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Die steuerliche Behandlung von Unternehmensverbindungen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften (GmbH & Co KG, GmbH & Still, Betriebsaufspaltung, KGaA)

Titel: Die steuerliche Behandlung von Unternehmensverbindungen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften (GmbH & Co KG, GmbH & Still, Betriebsaufspaltung, KGaA)

Diplomarbeit , 2004 , 131 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Marek Szczerkowski (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema der Unternehmensverbindungen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften hat eine eher kurze Tradition im Wirtschafts- und Steuerrecht, die teilweise in das 19. Jahrhundert zurückgeht. Sehr oft wurde die Idee der einzelnen Unternehmensverbindungen durch die Rechtsprechung entwickelt und später im Steuerrecht verankert. Bei manchen Konstruktionen ist dies bis Heute nicht geschehen. Wichtige Ziele bei den Unternehmensverbindungen sind die Beschränkung der Haftung der Gesellschafter bei gleichzeitig typischer Flexibilität der Personengesellschaften im Steuer- und Gesellschaftsrecht.
Es stellt sich deshalb die Frage, inwieweit Unternehmensverbindungen auch steuerrechtlich anerkannt werden und wann sich überhaupt steuerliche Vorteile ergeben. Die steuerrechtliche Vorteilhaftigkeit gegenüber der „reinen“ Personengesellschaften bzw. Kapitalgesellschaften birgt gleichzeitig die Gefahr von Nachteilen, die durch die Vermischung der Rechtsformen entstehen. Auch aus steuerplanerischer Sicht können die Unternehmensverbindungen Nachteile mitbringen, wenn sie nur durch die Rechtsprechung kodifiziert werden, wie dies z.B. im Fall der Betriebsaufspaltung geschieht. Die Änderungen des Steuerrechts in den vergangenen Jahren haben bewirkt, dass sich die Vorteilhaftigkeit der einzelnen Unternehmensverbindungen teilweise erheblich verändert hat.
Die folgenden Ausführungen sollen einen Einblick in die aktuelle steuerliche Behandlung der verschiedenen Unternehmensverbindungen geben. Aufgrund des Beschränkten Umfangs dieser Arbeit, werden insbesondere die GmbH & Co. KG, GmbH & Still, KGaA und die Betriebsaufspaltung behandelt. Dabei werden die ausgewählten Unternehmensverbindungen in separaten Abschnitten untersucht. Als Einstieg werden kurz die jeweiligen gesellschaftsrechtlichen Merkmale der einzelnen Unternehmensverbin-dungen dargestellt. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der laufenden Besteuerung der einzelnen Unternehmensverbindungen. Die anschließende ökonomische Analyse soll auch Hinweise auf die steuerliche Vorteilhaftigkeit der einzelnen Unternehmensverbindungen bzw. deren Varianten geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil A: Die GmbH & Co. KG

