III. DIE RATIONALISTEN UND DIE ARCHITEKTENGRUPPE „GRUPPO 7“: Beleuchtet das Wirken der Gruppo 7, die eine architektonische Revolution anstrebte und Architektur eng mit politischer Macht verknüpfen wollte.

IV. DIE CASA DEL FASCIO IN COMO (HEUTE: CASA DEL POPOLO): Analysiert das Werk von Giuseppe Terragni als Synthese aus moderner Konstruktion, Funktionalität und faschistischer Symbolik.

V. FASCHISTISCHE KUNSTIDEOLOGIE: Erläutert Mussolinis Anspruch, Kunst und Architektur als Instrumente zur Erziehung der Massen und zur Festigung der Staatsmacht zu nutzen.

VI. ARCHITEKTUR ALS PROPAGANDISTISCHES MITTEL: Hinterfragt die propagandistische Wirksamkeit der Architektur und zeigt das Scheitern der Rationalisten an der mangelnden Verständlichkeit beim breiten Publikum.

VII. SCHLUSSWORT: Fasst zusammen, dass die angestrebte Symbiose zwischen moderner Architektur und faschistischer Ideologie zwar stattfand, die Architektur jedoch keine rein „faschistische“ Definition fand.

Schlüsselwörter

Rationalismus, Faschismus, Architektur, Giuseppe Terragni, Gruppo 7, Casa del Fascio, Staatskunst, Moderne, Italien, Propagandamittel, Ideologie, Funktionalismus, Staatsarchitektur, Architekturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Wechselwirkung zwischen der rationalistischen Architektur der 1920er und 1930er Jahre und dem faschistischen Regime in Italien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Architekturtheorie des Rationalismus, die ideologische Instrumentalisierung von Bauwerken und die staatliche Kontrolle über die architektonische Produktion.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, ob Architektur unter Mussolini tatsächlich als „Staatskunst“ bezeichnet werden kann und ob es eine spezifisch „faschistische“ Architektur gab.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Analyse, den Vergleich von Architekturkonzepten (wie der Casa del Fascio) und die Auswertung zeitgenössischer Quellen und politischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Rationalismus, die Rolle der Architektengruppe „Gruppo 7“, die konkrete Bauweise der Casa del Fascio sowie die staatlichen Kontrollmechanismen über Berufsstände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Rationalismus, Faschismus, Giuseppe Terragni, Architekturgeschichte, Propaganda und staatliche Ideologie.

Warum wurde die Casa del Fascio als Fallbeispiel gewählt?

Sie gilt als das Paradebeispiel für die Synthese von modernen rationalistischen Formen und faschistischer politischer Symbolik und Repräsentation.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur „faschistischen Architektur“?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass keine einheitliche Definition einer „faschistischen Architektur“ möglich ist, da die Bauten eher Anpassungsleistungen an ein ideologisch schwankendes Regime waren.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Architektur als 'Staatskunst'?
Untertitel
Rationalistische Architektur und Faschismus am Beispiel der "Casa del Fascio" in Como von Giuseppe Terragni
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Faschismus und Moderne
Note
eins minus
Autor
Jennifer Beyl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
30
Katalognummer
V84575
ISBN (eBook)
9783638008846
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Architektur Staatskunst Faschismus Moderne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Beyl (Autor:in), 2007, Architektur als 'Staatskunst'? , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84575
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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