Diese Arbeit bleibt nicht bei der Erkenntnis, dass dieses oder jenes Gedicht des schlesischen Barockdichters Logau direkt oder indirekt von Martial abhängig ist, stehen, sondern untersucht anhand textnaher Interpretation dreier typensatirischer Epigrammpaare, welche Bandbreite von Mitteln und Möglichkeiten, d.h. poetischen Techniken, Logau nutzt, um den Martialtext für seine Zeit und seine Dichtung zu aktualisieren.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkungen
- Drei Beispiele der Martialrezeption bei Logau
- »Tisch-Freundschafft« - eine Martialübersetzung
- »Auff Technicum« - Logau im Wettstreit mit Martial
- »Auff Umbriam« - Martial als Folie der Originalität
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Rezeption des römischen Epigrammdichters Martial in den satirischen Epigrammen Friedrichs von Logau. Die Zielsetzung liegt in der Untersuchung der Bandbreite an poetischen Techniken, die Logau nutzt, um Martial für seine Zeit und Dichtung zu aktualisieren. Dabei werden intertextuelle Bezüge, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Texten sowie die Intentionen von Logau im Hinblick auf die Martialrezeption ergründet.
- Intertextualität und Rezeption von Martial in Logaus Epigrammen
- Poetische Techniken der Aktualisierung und Reinterpretation
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Martial und Logau
- Logaus Intentionen und Zielsetzung in der Martialrezeption
- Martial als Inspirationsquelle für Logaus satirische Epigramme
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel liefert eine Einführung in die Thematik der Martialrezeption bei Logau. Es beleuchtet Logaus Selbstverständnis als Dichter im Kontext der Intertextualität und stellt die Bedeutung von Martial für seine Epigramme heraus. Das zweite Kapitel analysiert drei ausgewählte Beispiele der Martialrezeption, die den Einfluss Martials auf Logaus Epigrammatik verdeutlichen. Im Fokus stehen die poetischen Techniken, die Logau nutzt, um Martial für seine Zeit zu aktualisieren, sowie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Texten.
Schlüsselwörter
Martial, Logau, Epigramme, Intertextualität, Rezeption, Satirische Epigramme, Poetische Techniken, Aktualisierung, Reinterpretation, Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Intentionen, Typensatire, cena-Gedichte, Poetik, Epigrammtradition, Übersetzung, Aemulatio.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hatte Martial auf Friedrich von Logau?
Der römische Dichter Martial diente Logau als wichtiges Vorbild für seine satirischen Epigramme, wobei Logau Martials Techniken für seine eigene Zeit aktualisierte.
Was bedeutet „Imitatio“ und „Aemulatio“?
Imitatio ist die Nachahmung eines Vorbilds, während Aemulatio der Versuch ist, das Vorbild durch eigene poetische Originalität zu übertreffen.
Welche Themen behandeln Logaus satirische Epigramme?
Logau nutzt oft Typensatire, um menschliche Schwächen, gesellschaftliche Missstände oder Themen wie falsche Freundschaft (Tisch-Freundschaft) zu kritisieren.
Wie aktualisiert Logau antike Texte?
Er nutzt Martial als Folie, passt aber den Kontext, die Sprache und die moralische Intention an die Gegebenheiten des Barockzeitalters an.
Was ist ein Epigramm?
Ein Epigramm ist ein kurzes, prägnantes Sinngedicht, das oft mit einer überraschenden Wendung oder einer Pointe endet.
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- Robert Igel (Author), 2007, Durch imitatio zu aemulatio, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82883