I. Gesellschaftsrechtliche Bestimmungen

I.1 Die Gesellschafter der GmbH & Co. KG

I.2 Kontrollorgane

I.3 Gesellschafterwechsel

II. Die steuerliche Behandlung der GmbH & Co. KG

II.1 Einkommen- und Körperschaftsteuer

II.1.1 Gewinnermittlung

II.1.2 Sonderbilanzen der Gesellschafter

II.1.3 Verlustausgleich

II.1.4 Gewinnverteilung

II.2 Gewerbesteuer

II.3 Praktische Besteuerung und Gestaltungsmöglichkeiten

III. Beurteilung und Vergleich zur OHG und GmbH

III.1 Variation des Gewinns

III.1.1 Vergleichsbasis GmbH & Co. KG

III.1.2 Vergleich zur reinen GmbH

III.1.3 Vergleich zur OHG

III.2 Variation der Geschäftsführergehälter

III.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

Teil B: Die GmbH & Still

I. Stille Gesellschaft im Gesellscahftsrecht

I.1 Erscheinungsformen der stillen Gesellschaft

I.2 Abgrenzung zu anderen Formen

I.3 Kontrollrechte des stillen Gesellschafters

II. Die Besteuerung der GmbH & Still

II.1 Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer

II.1.1 Typische GmbH & Still

II.1.1.1 Ebene der GmbH

II.1.1.2 Ebene der Gesellschafter

II.1.1.3 Behandlung von Verlusten bei der typischen GmbH & Still

II.1.2 Atypische GmbH & Still

II.1.2.1 Gewinnermittlung

II.1.2.2 Betriebsvermögen und Sonderbetriebsvermögen

II.1.2.3 Sondervergütungen

II.1.2.4 Behandlung von Verlusten bei der atypischen GmbH & Still

II.2 Gewerbesteuer

III. Besteuerung der typischen und atypischen GmbH & Still im Vergleich

IV. Beurteilung der Ergebnisse

Teil C: Die KGaA

I. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

I.1 Die Organe einer KGaA

I.2 Die Haftung

I.3 Die GmbH/GmbH & Co. KG als Komplementär

II. Die Besteuerung der KGaA

II.1 Die Besteuerung der KGaA als Kapitalgesellschaft

II.2 Die Ertragsbesteuerung der Komplementäre

II.2.1 Natürliche Personen

II.2.2 GmbH

II.2.3 GmbH & Co KG

II.3 Die Besteuerung der Kommanditaktionäre

III. Vergleich der Konstellationen der KGaA

IV. Auswertung der Ergebnisse

Teil D: Die Betriebsaufspaltung

I. Wirtschaftliche Bedeutung und Arten der Betriebsaufspaltung

II. Wirtschaftliche Motive für die Betriebsaufspaltung

III. Steuerliche Behandlung der Betriebsaufspaltung

III.1 Voraussetzungen

III.1.1 Personelle Verflechtung

III.1.2 Sachliche Verflechtung

III.2 Besteuerung der typischen Betriebsaufspaltung

III.2.1 Besteuerung der Besitzgesellschaft

III.2.2 Besteuerung der Betriebsgesellschaft

III.3 Besteuerung der umgekehrten Betriebsaufspaltung

IV. Klassische oder umgekehrte Betriebsaufspaltung?

V. Zusammenfassung der Ergebnisse

Abschließende Betrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung verschiedener Unternehmensverbindungen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften, insbesondere die GmbH & Co. KG, die GmbH & Still, die KGaA sowie die Betriebsaufspaltung, um deren steuerliche Vorteilhaftigkeit zu analysieren und gesellschaftsrechtliche Besonderheiten zu beleuchten.

  • Steuerliche Einordnung der GmbH & Co. KG und ihrer Gesellschafter
  • Vergleich der steuerlichen Belastung zwischen Mischformen und reinen Rechtsformen (OHG/GmbH)
  • Analyse der atypischen und typischen stillen Gesellschaft im Steuerrecht
  • Untersuchung der Besteuerungsmechanismen bei der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
  • Beurteilung steuerlicher Gestaltungsspielräume bei der Betriebsaufspaltung

Auszug aus dem Buch

I.1 Die Gesellschafter der GmbH & Co. KG

Komplementär-GmbH

In einer KG ist der Komplementär aufgrund gesetzlicher Regelungen immer zur Geschäftsführung verpflichtet, damit ist er auch Vertreter in allen gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen. Im Falle einer typischen GmbH & Co. KG ist dies die GmbH. Der Geschäftsführer der GmbH handelt deshalb durch die GmbH hindurch auch für die GmbH & Co. KG. Während im Außenverhältnis keine Einschränkung möglich ist, kann durch eine Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag im Innenverhältnis der Gesellschaft, eine Verpflichtung zur Genehmigung der Maßnahmen der Geschäftsführung durch die Kommanditisten vereinbart werden. Es ist also durchaus möglich, durch den Gesellschaftsvertrag die Machtverhältnisse zu verteilen.

Das Gesellschaftsvermögen der GmbH & Co. KG steht den Gesellschaftern in „ihrer gesamthänderischen Verbundenheit, also nur gemeinschaftlich zu“. Die Gewinn- und Verlustanteile werden grundsätzlich gem. § 168 HGB berechnet, d.h. 4 % des Kapitalanteils und nach angemessenem Verhältnis. In der Praxis ist hingegen eine Berechnung nach der Kapitalanteilsquote üblich. Dies kann aber im Gesellschaftsvertrag im Innenverhältnis auch anders geregelt werden. Die GmbH kann ohne Sach- oder Geldeinlage beteiligt sein, aber trotzdem als Komplementär fungieren und geschäftsführend tätig werden.

Wie jeder persönlich haftende Gesellschafter einer KG unterliegt auch die GmbH einem Wettbewerbsverbot gem. § 112 i.V.m. §161 Abs. 2 HGB. Die GmbH darf demnach ohne Einwilligung der Kommanditisten keine Geschäfte im gleichen Handelszweig wie die GmbH & Co. KG tätigen.

