Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Media Psychology

Cognitive Load Theory und der split-attention effect: Ein empirischer Test kognitionspsychologischer Erweiterungen

Title: Cognitive Load Theory und der split-attention effect: Ein empirischer Test kognitionspsychologischer Erweiterungen

Diploma Thesis , 2007 , 134 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Athanasios Mazarakis (Author)

Psychology - Media Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Cognitive Load Theory und der Cognitive Theory of Multimedia Learning existieren zwei Theorien zum Lernen mit multimedialen Inhalten. Aus beiden Theorien sind viele Effekte entstanden, wobei der split-attention effect sicherlich einer der bekanntesten ist. Dieser Effekt postuliert, dass die Lernergebnisse für den Lernenden umso besser ausfallen je näher Text und Bild beieinander sind. In einer aufwendigen Online-Untersuchung zum meteorologischen Phänomen „Die Entstehung von Blitzen“ wird experimentell der Frage nachgegangen, ob es nicht auch andere Möglichkeiten zur Verbesserung des Lernerfolgs gibt, ohne Text und Bild nahe beieinander zu platzieren.
Mit den neueren Faktoren der Wahrnehmungsorganisation bieten sich an dieser Stelle erstmalig Verknüpfungsmöglichkeiten an, besonders mit dem Faktor der Verbundenheit der Elemente und dem Faktor der gemeinsamen Region. Beide Faktoren werden kombiniert mit der räumlich nahen (integriertes Darstellungsformat) oder fernen (separiertes Darstellungsformat) Darstellung von Text und Bild, um so mit alternativen Möglichkeiten den Lernerfolg zu erhöhen. Zu diesem Zweck werden die Daten von 869 Versuchspersonen zur Beantwortung dieser Fragestellung, in Bezug auf die Lern- und Transferleistung, ausgewertet.
Die Hypothese über den Vorteil des integrierten Darstellungsformats kann in dieser Diplomarbeit nicht bestätigt werden, was gegen die Allgemeingültigkeit des split-attention effect spricht. Unterstützend wird die Hypothese verifiziert, dass die verknüpften Darstellungsformate nicht zu schlechteren Lernergebnissen führen, als das integrierte Darstellungsformat. Zusätzlich wird die Hypothese bekräftigt, dass das konstruierte Material passend und die verwendete Animation ohne beschreibenden Text nicht selbsterklärend ist. Als letztes Ergebnis kann sich die Gruppe mit wenig selbsteingeschätztem Vorwissen nicht signifikant vom Rest der Stichprobe unterscheiden, was aber notwendig gewesen wäre zur Bestätigung der Hypothese, dass Novizen mehr kreative Lösungen generieren.
Der negative Aspekt des split-attention effect kann damit auch mit anderen Mitteln umgangen werden, als mit der bisher favorisierten Herangehensweise der hohen räumlichen Nähe von Text und Bild. Der Einfluss und Nutzen der neueren Faktoren der Wahrnehmungsorganisation sollte in weiteren Studien zur Cognitive Load Theory untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Theorie

1.1 Problemstellung

1.2 Literatur- und Theorieüberblick

1.2.1 Die Cognitive Load Theory

1.2.1.1 Darstellung der Theorie

1.2.1.2 Kritik an der Cognitive Load Theory

1.2.2 Die Cognitive Theory of Multimedia Learning

1.2.2.1 Darstellung der Theorie

1.2.2.2 Kritik an der Cognitive Theory of Multimedia Learning

1.2.3 Der split-attention effect und weitere Effekte

1.2.4 Wahrnehmungsorganisation und Objekterkennungstheorien

1.2.4.1 Ältere Faktoren der Wahrnehmungsorganisation

1.2.4.2 Kritik an den älteren Faktoren der Wahrnehmungsorganisation

1.2.4.3 Neuere Faktoren der Wahrnehmungsorganisation

1.2.4.4 Alternative Objekterkennungstheorien

1.2.5 Zusammenfassung und Zusammenhang der Konstrukte

1.2.6 Fragestellung und Hypothesen

2. Methode

2.1 Beschreibung der Stichprobe

2.2 Untersuchungsmaterial

2.3 Untersuchungsgeräte

2.4 Untersuchungsdurchführung

2.4.1 Untersuchungsablauf

2.5 Auswertungsmethoden

2.5.1 Festlegung der abhängigen und unabhängigen Variablen

2.5.2 Testbare Versuchsbedingungsvergleiche

3. Ergebnisse

3.1 Vorbereitende Analysen

3.2 Testung der Hypothesen

3.2.1 Ergebnisse für die Lernleistung

3.2.2 Ergebnisse für die Transferleistung

3.2.3 Ergebnisse für die Novizengruppe

3.3 Weiterführende Analysen

3.3.1 Deskriptive Zusatzanalyse der Transferfragen

3.3.2 Weiterführende Analysen der einzelnen Transferfragen

3.4 Ergänzende Ergebnisse zum Experiment

3.4.1 Ergebnisse zum Betrugsverhalten

3.4.2 Ergebnisse zur Verweildauer im Experiment

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den sogenannten "split-attention effect" kognitionspsychologisch zu untersuchen und auf Basis neuerer Faktoren der Wahrnehmungsorganisation Alternativen zur räumlichen Nähe von Text und Bild zu evaluieren. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die bisher als zwingend erachtete räumliche Nähe von Text und bildhafter Darstellung durch artifizielle Verknüpfungen ersetzt werden kann, um den Wissenserwerb bei multimedialen Inhalten gleichermaßen effizient zu gestalten.

