Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Sociology

Resozialisierung im Gefängnis

Title: Resozialisierung im Gefängnis

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nadine Lange (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Gefängnisstrafe bzw. der Freiheitsentzug ist in fast allen Ländern das wichtigste Sanktionsmittel des Rechtssystems. Obwohl eine allgemeine Tendenz zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen zunimmt, sind diese oft die letzte Konsequenz für Rückfällige und besonders schwerwiegende Taten.8 Jedoch ist die Bestrafung nicht das einzige Ziel des Strafvollzuges. Das Sozialstaatsprinzip verlangt staatliche Vor- und Fürsorge für Gesellschaftsgruppen, die wegen Unfähigkeit oder gesellschaftlicher Benachteiligung in ihrer persönlichen und sozialen Entfaltung behindert sind.14 Das gilt auch für die Gefangenen, die wie empirisch belegt ist oft aufgrund ihrer Sozialisation und mangelnden sozialen Einbindung zu abweichenden Verhalten neigen. Der Resozialisierungsgedanke ist daher das Hauptziel im Umgang mit straffälligen Menschen.
Wie er in Deutschland umgesetzt wird, wie die Grundlagen sind und wie der internationale Vergleich aussieht, darauf möchte ich in folgender Veröffentlichung eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung:

Definition von Resozialisierung:

II. Strafvollzug in Deutschland:

(a) Gesetzliche Grundlagen

(b) Die Umsetzung im Strafvollzug

(c) Spezielle Methoden und sozialpädagogische Vorgehensweisen

(d) Theorie

(e) Empirie

III. Internationaler Vergleich:

(a) Gefangenenpolitik im europäischen Vergleich

(b) Das APAC- Gefängnis in Brasilien

(c) „Zero Tolerance“ und „Glen Mills“ in den USA

IV. Kritik:

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Resozialisierung im Strafvollzug, analysiert dessen rechtliche und methodische Grundlagen in Deutschland und stellt diese mittels eines internationalen Vergleichs in einen breiteren Kontext. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Effektivität bestehender sozialtherapeutischer Ansätze sowie der Diskrepanz zwischen gesetzlichem Anspruch und praktischer Umsetzung im Gefängnisalltag.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen des deutschen Strafvollzugsgesetzes.
  • Darstellung sozialpädagogischer Vorgehensweisen und therapeutischer Interventionsmodelle.
  • Internationaler Vergleich von Resozialisierungskonzepten in Brasilien und den USA.
  • Kritische Würdigung der Defizite im deutschen Vollzugssystem.

Auszug aus dem Buch

Die sozialtherapeutische Anstalt am Beispiel Erlangen:

Diese Anstalt ist zwar nicht repräsentativ für alle anderen sozialtherapeutischen Anstalten in Deutschland, weil sich diese in Größe, Anzahl der Insassen und des Personals oft stark unterscheiden. Aber auch wenn sie sich daher in den konkret durchgeführten Programmen unterscheiden, das Konzept der intensiven Zuwendung und Resozialisierung ist allen gemeinsam.

Die sozialtherapeutische Anstalt in Erlangen liegt direkt in der Stadt. Dadurch ist es einfacher die Insassen wieder einzugliedern und ihnen können optimale Trainingsmöglichkeiten geboten werden.

Das Gebäude hat eine zweistöckige geschlossene Anstalt mit 34 Einzelzellen. Jede Etage wurde in zwei Therapiegruppen aufgeteilt, von denen auch jede einen eigenen Gruppenraum besitzt. Im Dachgeschoß befindet sich außerdem noch eine Freigängerstation mit sechs Zellen und einem getrennten Eingang. Die Zellen sind eher wie Wohnzimmer eingerichtet und auch die Sanitäranlagen befinden sich in getrennten Räumlichkeiten. Jeder Kleingruppe sind zwei Therapeuten, welche die Gruppe betreuen, und vier Aufsichtsbeamte, die abwechseln Dienst haben, zugeteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Resozialisierung und erläutert die Bedeutung des Freiheitsentzugs innerhalb des modernen Rechtssystems.

II. Strafvollzug in Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Grundlagen durch das Strafvollzugsgesetz sowie die praktische Umsetzung von Resozialisierungsmaßnahmen, inklusive spezieller sozialpädagogischer Modelle.

III. Internationaler Vergleich: Hier werden unterschiedliche internationale Ansätze zur Gefangenenarbeit analysiert, mit besonderem Fokus auf das APAC-Modell in Brasilien sowie „Zero Tolerance“ und „Glen Mills“ in den USA.

IV. Kritik: Das abschließende Kapitel beleuchtet die strukturellen Defizite im deutschen Strafvollzug und kritisiert die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und täglicher Praxis.

Schlüsselwörter

Resozialisierung, Strafvollzug, Sozialtherapie, Gefängnis, Kriminalität, Sozialpädagogik, Strafvollzugsgesetz, Jugendstrafrecht, Rückfallprävention, Soziales Training, Krisenintervention, Freiheitsentzug, therapeutische Anstalt, Resozialisierungsgedanke, Wiedereingliederung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Resozialisierungsprozess von Straftätern, wobei der Fokus auf den deutschen Strafvollzug gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die gesetzlichen Bestimmungen, die Anwendung sozialtherapeutischer Methoden, der internationale Vergleich von Vollzugsmodellen sowie die kritische Reflexion bestehender Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Resozialisierung gelingen kann, warum es in der Praxis oft zu Schwierigkeiten kommt und welche Modelle als Vorbild oder Diskussionsgrundlage dienen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium gesetzlicher Grundlagen sowie der Untersuchung spezifischer praktischer Fallbeispiele (wie etwa der Anstalt in Erlangen).

Welche Aspekte werden im Hauptteil besonders behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die deutsche Rechtsgrundlage, die praktische Umsetzung von Resozialisierungsmaßnahmen und einen Vergleich mit ausländischen Modellen wie dem brasilianischen APAC-Konzept.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sozialtherapie, Strafvollzug, Resozialisierung, Rückfallprävention und die kritische Analyse der aktuellen Justizpraxis.

Was zeichnet das Erlanger Modell der Sozialtherapie aus?

Es zeichnet sich durch ein Phasenmodell aus, das von einer testpsychologischen Untersuchung über eine intensive Therapiephase bis hin zur Trainingsphase und allmählichen Öffnung des Vollzugs reicht.

Warum ist die „künstlerische Arbeit“ für manche Gefangene relevant?

Sie dient der Identitätsfindung und ermöglicht den Gefangenen, über die Auseinandersetzung mit Kunst ihre Lebensereignisse zu verarbeiten und einen Ausgleich zum tristen Alltag zu finden.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Resozialisierung im Gefängnis
College
Humboldt-University of Berlin  (Pädagogoisches Institut)
Course
Hauptseminar: Analysen und Studien zum abweichenden Verhalten und zu Strategien der Resozialisierung
Grade
1,7
Author
Nadine Lange (Author)
Publication Year
2000
Pages
19
Catalog Number
V8359
ISBN (eBook)
9783638153478
ISBN (Book)
9783638746335
Language
German
Tags
Resozialisierung Gefängnis Jugendliche Glen Mills APAC
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Lange (Author), 2000, Resozialisierung im Gefängnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8359
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint