Die Verfahren zur Ermittlung von Grundstückswerten sind in vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten entwickelt worden. Da Grundstückswerte regelmäßig benötigt wurden, um Steuern zahlen zu müssen oder Kontrollen für Marktereignisse durchführen zu können, mussten auch Verfahren und Methoden zur Bewertung von Grundstücke entwickelt werden. Mit den komplizierter werdenden Einflüssen auf die Grundstückswerte durch öffentliche, wirtschaftliche oder rechtliche Ereignisse und Vorschriften wurden die Verfahren und Methoden verfeinert, den Ereignissen angepasst und nach den Bedürfnissen konkretisiert. In der Welt entstanden unterschiedliche Rechtsformen des Immobilieneigentums, verschiedene Wirtschaftsmodelle mit eigenen Wertfindungen und eigenständige Grundstücksmärkte, die zu unterschiedlichen Wertermittlungsverfahren führten. Mit der Internationalisierung des Grundstücksverkehrs, dem Zusammenwachsen von Märkten und der Bildung von wirtschaftlichen Einheiten wie der Europäischen Union bestand die Notwendigkeit, regionale Wertermittlungsverfahren zu internationalisieren oder zu harmonisieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Eingrenzung von Investment Properties
- Definition
- Folgebewertung
- Wahlrecht in der Folgebewertung
- Fortgeführte Anschaffungs.- od. Herstellungskosten
- Beizulegender Wert
- Immobilienbewertungsverfahren im Vergleich
- Normierte deutsche Immobilienbewertungsverfahren
- Vergleichsverfahren
- Voraussetzungen für die Anwendung
- Darstellung
- Kritische Würdigung
- Ertragsverfahren
- Voraussetzungen für die Anwendung
- Darstellung
- Kritische Würdigung
- Sachwertverfahren
- Darstellung
- Kritische Würdigung
- Vergleichsverfahren
- Vergleichbare angelsächsische Bewertungsverfahren
- Discounted-Cash-Flow-Verfahren
- Sales Comparison Approach
- Fully-let
- Reversionary
- Overrented
- Investment Approach
- Cost Approach
- Alternative Bewertungsverfahren
- Profits Method
- Residual Method
- Wahlrecht in der Folgebewertung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Folgebewertung von Investment Properties und analysiert verschiedene traditionelle und moderne Methoden zur Bewertung dieser Anlageimmobilien. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Unterschiede zwischen den deutschen und angelsächsischen Bewertungsverfahren, sowie auf der Bewertung des beizulegenden Zeitwertes im Vergleich zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
- Analyse der verschiedenen Methoden zur Folgebewertung von Investment Properties
- Vergleich der deutschen und angelsächsischen Bewertungsverfahren
- Bewertung des beizulegenden Zeitwertes im Vergleich zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten
- Kritische Würdigung der einzelnen Bewertungsmethoden
- Analyse der Relevanz der Folgebewertung für die Bilanzierung von Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Folgebewertung von Investment Properties ein und erläutert die Notwendigkeit der Entwicklung von Verfahren zur Bewertung von Grundstückswerten. Die Kapitel 2 und 3 befassen sich mit der Eingrenzung des Begriffs „Investment Properties“ und den verschiedenen Folgebewertungsmethoden. Dabei werden die deutschen und angelsächsischen Bewertungsverfahren detailliert vorgestellt und kritisch gewürdigt. Es wird auf die unterschiedlichen Voraussetzungen, Darstellungen und Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden eingegangen. Darüber hinaus werden alternative Bewertungsverfahren wie die Profits Method und die Residual Method vorgestellt.
Schlüsselwörter
Investment Properties, Folgebewertung, Immobilienbewertung, Fair Value, beizulegender Zeitwert, fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten, Vergleichsverfahren, Ertragsverfahren, Sachwertverfahren, Discounted-Cash-Flow-Verfahren, Sales Comparison Approach, Investment Approach, Cost Approach, Profits Method, Residual Method, IAS 40, HGB-Bilanz.
Häufig gestellte Fragen
Was sind "Investment Properties" nach IAS 40?
Investment Properties sind Immobilien (Grundstücke oder Gebäude), die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zur Wertsteigerung gehalten werden, anstatt sie selbst zu nutzen oder im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs zu verkaufen.
Welche Wahlrechte gibt es bei der Folgebewertung?
Unternehmen können zwischen dem Fair-Value-Modell (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert) und dem Anschaffungskostenmodell (fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten) wählen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Ertrags- und dem Sachwertverfahren?
Das Ertragswertverfahren basiert auf den zukünftigen Mieteinnahmen, während das Sachwertverfahren den Wert aus der Substanz (Bodenwert und Bauwert) ableitet.
Was versteht man unter dem Discounted-Cash-Flow-Verfahren (DCF)?
Das DCF-Verfahren ist ein angelsächsisches Modell, bei dem zukünftige Zahlungsströme auf den heutigen Barwert abgezinst werden, um den Marktwert einer Immobilie zu ermitteln.
Warum ist die Harmonisierung der Bewertungsverfahren wichtig?
Durch die Internationalisierung der Immobilienmärkte und wirtschaftliche Einheiten wie die EU müssen regionale Verfahren vergleichbar gemacht werden, um Transparenz für Investoren zu schaffen.
- Quote paper
- N. Meteleva (Author), J. Bedinger (Author), E. Dickmann (Author), 2006, Die Folgebewertung von Investment Properties – Darstellung und kritische Würdigung anhand von Beispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84316