Zusammenfassung der Kapitel

Teil A: Die GmbH & Co. KG: Erläutert die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen und die zweistufige Gewinnermittlung sowie die Besteuerung auf Ebene der Komplementär-GmbH und der Kommanditisten.

Teil B: Die GmbH & Still: Unterscheidet zwischen typischen und atypischen stillen Gesellschaften und behandelt deren steuerliche Einordnung, insbesondere im Hinblick auf Betriebsausgaben und Sondervergütungen.

Teil C: Die KGaA: Analysiert die Struktur der KGaA als Mischform und die Besteuerung auf drei Ebenen: als Kapitalgesellschaft, als persönlich haftende Gesellschafter und als Kommanditaktionäre.

Teil D: Die Betriebsaufspaltung: Beschreibt dieses steuerliche Konstrukt, analysiert die Voraussetzungen der personellen und sachlichen Verflechtung sowie die steuerlichen Konsequenzen für Besitz- und Betriebsunternehmen.

Schlüsselwörter

GmbH & Co. KG, Stille Gesellschaft, KGaA, Betriebsaufspaltung, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Einkommensteuer, Mitunternehmerschaft, Sonderbetriebsvermögen, Haftungsbeschränkung, Geschäftsführergehälter, Gewinnermittlung, Gesellschafter, Steuerbelastung, Personengesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung verschiedener Unternehmensverbindungen, die Elemente von Personen- und Kapitalgesellschaften kombinieren, um steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und Vor- oder Nachteile aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die GmbH & Co. KG, die GmbH & Still, die KGaA und die Betriebsaufspaltung als rechtliche Konstrukte mit Fokus auf deren laufende Besteuerung und ökonomische Analyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Einblicke in die aktuelle steuerliche Handhabung dieser Rechtsformkombinationen zu geben und Hinweise zur steuerlichen Vorteilhaftigkeit verschiedener Varianten zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine rechtsformvergleichende Analyse sowie beispielhafte Berechnungen (Grundfälle und Varianten), um steuerliche Belastungen unter verschiedenen Bedingungen (z.B. Gewinnvariationen) gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Teile zu den jeweiligen Rechtsformen, wobei jeweils gesellschaftsrechtliche Grundlagen, Einkommen-/Körperschaftsteuer-Aspekte, Gewerbesteuer-Problematiken und ein Vergleich zu reinen Rechtsformen oder anderen Konstellationen erarbeitet werden.

Welche Faktoren beeinflussen die steuerliche Vorteilhaftigkeit maßgeblich?

Entscheidende Faktoren sind die Abzugsfähigkeit von Geschäftsführervergütungen, die Möglichkeiten der Gewerbesteueranrechnung, die Zurechnung zum Sonderbetriebsvermögen und das Verhältnis zwischen Komplementär- und Kapitalbeteiligung.

Wie unterscheidet sich die typische von der atypischen GmbH & Still steuerlich?

Bei der typischen Variante wird der stille Gesellschafter als Gläubiger betrachtet, während bei der atypischen Variante eine Mitunternehmerstellung vorliegt, was die Gewinnermittlung und Besteuerung grundlegend verändert.

Welchen Einfluss hat die KGaA-Struktur auf die Steuerbelastung?

Da die KGaA als Kapitalgesellschaft gilt, ist sie körperschaftsteuerpflichtig, wobei die Vergütungen an Komplementäre (Mitunternehmer) eine gesonderte steuerliche Behandlung erfordern, um Doppelbelastungen zu vermeiden.

Warum ist die Betriebsaufspaltung steuerlich so komplex?

Sie erfordert eine genaue Prüfung der personellen und sachlichen Verflechtung, da sie keine eigenständige Rechtsform ist, sondern eine durch die Rechtsprechung entwickelte Konstruktion, bei der zwei rechtlich selbständige Unternehmen steuerlich als Einheit behandelt werden.

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Details

Titel
Die steuerliche Behandlung von Unternehmensverbindungen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften (GmbH & Co KG, GmbH & Still, Betriebsaufspaltung, KGaA)
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,3
Autor
Dipl.-Kfm. Marek Szczerkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
131
Katalognummer
V82586
ISBN (eBook)
9783638864183
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Behandlung Unternehmensverbindungen Personen- Kapitalgesellschaften GmbH Still Betriebsaufspaltung KGaA)
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. Marek Szczerkowski (Autor:in), 2004, Die steuerliche Behandlung von Unternehmensverbindungen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften (GmbH & Co KG, GmbH & Still, Betriebsaufspaltung, KGaA), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82586
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