  • Cognitive Load Theory und ihre Anwendbarkeit im Multimediabereich
  • Empirischer Test zur Wirksamkeit des "split-attention effect"
  • Einsatz der Faktoren "gemeinsame Region" und "Verbundenheit der Elemente" als kognitive Erweiterung
  • Experimentelle Untersuchung mittels Online-Feldstudie mit 869 Versuchspersonen
  • Analyse der Auswirkungen verschiedener Darstellungsformate auf Lern- und Transferleistung

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Die Cognitive Load Theory

Für Brünken, Plass und Leutner (2004) handelt es sich bei der Cognitive Load Theory um eine Kapazitätstheorie, deren Schwerpunkt bei den Verarbeitungsprozessen des gelernten Materials liegt. Die Cognitive Load Theory basiert nach Sweller et al. (1998) auf drei Annahmen, welche ich im Folgenden kurz benenne:Die unbeschränkte Kapazität des Langzeitgedächtnisses nach Baddeley (1997).

Die Schematheorie zur mentalen Repräsentation von Wissen nach Chi, Glaser und Rees (1982).

Die beschränkte Verarbeitungskapazität des Gedächtnisses, wie von Miller (1956) festgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theorie: Vorstellung und kritische Auseinandersetzung mit der Cognitive Load Theory sowie der Cognitive Theory of Multimedia Learning, ergänzt um kognitionspsychologische Wahrnehmungstheorien.

2. Methode: Detaillierte Beschreibung der Online-Untersuchung, der Stichprobe, des experimentellen Materials sowie der Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen.

3. Ergebnisse: Deskriptive und inferenzstatistische Analyse der Daten zur Lern- und Transferleistung, inklusive der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

4. Diskussion: Interpretation der Befunde im Kontext der bestehenden Lerntheorien und Ableitung von Implikationen für die Gestaltung multimedialer Lernprogramme.

Schlüsselwörter

Cognitive Load Theory, Cognitive Theory of Multimedia Learning, split-attention effect, Wahrnehmungsorganisation, Multimediales Lernen, online-Untersuchung, Lernleistung, Transferleistung, Elementinteraktivität, Schemakonstruktion, Ceteris-Paribus-Regel, räumliche Nähe, Novizengruppe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den "split-attention effect" im Bereich des multimedialen Lernens und stellt alternative Gestaltungsansätze zur räumlichen Anordnung von Text und Bild vor.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Cognitive Load Theory, die Cognitive Theory of Multimedia Learning und neuere Faktoren der Wahrnehmungsorganisation nach Palmer (1999).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll empirisch geprüft werden, ob eine artifizielle Verknüpfung von Text und Bild die gleiche lernförderliche Wirkung erzielen kann wie die herkömmliche räumliche Nähe.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einem experimentellen Online-Feldstudien-Design mit 869 Teilnehmern, deren Lern- und Transferleistung in sechs verschiedenen Versuchsbedingungen ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben der theoretischen Fundierung werden die Durchführung des Experiments, die statistische Auswertung mittels Varianzanalyse und die anschließende Diskussion der Ergebnisse präsentiert.

Was sind die charakteristischen Schlüsselbegriffe?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "split-attention effect", "intrinsische kognitive Belastung", "Wahrnehmungsorganisation" und "Ceteris-Paribus-Regel".

Warum war die "Ceteris-Paribus-Regel" so wichtig für die Analyse?

Diese Regel stellt sicher, dass Unterschiede in den Lernergebnissen eindeutig auf eine einzige manipulierte Variable zurückgeführt werden können, ohne dass Drittvariablen das Ergebnis verfälschen.

Was sagen die Ergebnisse zur "Novizengruppe" aus?

Entgegen der Hypothese unterschied sich die Gruppe mit geringem Vorwissen nicht signifikant vom Rest der Stichprobe, was gegen die Annahme spricht, dass Novizen von bestimmten Formaten kreativer profitieren.

Welche Bedeutung hat das Ergebnis für die Praxis?

Die Arbeit legt nahe, dass Designer von Lernprogrammen nicht zwingend jede Information in hoher räumlicher Nähe platzieren müssen, wenn alternative Gruppierungsmöglichkeiten, wie etwa die "gemeinsame Region", genutzt werden können.

Excerpt out of 134 pages  - scroll top

Details

Title
Cognitive Load Theory und der split-attention effect: Ein empirischer Test kognitionspsychologischer Erweiterungen
College
University of Mannheim
Grade
1.3
Author
Athanasios Mazarakis (Author)
Publication Year
2007
Pages
134
Catalog Number
V81852
ISBN (eBook)
9783638847544
ISBN (Book)
9783638845816
Language
German
Tags
Cognitive Load Theory Test Erweiterungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Athanasios Mazarakis (Author), 2007, Cognitive Load Theory und der split-attention effect: Ein empirischer Test kognitionspsychologischer Erweiterungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81852
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  134  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint