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Vom Arbeiter zum Kapitalisten

Die Idee der Investivlöhne und Gewinnbeteiligung

Titel: Vom Arbeiter zum Kapitalisten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Ökonom Artur Podlejski (Autor:in)

VWL - Arbeitsmarktökonomik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es ist nicht lange her, dass der Bundespräsident Horst Köhler für eine breite Diskussion über Investivlöhne und Gewinnbeteiligungen in Arbeitnehmerhand geworben hatte. „In Zeiten der Globalisierung können solche Kapitalbeteiligungen dazu beitragen, einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich entgegenzuwirken“ , sagte das Staatsoberhaupt. In diesem Zusammenhang erlebte der Gedanke einer materiellen Partizipation der Arbeitnehmer am Betrieb eine Renaissance. Die zuletzt vom Bundespräsidenten angestoßene Debatte ist vor allem auf die bevorstehenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerichtet:
Die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt gehört seit geraumer Zeit zu den wichtigsten wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Problemen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ist seit Anfang der 70er Jahre mit jeder Rezession sprunghaft, jeweils auf ein neues Niveau, angestiegen und konnte in den folgenden Aufschwungphasen nicht nachhaltig abgebaut werden. Neben der prekären Situation auf dem Arbeitsmarkt haben strukturelle Veränderungen infolge des technischen Fortschritts und der Globalisierung zu einer zunehmenden Kapitalkonzentration bzw. Vermögensungleichverteilung beigetragen, die aus sozialpolitischen Gründen kritisch zu bewerten ist.
Im Rahmen dieser Arbeit wird deshalb der Frage nachgegangen, inwieweit die Einführung der alternativen Entgeltarten auf gesamtwirtschaftlicher Ebene den aktuell bestehenden Herausforderungen gerecht werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Begriffliche Grundlagen

2.1. Der Investivlohn

2.2. Die Gewinnbeteiligung

3. Beschäftigungswirkungen der beiden Beteiligungsarten

3.1. Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie

3.1.1. Theoretische Grundlagen

3.1.2. Beschäftigungseffekte des Investivlohns

3.1.3. Beschäftigungseffekte der Gewinnbeteiligung

3.2. Die „Share Economy“ nach Weitzmann

3.2.1. Theoretische Grundlagen

3.2.2. Exogene Schocks und der Arbeitsmarkt

3.3. Kritische Würdigung und empirische Evidenz

4. Verteilungswirkungen der „neuen“ Entlohnungsmodelle

4.1. Grundlagen der post-keynesiansichen Verteilungstheorie

4.2. Verteilungseffekte des Investivlohns

4.3. Verteilungseffekte der Gewinnbeteiligung

4.4. Kritische Würdigung und empirische Evidenz

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Einführung alternativer Entlohnungsmodelle wie Investivlöhne und Gewinnbeteiligungen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene zur Minderung der Arbeitslosigkeit und zur Korrektur sozial unerwünschter Einkommensungleichverteilungen beitragen kann.

  • Grundlagen und Definition von Investivlohn und Gewinnbeteiligung.
  • Analyse der Beschäftigungswirkungen im neoklassischen Modell.
  • Untersuchung des Weitzman-Modells der „Share Economy“ bei monopolistischer Konkurrenz.
  • Analyse der Verteilungseffekte auf Basis der post-keynesianischen Theorie.
  • Kritische Würdigung und Vergleich mit empirischer Evidenz.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Beschäftigungseffekte des Investivlohns

In diesem Abschnitt werden die Beschäftigungswirkungen von „substitutiven“ und „additiven Investivlöhnen“ im Rahmen eines einperiodigen neoklassischen Modells analysiert. Ausgehend von einem einperiodigen neoklassischen Modell unter Vollbeschäftigung L* sind Beschäftigungswirkungen, die sich aus einer Einführung von Investivlöhnen wI ergeben, dann als positiv zu bewerten, wenn sie eine zusätzliche Nachfrage nach Arbeit induzieren.

Für den Fall einer Einführung von „substitutiven“ Investivlöhnen werden auf dem neoklassischen Arbeits- und Kapitalmarkt Anpassungsprozesse ausgelöst. Die Aufteilung des ursprünglichen Barlohns in eine Bar- und Investivlohnkomponente lässt die gesamten Arbeitskosten für die Unternehmer unverändert, so dass es auf dem Arbeitsmarkt (zunächst) zu keinen unmittelbaren Mengenreaktionen kommt. Allerdings führt die Umwandlung eines Teils des ursprünglichen Barlohns in einen Investivlohn c.p. zu einem zusätzlichen Sparen durch die Arbeitnehmer.

