Eine Ersterschließung des Mediums Buchreiseführer aus ethnologischer Perspektive. Was exakt sind die Funktionen eines Buchreiseführers - z.B. im Vergleich mit einem Führer vor Ort (Guide)? Wie beeinflussen die involvierten Instanzen - die Buchautoren, die Rezipienten, die Verlage und nicht zuletzt die Bereisten selbst - die Ansprüche von Reiseführerkonzepten an authentische und kritische Kulturdarstellung?
Inhaltsverzeichnis
- Einstieg
- Themeneingrenzung und Quellenlage - Eine Arbeitsdefinition des Reiseführers
- Das moderierte Erleben
- Der "Instant-Reiseleiter": Funktionen des modernen Reiseführers - Reiseführer vs. Guides
- Culture TM
- Einige Aspekte des Reiseführermarktes
- Zwänge der Marktbehauptung - Image- & Nischenwerbung - Touristische Klischees — Qualitative Kriterien der Kulturbeschreibung
- Ausblick
- Reiseführer als Mediatoren: Möglichkeiten & Probleme
- Literaturvermerke
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert zeitgenössische Reiseführer und untersucht die Inhalte, Konzeptionen und Funktionen dieser Publikationen im Kontext des Reiseführermarktes. Der Fokus liegt auf der Frage, inwiefern Reiseführer eine adäquate Kulturvermittlung ermöglichen können.
- Funktionen und Inhalte zeitgenössischer Reiseführer
- Der Reiseführermarkt und seine Rahmenbedingungen
- Die RezipientInnen von Reiseführern und ihre Bedürfnisse
- Kulturvermittlung durch Reiseführer im Vergleich zu „Guides“
- Die Rolle von Reiseführern als Mediatoren zwischen Kultur und Rezipient
Zusammenfassung der Kapitel
- Einstieg: Dieses Kapitel stellt das Thema der Arbeit vor und definiert den Reiseführer als ein komplexes Medium der Kulturvermittlung. Die Arbeit fokussiert auf die Frage, inwiefern Reiseführer eine adäquate Kulturvermittlung gewährleisten können.
- Das moderierte Erleben: Dieses Kapitel untersucht die Funktionen des modernen Reiseführers und analysiert die Unterschiede zwischen „Reiseführern“ im engeren Sinne und „Guides“, welche vor Ort tätig sind.
- Culture TM: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Aspekte des Reiseführermarktes, einschließlich der Zwänge der Marktbehauptung, der Rolle von Image- und Nischenwerbung sowie der Entstehung touristischer Klischees.
Schlüsselwörter
Reiseführer, Kulturvermittlung, Kulturmediation, Tourismus, Reiseführermarkt, Marktbehauptung, Image- & Nischenwerbung, touristische Klischees, qualitative Kriterien der Kulturbeschreibung, „Guides“, Reisebegleiter, Literaturvermerke, ethnologische Perspektive, Gebrauchsliteratur, Reiseliteratur.
Häufig gestellte Fragen
Was untersucht die ethnologische Perspektive auf Reiseführer?
Die Arbeit analysiert, wie Reiseführer als Medium fungieren, um fremde Kulturen darzustellen, und welche Rolle Autoren, Verlage und Rezipienten dabei spielen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Reiseführer und einem „Guide“ vor Ort?
Ein Buchreiseführer bietet ein „moderiertes Erleben“ als Instant-Reiseleiter, während ein Guide vor Ort eine direkte, oft interaktive Kulturvermittlung ermöglicht.
Welche Probleme entstehen durch den Reiseführermarkt?
Zwänge der Marktbehauptung führen oft zu Nischenwerbung und der Reproduktion touristischer Klischees statt zu einer authentischen Kulturdarstellung.
Können Reiseführer echte Mediatoren zwischen Kulturen sein?
Die Arbeit hinterfragt kritisch, inwieweit die Ansprüche an eine authentische Vermittlung mit den kommerziellen Interessen der Verlage vereinbar sind.
Was bedeutet der Titel „Die Fremde in Pillenform“?
Er spielt auf die mundgerechte, leicht konsumierbare Aufbereitung fremder Kulturen in modernen Reiseführern an.
Welche qualitativen Kriterien für Kulturbeschreibungen werden diskutiert?
Es geht darum, ob Reiseführer über oberflächliche Beschreibungen hinausgehen und tiefere Einblicke in soziale und historische Zusammenhänge geben können.
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- Hendrik Schulthe (Author), 2000, Die Fremde in Pillenform - Zu einigen Inhalten und Problemen zeitgenössischer Reiseführer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83829