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Die Arten, Phasen und Instanzen der Sozialisation

Titel: Die Arten, Phasen und Instanzen der Sozialisation

Hausarbeit , 2007 , 15 Seiten , Note: 1-

Autor:in: Kerstin Berger (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens von der Sozialisation unbewusst begleitet. Man lernt ständig Neues dazu, lernt neue Leute kennen, setzt sich immer wieder mit positiven und negativen Situationen auseinander, muss Probleme lösen, kurz gesagt: man muss sich im Alltag und in der Gesellschaft zurecht finden. Doch welche Aufgabe hat hier die Sozialisation? Werden wir erst durch sie zu einem Mitglied der Gesellschaft? Ist die Sozialisation ein Prozess, der unaufhörlich Anteil an unserem Leben nimmt? Was geschieht währenddessen mit uns und vor allem wo?
All diese Fragen werde ich im Laufe dieser Arbeit beantworten. Ich habe dieses Thema gewählt, weil die Sozialisation ein lebenslanger Prozess ist, von dem jeder betroffen ist.
Ich werde zunächst mit einer Definition des Begriffes „Sozialisation“ beginnen, danach auf die drei Phasen eingehen, die Sozialisationsinstanzen vorstellen und anschliessend einige Störungen in der Sozialisation erläutern. Abschliessend werde ich kurz kritisch Stellung nehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abgrenzung des Themas

2. Definition des Begriffs „Sozialisation“

3. Die 3 Arten von Sozialisation

3.1 Die Soziabilisierung

3.2 Die Enkulturation

3.3 Die Individuation

4. Die 3 Phasen der Sozialisation

4.1 Die primäre Sozialisation

4.2 Die sekundäre Sozialisation

4.3 Die tertiäre Sozialisation

5. Die 4 wichtigsten Sozialisationsinstanzen

5.1 Die Familie

5.2 Die Schule

5.3 Die Peer-Groups

5.4 Die Medien

6. Störungen der Sozialisation

7. Eigene, kritische Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Sozialisationsbegriff als lebenslangen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und des Erwerbs gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit. Das zentrale Ziel ist es, die verschiedenen Arten, Phasen und maßgeblichen Instanzen der Sozialisation zu beleuchten, um das Verständnis für die Entwicklung des Menschen in seinem sozialen Umfeld zu schärfen.

  • Begriffsbestimmung und theoretische Grundlagen der Sozialisation
  • Detaillierte Analyse der Arten (Soziabilisierung, Enkulturation, Individuation)
  • Strukturierung der Phasen (primär, sekundär, tertiär)
  • Untersuchung der Sozialisationsinstanzen (Familie, Schule, Peer-Groups, Medien)
  • Reflexion über Störungen der Sozialisation und die Rolle pädagogischer Verantwortung

Auszug aus dem Buch

5.3 Die Peer-Groups

Als Peer-Group wird eine Gruppe Gleichaltriger genannt, womit das Individuum während der sekundären und der tertiären Sozialisation konfrontiert wird. Die Peer-Groups stehen in Konkurrenz zu den Sozialisationsinstanzen Familie und Schule. In dieser Gruppe sind Kinder das erste Mal mit gleichberechtigten, sowie gleichaltrigen Personen zusammen, die keinem Erwachsenen untergeordnet sind. „Schon im Kindergarten knüpfen Kinder Freundschaften mit Gleichaltrigen an. Dies setzt sich in der Schule fort und erreicht im Jugendalter einen gewissen Höhepunkt“30. Meistens sind die Mitglieder in Peer-Groups sozial gleichgestellt.

Aufgrund des sozialen Status bewegen sich die Individuen in einem idealen Umfeld für das Erlernen von Teilen, Konfliktbeseitigung, Anerkennung der Persönlichkeit, Vertreten der eigenen Meinung, etc. In der Grundschulzeit konzentriert man sich meistens sich meistens auf das gleiche Geschlecht, wobei sich Jungen- von Mädchengruppen unterscheiden. Die Mädchen bilden kleinere Gruppen, spielen häufig mit Puppen, um sich das erste Mal mit der Elternrolle spielerisch auseinander zu setzen, treffen sich später mit Freundinnen, um bummeln zu gehen und sich den neusten Klatsch zu erzählen. Jungen hingegen sind meistens anders orientiert und messen ihre Grenzen anhand körperlicher Auseinandersetzungen oder bei Computerspielen.