Wird davon ausgegangen, dass das freiwillige Sparen konstant bleibt, erhöht sich die gesamtwirtschaftliche Ersparnis. Das Überangebot an Sparen beim ursprünglich gleichgewichtigen Marktzinssatz führt zu einem Sinken des Marktzinssatzes. Der sinkende Zinssatz regt die Investitionsnachfrage so lange an, bis sich ein neues Gleichgewicht bei niedrigerem Marktzinssatz und höheren Investitionen sowie im Vergleich zur Ausgangssituation höherem Sparen einstellt. Aufgrund der gestiegenen Investitionen liegt zum Zeitpunkt t=1 ein höherer Kapitalbestand vor. Da jedem einzelnen Arbeiter nun mehr Kapital zur Verfügung steht, erhöht sich folglich auch die Grenzproduktivität der Arbeit. Die gestiegene Grenzproduktivität der Arbeit hat zur Folge, dass es sich für die Unternehmen lohnt, bei jedem und damit auch beim gleichgewichtigen Lohnsatz mehr Arbeitskräfte nachzufragen als vor der Einführung des „substitutiven“ Investivlohns.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einführung in die Diskussion um Investivlöhne und Gewinnbeteiligungen als Antwort auf Arbeitslosigkeit und Vermögensungleichverteilung.

2. Begriffliche Grundlagen: Definition und Klassifizierung der Konzepte Investivlohn (additiv/substitutiv) und Gewinnbeteiligung.

3. Beschäftigungswirkungen der beiden Beteiligungsarten: Untersuchung der Arbeitsmarkteffekte unter Annahme vollkommener Konkurrenz sowie der Analyse des Share-Economy-Modells nach Weitzman.

4. Verteilungswirkungen der „neuen“ Entlohnungsmodelle: Analyse der Umverteilungseffekte auf Basis der post-keynesianischen Theorie von Kaldor.

5. Schlussfolgerungen: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur theoretischen und empirischen Eignung der Modelle.

Schlüsselwörter

Investivlohn, Gewinnbeteiligung, Arbeitslosigkeit, Beschäftigungseffekte, Verteilungswirkungen, Share Economy, Weitzman, Neoklassik, Post-Keynesianismus, Kapitalbeteiligung, Arbeitsmarkt, Lohnpolitik, Einkommensungleichverteilung, Produktivkapital, Arbeitsproduktivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von alternativen Entlohnungsformen wie Investivlöhnen und Gewinnbeteiligungen auf die Arbeitsmarktsituation und die Einkommensverteilung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Beschäftigungswirkungen in neoklassischen Modellen, die "Share Economy" nach Weitzman sowie die verteilungstheoretischen Auswirkungen im Rahmen post-keynesianischer Modelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob und unter welchen Bedingungen die Einführung dieser Entlohnungsarten dazu beitragen kann, Arbeitslosigkeit zu senken und die soziale Ungleichverteilung zu mildern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine modelltheoretische Analyse, die verschiedene ökonomische Ansätze (Neoklassik, post-keynesianische Verteilungstheorie) nutzt, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit empirischen Befunden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Beschäftigungseffekten durch verschiedene Beteiligungsarten unter verschiedenen Marktbedingungen und die Analyse der daraus resultierenden Umverteilungseffekte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Investivlohn, Gewinnbeteiligung, Beschäftigungseffekte, Verteilungseffekte und die Share Economy.

Was unterscheidet den „substitutiven“ vom „additiven“ Investivlohn?

Beim additiven Investivlohn wird das Kapital zusätzlich zum bisherigen Lohn gezahlt, während beim substitutiven Investivlohn ein Teil des bisherigen Lohns in eine investive Anlage umgewandelt wird.

Gibt es empirische Bestätigungen für das Weitzman-Modell?

Die Arbeit stellt fest, dass das Weitzman-Modell einer "Share Economy" in der Realität bisher keine eindeutige empirische Bestätigung gefunden hat.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom Arbeiter zum Kapitalisten
Untertitel
Die Idee der Investivlöhne und Gewinnbeteiligung
Hochschule
Universität Hohenheim  (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Veranstaltung
"Wachstum und Beschäftigung"
Note
1,3
Autor
Diplom-Ökonom Artur Podlejski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V82118
ISBN (eBook)
9783638893114
ISBN (Buch)
9783638893176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeiter Kapitalisten Wachstum Beschäftigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Ökonom Artur Podlejski (Autor:in), 2006, Vom Arbeiter zum Kapitalisten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82118
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Leseprobe aus  26  Seiten
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