In folgender Hausarbeit soll Nietzsches Christlichkeit und seine Liebe zur Menschheit untersucht werden. Hierzu sollen seine zentralen Aussagen, die oftmals herausgelöst aus ihrem Kontext und ohne Zusammenhang mit Nietzsches Gründen für diese Ansichten, betrachtet werden. Zunächst soll Nietzsches Aussage „Ich bin nicht eine Stunde meines Lebens Christ gewesen.“ untersucht werden. Auf dieser Grundlage soll sein Bild vom Christentum näher beleuchtet werden. Dieses wird dann dem heutigen Bild gegenübergestellt. Daraufhin soll die Aussage „Gott ist tot.“ näher betrachtet werden. Es soll festgestellt werden, was genau der Gegenstand Nietzsches Verurteilung ist. So wird Nietzsches Kritik am Christentum zusammengefasst und abschließend beleuchtet. Nachfolgend wird diese Kritik interpretiert, um so als Grundlage für die Untersuchung zu dienen, ob Nietzsche die Menschheit liebte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Christentum
- Nietzsches Bild vom Christentum
- Die heutige Stellung des Christentums
- Der Schatten von Gott
- Nietzsches Religionskritik
- Die Liebe zur Menschheit
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert Nietzsches christliche Ansichten und seine Beziehung zur Menschheit. Sie untersucht seine kritischen Aussagen über das Christentum und untersucht, ob seine Kritik auf einer Liebe zur Menschheit basiert.
- Nietzsches Selbstverständnis als Nicht-Christ
- Kritik am bürgerlichen Christentum des 19. Jahrhunderts
- Nietzsches Kritik an David Friedrich Strauss' Religionswissenschaft
- Die Rolle des Atheismus in Nietzsches Denken
- Nietzsches Kritik an der Moralität des Christentums
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Hausarbeit ein und skizziert die methodischen Vorgehensweisen zur Untersuchung von Nietzsches Ansichten über das Christentum und die Menschheit.
Das Christentum
Dieses Kapitel erörtert Nietzsches eigenes Bild vom Christentum, das er von dem bürgerlichen Christentum des späten 19. Jahrhunderts abgrenzt. Es beleuchtet seine Kritik an der Moral und der Religionswissenschaft der Zeit sowie an der Theologie David Friedrich Strauss'. Des Weiteren wird Nietzsches Abkehr vom Glauben und seine Entscheidung für den Atheismus behandelt.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit befasst sich mit zentralen Themen wie Nietzsches Christentum, seiner Kritik am bürgerlichen Christentum, der Religionswissenschaft David Friedrich Strauss', dem Atheismus und der Frage, ob Nietzsches Kritik an der Moral des Christentums Ausdruck einer Liebe zur Menschheit ist.
Häufig gestellte Fragen
Hat Friedrich Nietzsche sich selbst als Christ gesehen?
Nein, Nietzsche äußerte explizit: „Ich bin nicht eine Stunde meines Lebens Christ gewesen“ und grenzte sich scharf vom Christentum ab.
Was meinte Nietzsche mit der Aussage „Gott ist tot“?
Diese Aussage ist ein zentrales Element seiner Religionskritik und beschreibt den Verlust der verbindlichen Kraft christlicher Werte und Metaphysik in der Moderne.
Was kritisierte Nietzsche am bürgerlichen Christentum des 19. Jahrhunderts?
Er kritisierte vor allem die Moralität und die aus seiner Sicht lebensverneinende Haltung der christlichen Lehre jener Zeit.
Welche Rolle spielte David Friedrich Strauss in Nietzsches Denken?
Nietzsche setzte sich kritisch mit der Religionswissenschaft von Strauss auseinander, da er dessen Ansätze als unzureichend für eine echte Umwertung der Werte empfand.
War Nietzsches Kritik am Christentum ein Ausdruck von Hass?
Die Arbeit untersucht die These, ob seine scharfe Kritik stattdessen auf einer tiefen „Liebe zur Menschheit“ basierte, um diese von einengenden moralischen Fesseln zu befreien.
- Quote paper
- Yvonne Müller (Author), 2007, Nietzsche als Christ und die Liebe zur Menschheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84176