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Komplexe Lehr-Lernszenarien: Praxiskontakt Zoll

Die wirtschaftsethische Beurteilung der Produktpiraterie an Medikamenten im Curriculum Wirtschaft

Titel: Komplexe Lehr-Lernszenarien: Praxiskontakt Zoll

Seminararbeit , 2007 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sabine Dux (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die jährlichen Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland betragen ca. 25 Milliarden Euro . Eine hohe Zahl, welche nicht den Bundesbürger sondern die Krankenkassen finanziell
belastet. Die Medikamentenzuzahlungen kann sich der Otto-Normalverbraucher gerade noch leisten und besorgt sich im Vertrauen auf den Arzt beim Apotheker um die Ecke seine verschriebenen Medikamente. Dieser verkauft den Kunden gleich noch nichtverschreibungspflichtigen Mittel und Pillen um das tägliche Wohlergehen zu erhalten und zu fördern. Doch wird dies so bleiben? Dank DocMorris und anderen Versandapotheken wird die eine oder andere Apotheke in den nächsten Jahren verschwinden. Ist die fachgerechte Beratung weiterhin gewährleistet? Wir werden sehen. Doch eines ist sicher. Kommt der Kampf um die Kunden bei den Apothekern ins Rollen wird sich sowohl der Preis, aber auch die Qualität der Medikamente ändern. Denn wer garantiert, dass es sich bei den Medikamenten einer billigen Internetversandapotheke zu 100% um Originalprodukte handelt? Und wieso nicht gleich im Ausland bestellen, in welchem man das gleiche Produkt zum halben Preis bekommen könnte?
Der deutsche Verbraucher hat viel Vertrauen in Arzneimittel und lässt sich auch von zahlreichen Nebenwirkungen eines Beipackzettels nicht abschrecken. Damit dies so bleibt ist Aufklärung über gefälschte und verfälschte Medikamente notwendig. Ein Anfang könnte in den Schulen gemacht werden, denn dort sitzen diejenigen, welche die Chance haben, mündige Verbraucher zu werden. Dazu gehört die wirtschaftsethische Urteilsfähigkeit, welche nicht aufgedrängt sondern nur verinnerlicht werden kann. Wie dies in der Praxis aussehen kann, möchte ich in Zusammenarbeit mit dem Zollamt Stuttgart Flughafen als Praxiskontakt und Experte für die Produktpiraterie an Medikamenten darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das immaterielle Eigentum

2. Produktpiraterie

2.1 Produktpiraterie an Medikamenten

2.2 Gegenmaßnahmen

2.3 Wirtschafsethische Beurteilung

3. Praxiskontakt Zoll

3.1 Praxiskontakte

3.2 Das Zollamt Stuttgart Flughafen als Praxiskontakt?

4. Umsetzung

4.1 Themenbegründung

4.2 Bezüge zum Bildungsplan

4.3 Die Vorbereitung

4.4 Der Tag des Praxiskontakts

4.5 Die Abschlussphase des Praxiskontakts

5. Fazit

6. Quellenangaben

6.1 Literatur

6.2 Internet

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die wirtschaftsethische Urteilsfähigkeit von Schülern am Beispiel der Produktpiraterie an Medikamenten zu fördern. Durch die Verknüpfung von theoretischem Unterricht mit einem außerschulischen Praxiskontakt beim Zoll am Stuttgarter Flughafen soll den Schülern ein tiefes Verständnis für komplexe ökonomische Zusammenhänge und die globale Problematik gefälschter Waren vermittelt werden.

  • Wirtschaftsethische Analyse von Produktpiraterie
  • Risiken und gesundheitliche Folgen bei gefälschten Arzneimitteln
  • Rolle und Aufgaben des Zolls im internationalen Warenverkehr
  • Methodik des Praxiskontakts im Wirtschaftsunterricht
  • Didaktische Umsetzung im Fächerverbund EWG

Auszug aus dem Buch

2.3 Wirtschafsethische Beurteilung

Laut Adam Smith wird das Allgemeinwohl gefördert, indem jeder Mensch und jedes Unternehmen nach dem eigenen Vorteil strebt. Dabei „lenkt“ die „unsichtbare Hand“ die Handlungen, welche unbewusst zum Allgemeinwohl beitragen. Demnach müssten die Hersteller von gefälschten Medikamenten ebenso zur Förderung des Allgemeinwohls besteuern. Es ist nur die Frage um wessen Allgemeinwohl es geht und wer unter den externen Effekten zu leiden hat. Für die Menschen einer kleinen Stadt auf den Philippinen bedeutet die Ansiedlung einer Fabrik, welche Medikamentenplagiate herstellt die Sicherung ihrer Existenz. Natürlich werden nur wenige Menschen wirklich reich, doch viele Bauern können durch Arbeit in solch einem Unternehmen zu mehr Wohlstand kommen.

Über die negativen Folgen von Produktpiraterie wissen die wenigsten Menschen der Plagiatindustrie Bescheid, für sie steht das individuell wachsende Allgemeinwohl im Vordergrund. Werden wirksame Medikamente 1:1 kopiert, ist dies für Millionen Menschen in der Welt überhaupt eine Möglichkeit, an Medikamente zu kommen. Originale sind meist nicht bezahlbar und oftmals gar nicht erhältlich. Wieso sollte ihnen diese Möglichkeit verwehrt bleiben? Schwierig wird es, wenn Medikamente gefälscht werden, welche falsch zusammengesetzt, schädlich oder unwirksam sind. Bei Produktionsstätten, welche in manchen Hinterhöfen angesiedelt sind, ist dies häufig der Fall. Kurzfristig geben sie den Menschen Hoffnung, langfristig ist nur das Wohl der Hersteller der gefälschten Medikamente gesichert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Problematik gefälschter Medikamente und die Notwendigkeit, bereits in Schulen die wirtschaftsethische Urteilsfähigkeit von Verbrauchern zu fördern.

1. Das immaterielle Eigentum: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen des Schutzes geistigen Eigentums und die wirtschaftliche Bedeutung von Patent- und Markenrechten für Innovation und Wohlstand.

2. Produktpiraterie: Es wird das Phänomen der Produktpiraterie analysiert, wobei besonders die Gefahren gefälschter Medikamente für die öffentliche Gesundheit und die negativen Auswirkungen auf Arbeitsmärkte hervorgehoben werden.

3. Praxiskontakt Zoll: Hier wird die Methode des Praxiskontakts als Brücke zwischen Theorie und Realität vorgestellt und das Zollamt als idealer Lernort zur Untersuchung von Produktpiraterie begründet.

4. Umsetzung: Dieses Kapitel beschreibt ein konkretes didaktisches Konzept für eine 9. Realschulklasse, das von der Vorbereitung über die Durchführung am Flughafen bis zur Reflexion reicht.

5. Fazit: Das Fazit betont, dass moralische Bildung im Wirtschaftsunterricht durch eigenständige Auseinandersetzung statt durch Bevormundung erfolgen sollte, um eine dauerhafte Urteilsfähigkeit zu schulen.

Schlüsselwörter

Produktpiraterie, Medikamentenfälschung, Wirtschaftsethik, Praxiskontakt, Zoll, Immaterialgüterrecht, Arzneimittel, Verbraucherschutz, Bildungsplan, Globalisierung, Urteilsfähigkeit, Wirtschaftsunterricht, Plagiate, Realschule, Allgemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Vermittlung ethischer Urteilskompetenz im Wirtschaftsunterricht anhand des brisanten Themas Produktpiraterie bei Arzneimitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen den Schutz geistigen Eigentums, das Phänomen des weltweiten Handels mit Plagiaten sowie die praktische Durchführung eines Schulprojekts mit einem Zollamt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein didaktisches Modell zu entwickeln, mit dem Schülerinnen und Schüler lernen, wirtschaftsethische Dilemmata selbstständig zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse kombiniert mit einer praxisorientierten Entwurfsplanung für einen Lernortbesuch (Praxiskontakt).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen, das Ausmaß der Produktpiraterie bei Medikamenten und beschreibt detailliert die Vorbereitung und Durchführung des Besuchs am Zollamt Stuttgart Flughafen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Produktpiraterie, Wirtschaftsethik, Praxiskontakt, Zoll, Arzneimittelsicherheit und Urteilsfähigkeit.

Warum ist das Zollamt ein geeigneter Lernort für Schüler?

Der Zoll bietet eine unmittelbare Anschauungsmöglichkeit der praktischen Auswirkungen von Handelsverstößen und erlaubt Expertenbefragungen, die weit über das Schulbuch hinausgehen.

Warum betont die Autorin die Rolle des "eigenständigen Erkundens"?

Die Autorin argumentiert, dass moralische Ansichten nicht aufgedrängt werden sollten, da nur durch das eigene Erarbeiten und Abwägen von Pro- und Kontra-Argumenten eine echte Urteilsbildung stattfinden kann.

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Details

Titel
Komplexe Lehr-Lernszenarien: Praxiskontakt Zoll
Untertitel
Die wirtschaftsethische Beurteilung der Produktpiraterie an Medikamenten im Curriculum Wirtschaft
Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd  (Ökonomie und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Wirtschafts- und Unternehmensethik
Note
2,0
Autor
Sabine Dux (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V82424
ISBN (eBook)
9783638871457
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Komplexe Lehr-Lernszenarien Praxiskontakt Zoll Wirtschafts- Unternehmensethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Dux (Autor:in), 2007, Komplexe Lehr-Lernszenarien: Praxiskontakt Zoll, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82424
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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