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Die Übersetzung der Modalpartikeln "doch", "ja" und "schon" ins Englische auf der Grundlage von literarischen Übersetzungen und einer Erhebung mit Probanden

Title: Die Übersetzung der Modalpartikeln "doch", "ja" und "schon" ins Englische auf der Grundlage von literarischen Übersetzungen und einer Erhebung mit Probanden

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 40 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Stricharz (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
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In der vorliegenden Arbeit möchte ich die Wiedergabemöglichkeiten der deutschen Modalpartikeln doch, ja und schon im Englischen aufzeigen. Ja ist neben doch die am Häufigsten auftretende Modalpartikel , und auch schon erschien mir als Verstärkungsmittel einer Aussage ein interessantes Forschungsobjekt. In dieser Arbeit geht es nicht um syntaktische oder morphologische Charakteristika der Modalpartikeln, sondern in erster Linie um die Übersetzungsproblematiken.

Die drei zentralen Erkenntnisinteressen der nachstehenden Ausführungen lassen sich folgendermaßen umreißen: Erstens sollen die drei obengenannten Modalpartikeln auf ihre Funktion im Satz hin untersucht werden. Zweitens soll aufgezeigt werden, ob und wie professionelle Übersetzer die Modalpartikeln schon, ja und doch, ausgesucht aus vier Theaterstücken deutschsprachiger Autoren, übersetzt haben. Drittens wird untersucht, ob und wie eine Reihe deutscher Probanden, die allesamt im englischen Sprachraum leben oder gelebt haben, auf einem Fragebogen diese Modalpartikeln in ihre Übersetzungen ins Englische übertragen.

Im ersten Hauptteil meiner Arbeit gebe ich einen einführenden Überblick über Auslegungen und Definitionen des Begriffs der Partikel und der Modalpartikel einiger ausgewählter Linguisten und gängiger Nachschlagewerke und beziehe mich dann, unter besonderer Berücksichtigung der Übersetzungsproblematik, explizit auf den Gebrauch der Partikeln und Modalpartikeln. Hiernach erläutere ich die Methodik, mit der ich beim Sammeln und Untersuchen meiner Quellen vorgegangen bin.

Weitergehend analysiere ich im zweiten Hauptteil meiner Arbeit die Modalpartikeln doch, ja und schon und weise ihnen unterschiedliche Funktionen zu. Hierbei wird ganz besonders eingehend ihre jeweilige Wirkung auf die Aussage des Sprechers einerseits und andererseits die Reaktion, die durch sie beim Rezipienten hervorgerufen werden soll, untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Partikeln und Modalpartikeln

2.1 Der Gebrauch der MPn

2.2 Die Übersetzungsproblematik der MPn

2.3 Methodik

3. Die MPn schon, ja und doch und ihre Wiedergabe im Englischen

3.1 Die MP schon

3.1.1 Das einräumende schon

3.1.2 Das bestimmende schon

3.1.3 Das bestärkende / zukunftsweisende schon

3.1.4 Das rhetorische schon

3.2 Die MP ja

3.2.1 Das erinnernde ja

3.2.2 Das warnende ja

3.2.3 Das einräumende ja

3.2.4 Das faktische ja

3.3 Die MP doch

3.3.1 Das auffordernde doch

3.3.2 Das hinweisende doch

3.3.3 Das zurückweisende doch

4. Fazit

5. Bibliographie

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Übersetzungsmöglichkeiten der deutschen Modalpartikeln "doch", "ja" und "schon" ins Englische. Ziel ist es, auf Basis von literarischen Originaltexten und einer empirischen Erhebung bei Probanden aufzuzeigen, wie diese schwer übersetzbaren Partikeln im Kontext von Theaterdialogen wiedergegeben werden.

  • Semantische Funktionen der Modalpartikeln "schon", "ja" und "doch".
  • Herausforderungen bei der Übersetzung in eine Sprache ohne direkte Partikelentsprechungen.
  • Vergleich zwischen professionellen Übersetzungen und den Ergebnissen von Testpersonen.
  • Analyse der Wirkung von Modalpartikeln auf den Rezipienten und das Sprecher-Verhältnis.
  • Methodik zur Erfassung von "simulierter gesprochener Sprache" in Theaterstücken.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das einräumende schon

Mit dem einräumenden schon bedeutet der Sprecher dem Rezipienten, dass er seine Äußerung unter Vorbehalt verstanden wissen möchte. Auch vermittelt er, dass er um mögliche Einwände seitens des Rezipienten weiß, und dass er diese im Vorwege zu entkräften sucht:

„Der Sprecher bestätigt also durch den Einsatz von schon Teile der Vorgängeräußerung und weist Teile zurück. Das kann z. B. bedeuten, daß [sic] der Sprecher prinzipiell die vorausgegangene Behauptung bestätigt, sie aber für den vorliegenden Fall nicht akzeptiert und sie insofern in ihrer (Allgemein)-Gültigkeit einschränkt.“26

Weitergehend kann aber auch auf etwas reagiert werden, das von einem anderen Sprecher nicht unbedingt explizit formuliert wurde: im folgenden Beispiel etwa erwartet Olga, dass seitens der Menschenmenge Beschwerden darüber aufkommen, weil sie sich durchdrängen möchte. Mit dem schon fordert Olga nachdrücklich Durchlass, bedeutet aber gleichzeitig, dass sie Einwände durchaus verstehen könnte, und verstärkt so letztlich die Dringlichkeit ihrer Aussage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Modalpartikeln ein und definiert das Ziel, deren Übersetzungsproblematik anhand von Theatertexten und Probandenbefragungen zu untersuchen.

2. Partikeln und Modalpartikeln: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Partikeln, grenzt diese ein und beleuchtet die Schwierigkeiten ihrer Übersetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

3. Die MPn schon, ja und doch und ihre Wiedergabe im Englischen: Dies ist der Hauptteil, der die Partikeln "schon", "ja" und "doch" in ihren verschiedenen Funktionen detailliert analysiert und die Übersetzungsbeispiele aus der Untersuchung diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und stellt fest, dass es kaum direkte Äquivalente für diese Modalpartikeln im Englischen gibt.

5. Bibliographie: Listet die verwendeten Quellen und die Sekundärliteratur auf.

6. Anhang: Enthält den Fragebogen, der den Probanden für die Erhebung vorgelegt wurde.

Schlüsselwörter

Modalpartikeln, Übersetzungsproblematik, schon, ja, doch, Theaterstücke, gesprochene Sprache, Probandenerhebung, Kontrastive Linguistik, Äquivalenz, Pragmatik, Partikelforschung, deutsch-englisch, Sprecherabsicht, Interkulturelle Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die deutschen Modalpartikeln "doch", "ja" und "schon" in englische Übersetzungen übertragen werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Funktionen dieser Partikeln und die Herausforderung, ihre nuancierte Bedeutung in eine Sprache zu übersetzen, die keine vergleichbare Partikelklasse besitzt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob professionelle Übersetzer und Probanden beim Übersetzen dieser Partikeln zu ähnlichen Lösungen kommen oder wo die Grenzen der Übersetzbarkeit liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine korpusbasierte Analyse von Theaterstücken kombiniert mit einer empirischen Befragung (Fragebogen) von Probanden mit Englisch-Erfahrung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifischen Funktionen von "schon", "ja" und "doch" in unterschiedlichen Kontexten, wie etwa als erinnerndes, bestimmendes, rhetorisches oder zurückweisendes Element.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Modalpartikeln, Kontrastive Linguistik, Übersetzung, Pragmatik und interkulturelle Kommunikation sind die wesentlichen Kernbegriffe.

Warum ist die Übersetzung von Modalpartikeln so schwierig?

Da Modalpartikeln häufig implizite Einstellungen, Gefühle oder Vorwissen ausdrücken, die in der Zielsprache oft keine direkte lexikalische Entsprechung haben, führen wörtliche Übersetzungen meist zu einer Entstellung der Aussage.

Was ist ein "zurückweisendes doch"?

Das zurückweisende "doch" wird verwendet, um Einwände oder Vorwürfe des Gesprächspartners abzuwehren und eine neue Tatsache als allgemeingültig zu manifestieren.

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Details

Title
Die Übersetzung der Modalpartikeln "doch", "ja" und "schon" ins Englische auf der Grundlage von literarischen Übersetzungen und einer Erhebung mit Probanden
College
University of Hamburg  (Institut für Anglistik)
Course
Word Order Alternations in English“ Allgemeinbildende
Grade
1,0
Author
Katharina Stricharz (Author)
Publication Year
2004
Pages
40
Catalog Number
V84064
ISBN (eBook)
9783638004688
ISBN (Book)
9783638912389
Language
German
Tags
Modalpartikeln Englische Grundlage Erhebung Probanden Word Order Alternations English“ Allgemeinbildende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Stricharz (Author), 2004, Die Übersetzung der Modalpartikeln "doch", "ja" und "schon" ins Englische auf der Grundlage von literarischen Übersetzungen und einer Erhebung mit Probanden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84064
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