In der Pubertät und der Adoleszenz, welches die Zeit zwischen Pubertät und Erwachsenenalter ist, gewinnen die Peer-Groups immer mehr an Bedeutung für den Jugendlichen. In der Gruppe wird man akzeptiert, man kann Probleme mit Gleichaltrigen lösen, man wird verstanden. Auch während dieser Phase bilden Jungen größere Gruppen und Mädchen konzentrieren sich oftmals auf eine einzige Freundin 31. In den meisten Fällen sind die jeweiligen Bezugspersonen gleichaltrig, gehören denselben sozialen Schichten an und zeigen ihre Zusammengehörigkeit häufig durch ihr Äußeres, in dem sie sich ähnlich kleiden, sich die Haare ähnlich schneiden lassen, dieselbe Musik hören und sich sprachlich ähnlich ausdrücken32. Viele Jugendliche testen ihre Grenzen aus ihrem Weg der Persönlichkeitsausbildung, wodurch es oft zu Konflikten in der Familie oder in der Schule kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abgrenzung des Themas: Die Einleitung führt in die Relevanz der Sozialisation als unbewussten und lebenslangen Prozess ein, der zur gesellschaftlichen Integration beiträgt.

2. Definition des Begriffs „Sozialisation“: Dieses Kapitel vergleicht soziologische und pädagogische Definitionen und verdeutlicht die Entwicklung des Individuums zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt.

3. Die 3 Arten von Sozialisation: Hier werden die Soziabilisierung, Enkulturation und Individuation als grundlegende Aspekte des Sozialisationsprozesses voneinander abgegrenzt.

4. Die 3 Phasen der Sozialisation: Es wird erläutert, wie sich die Sozialisation in primäre, sekundäre und tertiäre Phasen untergliedert, die jeweils unterschiedliche Entwicklungsaufgaben bereithalten.

5. Die 4 wichtigsten Sozialisationsinstanzen: Die Rolle von Familie, Schule, Peer-Groups und Medien wird analysiert, da diese als zentrale Orte des Lernens und der Persönlichkeitsformung fungieren.

6. Störungen der Sozialisation: Dieses Kapitel benennt Faktoren wie Armut, Isolation oder Überforderung, die eine harmonische Persönlichkeitsentwicklung negativ beeinflussen können.

7. Eigene, kritische Stellungnahme: Die Autorin reflektiert ihre Erkenntnisse und betont die hohe Verantwortung von Eltern sowie die Bedeutung der primären Sozialisation.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Soziabilisierung, Enkulturation, Individuation, primäre Sozialisation, sekundäre Sozialisation, tertiäre Sozialisation, Sozialisationsinstanzen, Familie, Schule, Peer-Groups, Medien, Identitätsbildung, soziale Handlungsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Phasen und den zentralen Instanzen des Sozialisationsprozesses und betrachtet diesen als einen lebenslangen Entwicklungsweg des Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einordnung des Sozialisationsbegriffs, der Differenzierung in drei Arten und Phasen sowie der Analyse von Einflussfaktoren wie Familie, Schule, Gleichaltrigengruppen und Massenmedien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie ein Mensch durch soziale Interaktion zu einem handlungsfähigen Mitglied der Gesellschaft wird und welche Rolle das Umfeld dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse einschlägiger pädagogischer und soziologischer Fachliteratur, um den aktuellen Forschungsstand zum Thema Sozialisation zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Arten der Sozialisation (Soziabilisierung, Enkulturation, Individuation), die drei zeitlichen Phasen, die wichtigsten Sozialisationsinstanzen sowie mögliche Störungsquellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Identitätsbildung, Soziabilisierung, Enkulturation, Individuation, Sozialisationsinstanzen, primäre/sekundäre/tertiäre Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung.

Warum spielt die Familie eine zentrale Rolle als Sozialisationsinstanz?

Die Familie gilt als primäre Instanz, da sie die grundlegende emotionale Fundierung legt, Werte vermittelt und den ersten Rahmen für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes bildet.

Inwiefern beeinflussen Medien heute den Sozialisationsprozess?

Medien, insbesondere Fernsehen und Internet, wirken als starke Sozialisationsfaktoren, die einerseits Wissen vermitteln, aber bei unkontrollierter Nutzung auch Aggressionen fördern oder zu sozialer Isolation führen können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Arten, Phasen und Instanzen der Sozialisation
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Pädagogik)
Veranstaltung
Allgemeine Pädagogik
Note
1-
Autor
Kerstin Berger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V83290
ISBN (eBook)
9783638895637
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arten Phasen Instanzen Sozialisation Allgemeine Pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kerstin Berger (Autor:in), 2007, Die Arten, Phasen und Instanzen der Sozialisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83290
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Leseprobe aus  15  Seiten
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