Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft sind immer noch in der großen Mehrheit von Männern besetzt. Frauen haben aufgrund vielfältiger Ursachen einen oft beschwerlicheren Weg vor sich, wenn sie eine Führungsposition erreichen möchten.
Selbst die Bundesregierung und mit ihr die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben kürzlich diesen Umstand zum Anlass genommen, und eine Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft verabschiedet.
Zwar tritt diese Vereinbarungen letztlich nicht als Gesetz in Kraft, so dass bei Nichteinhaltung ein Rechtsanspruch geltend gemacht werden könnte. Jedoch zeigt sich ganz deutlich, dass die Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft ein sehr aktuelles Thema ist.
In dieser Arbeit möchte ich mich auf die Analyse des Einflusses seitens der Unternehmen auf dieses Gleichberechtigungsziel konzentrieren. Hier im speziellen auf den Bereich des Personalmarketings.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Besetzung von Führungspositionen in der Privatwirtschaft in Deutschland
- Bestandsanalyse aus geschlechtsspezifischer Sicht
- Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen
- Notwendigkeit der Gegensteuerung geschlechtlicher Segregation in Führungspositionen
- Personalmarketing als ein Instrument für mehr Gleichstellung
- Begriff und Prinzipien des Personalmarketings für Führungskräfte
- Berücksichtigung der geschlechtspezifischen Komponente
- Ziele eines gleichstellungsorientierten Personalmarketings
- Normative Ziele
- Strategische Ziele
- Operative Ziele
- Beispielhafte Personalmarketingmaßnahmen ausgewählter Unternehmen
- Daimler Chrysler AG
- Deutsche Telekom
- Schering AG
- Deutsche Bank AG / Deutsche Lufthansa AG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert den Einfluss von Unternehmen auf das Ziel der Gleichberechtigung in Bezug auf die Besetzung von Führungspositionen, insbesondere im Bereich des Personalmarketings. Sie beleuchtet die aktuelle Situation der Geschlechterverteilung in Führungspositionen, untersucht die Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen und befasst sich mit der Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen Gegensteuerung. Darüber hinaus wird das Personalmarketing als Instrument zur Förderung der Gleichstellung erörtert, einschließlich seiner Prinzipien und der Integration der geschlechtsspezifischen Komponente.
- Die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft
- Die Ursachen für die geschlechtliche Segregation in Führungspositionen
- Die Rolle des Personalmarketings als Instrument zur Förderung der Gleichstellung
- Die Entwicklung und Umsetzung gleichstellungsorientierter Personalmarketingstrategien
- Die Analyse von beispielhaften Personalmarketingmaßnahmen ausgewählter Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die bestehende Diskrepanz in der Besetzung von Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft, wobei die Unterrepräsentanz von Frauen hervorgehoben wird. Sie führt die Relevanz des Themas im Kontext der aktuellen Debatte um Chancengleichheit und Gleichberechtigung in der Privatwirtschaft aus und umreißt den Fokus der Arbeit auf den Einfluss des Personalmarketings.
Kapitel 2 befasst sich mit der Bestandsaufnahme der Besetzungssituation von Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft aus geschlechtsspezifischer Sicht. Es analysiert verschiedene Indikatoren wie Branche, Unternehmensgröße, Einkommen, Alter und Familienstand, um die Dimension und Tragweite des Problems zu verdeutlichen.
Kapitel 3 widmet sich dem Instrument des Personalmarketings als Mittel zur Förderung der Gleichstellung. Es definiert den Begriff, legt die Prinzipien des Personalmarketings für Führungskräfte fest und integriert die geschlechtsspezifische Komponente in eine ideale Personalmarketingstrategie.
Kapitel 4 befasst sich mit den Zielen eines gleichstellungsorientierten Personalmarketings. Es werden normative, strategische und operative Ziele unter Berücksichtigung von kurz-, mittel- und langfristigen Veränderungen betrachtet.
Kapitel 5 präsentiert beispielhafte Personalmarketingmaßnahmen ausgewählter Unternehmen, die auf Chancengleichheit und Gleichberechtigung ausgerichtet sind. Diese Beispiele dienen dazu, die Praxisrelevanz des Instruments und sein Veränderungspotenzial aufzuzeigen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Personalmarketing, Gleichstellung, Chancengleichheit, Führungspositionen, Frauen in Führungspositionen, Geschlechterverteilung, Bestandsanalyse, Unterrepräsentanz, Segregation, Personalmarketingstrategie, normative Ziele, strategische Ziele, operative Ziele, Praxisbeispiele.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Frauen in Führungspositionen in Deutschland unterrepräsentiert?
Die Arbeit analysiert vielfältige Ursachen, darunter geschlechtsspezifische Segregation, strukturelle Barrieren in Unternehmen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
Wie kann Personalmarketing zur Gleichstellung beitragen?
Personalmarketing dient als Instrument, um gezielt Frauen für Führungspositionen anzusprechen und eine chancengleiche Unternehmenskultur nach innen und außen zu kommunizieren.
Welche Ziele verfolgt ein gleichstellungsorientiertes Personalmarketing?
Es werden normative, strategische und operative Ziele unterschieden, um langfristig eine ausgewogene Geschlechterverteilung in Führungsebenen zu erreichen.
Welche Unternehmen werden als Praxisbeispiele genannt?
In der Arbeit werden Maßnahmen von Unternehmen wie der Daimler Chrysler AG, der Deutschen Telekom, der Schering AG, der Deutschen Bank und der Lufthansa analysiert.
Gibt es gesetzliche Vorschriften zur Förderung der Chancengleichheit?
Die Arbeit erwähnt eine Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und Spitzenverbänden der Wirtschaft, die jedoch kein Gesetz mit direktem Rechtsanspruch bei Nichteinhaltung ist.
Was ist der Fokus der Bestandsanalyse in der Arbeit?
Die Analyse betrachtet Branchen, Unternehmensgrößen, Einkommen, Alter und Familienstand, um die aktuelle Situation der Geschlechterverteilung zu verdeutlichen.
- Quote paper
- Carmen Zwahr (Author), 2001, Personalmarketing als eine gleichstellungspolitische Komponente für Führungskräfte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/832