Die vorliegende Arbeit befasst sich mit zwei Dramen Johann Wolfgang von Goethes: Torquato Tasso und Iphigenie auf Tauris . Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Frauengestalten Prinzessin Leonore und Iphigenie, die in ihrer Funktion innerhalb des jeweiligen Dramenkontexts verglichen werden sollen.
Beide Figuren, sowohl Iphigenie als auch die Prinzessin Leonore, können im Kontext des jeweiligen Dramas als Vor- und Leitbilder, als „schöne Seelen“ gelten.
Wenn die vorliegende Arbeit nun die These aufstellt, es handele sich bei den beiden Frauengestalten um Idealfiguren, so muss die Prüfung der Ideale, das heißt die Konfrontation des Ideals mit der Wirklichkeit zur zentralen Fragestellung werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zwischen Ideal und Wirklichkeit...
- Die Frauengestalten im Kontext des jeweiligen Dramas...
- Leonore von Este
- Iphigenie
- Erste Zusammenfassung
- Die Konfrontation des Ideals mit der Wirklichkeit...
- Leonore von Este
- Iphigenie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die beiden Frauengestalten Prinzessin Leonore und Iphigenie in den Dramen „Torquato Tasso“ und „Iphigenie auf Tauris“ von Johann Wolfgang von Goethe. Dabei steht der Vergleich ihrer Funktion innerhalb des jeweiligen Dramas im Vordergrund. Das Ziel ist es, die beiden Figuren als Idealfiguren zu identifizieren und die Konfrontation ihrer Ideale mit der Wirklichkeit in den jeweiligen Dramen zu analysieren.
- Die Darstellung der Frauengestalten als Idealfiguren im jeweiligen Dramenkontext
- Die Prüfung der Gültigkeit der Ideale der Frauengestalten im Verlauf der Dramenhandlung
- Der Vergleich der Verwirklichung und Prüfung des verkörperten Ideals bei Leonore und Iphigenie
- Die Bedeutung der Ideale der Frauengestalten für den Handlungsverlauf und die Figuren des Dramas
- Der Einfluss von Zeitfaktor und historischen/sozialen Bedingungen auf die Ideale der Frauengestalten
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel betrachtet die beiden Frauengestalten im Kontext ihrer jeweiligen Dramen. Hierbei werden die Rahmenbedingungen der dramatischen Handlung, die Handlungsorte und die Personenkonstellationen analysiert. Im Fokus steht die Funktion der Figuren im dramatischen Gefüge und die Definition des von ihnen verkörperten Ideals. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in einer ersten Zusammenfassung miteinander verglichen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit Idealfiguren, Frauengestalten, Dramenkontext, Konfrontation des Ideals mit der Wirklichkeit, Prüfung der Ideale, Verwirklichung und Prüfung des verkörperten Ideals, Zeitfaktor, historische/soziale Bedingungen, „schöne Seelen“, Handlungsverlauf, Personenkonstellationen und Dramenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Was verbindet die Figuren Iphigenie und Leonore von Este?
Beide werden in Goethes Dramen als Idealfiguren oder „schöne Seelen“ dargestellt, die eine hohe moralische Integrität verkörpern.
Worum geht es beim Vergleich von Ideal und Wirklichkeit?
Die Arbeit untersucht, wie diese idealisierten Frauengestalten mit den harten Realitäten und sozialen Zwängen ihrer jeweiligen Welt (Tauris bzw. der Hof von Ferrara) kollidieren.
Welche Rolle spielt Iphigenie im Drama „Iphigenie auf Tauris“?
Sie fungiert als moralisches Leitbild, das durch Wahrheit und Menschlichkeit versucht, den Fluch ihres Hauses zu überwinden und Gewalt zu verhindern.
Wie wird Leonore von Este in „Torquato Tasso“ dargestellt?
Sie ist die kultivierte Prinzessin, die zwischen der Welt der Dichtung (Tasso) und der Realität des Hofes vermitteln will, dabei aber selbst an Grenzen stößt.
Was bedeutet der Begriff „Schöne Seele“ bei Goethe?
Es beschreibt einen Menschen, bei dem Pflicht und Neigung im Einklang stehen und dessen Handeln stets aus einer inneren moralischen Harmonie erfolgt.
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- Bachelor of Arts (B.A.) Susan Wangelik (Author), 2007, Zwischen Ideal und Wirklichkeit - Goethes Iphigenie auf Tauris und Leonore von Este im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83819