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Formen der Redewiedergabe in Zeitungstexten

Título: Formen der Redewiedergabe in Zeitungstexten

Trabajo de Seminario , 2007 , 14 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Linda Werner (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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Zu den wesentlichen Charaktereigenschaften der direkten Rede gehört, dass sie echt und unmittelbar ist. Sie übermittelt Äußerungen im Originalwortlaut. Der Berichterstatter, so Coulmas, „leiht dem ursprünglichen Sprecher seine Stimme und bezieht alle Deiktika auf die ursprüngliche Sprechsituation.“ Die direkte Rede wird anhand von Anführungszeichen als objektsprachlich markiert, dadurch wird sie von der metasprachlichen Ebene des Autors abgehoben. Der zitierte Teil signalisiert dem Leser den Originalwortlaut. Dadurch gewinnt der Berichtende eine gewisse Distanz und tritt scheinbar hinter die Charaktere, deren Aussage er wiedergibt.
Die direkte Rede kann mit oder ohne Redeeinleitung verwendet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Funktionen der Redewiedergabe

2.1) direkte Rede

2.2) indirekte Rede

3) Gegenüberstellung von direkter und indirekter Rede

4) Weitere Formen der Redewiedergabe

4.1) Inhaltsangabe von Rede

4.2) Infinitivkonstruktionen

4.3) Modalverbgefüge aus wollen/sollen + Infinitiv

4.4) Quellenangaben und Präpositionalphrasen

4.5) Redesituierende Gliedsätze mit wie

5) Vermittelnde Instanzen

6) Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Methoden der Redewiedergabe in politischen Zeitungsnachrichten und analysiert, wie Journalisten durch die Wahl der Wiedergabeform Objektivität wahren oder ihre eigene Perspektive in den Bericht einfließen lassen können.

  • Grundfunktionen der Redewiedergabe in der journalistischen Praxis
  • Differenzierung zwischen direkter und indirekter Rede
  • Analyse alternativer Redewiedergabeformen wie Inhaltsangaben und Infinitivkonstruktionen
  • Die Rolle vermittelnder Instanzen und deren Auswirkung auf die Glaubwürdigkeit

Auszug aus dem Buch

2) Funktionen der Redewiedergabe

Über die Funktionen der Redewiedergabe haben sich zahlreiche Sprachwissenschaftler Gedanken gemacht. So auch Josef Kurz, der in „Die Redewiedergabe“ (1966, S. 5) seine eigene Definition herausgearbeitet hat:

„Zweck der Redewiedergabe in Zeitungstexten ist es vor allem über Stellungnahmen zu Prozessen in der Realität zu informieren, besonders in der gesellschaftlichen Sphäre. In zweiter Linie kann Redewiedergabe auch dazu dienen, das politische und moralische Verhalten des Urhebers einer Äußerung zu charakterisieren.“

Es ist prinzipiell zu beachten, dass jede Redewiedergabe eine Doppelschichtigkeit ausweist: Einerseits verfügt die originale Äußerung – je nach Kontext – über eine bestimmte Absicht. Andererseits stellt sich die Frage, welche Funktion ihr dann – eingebettet im neuen Text – zukommt. Je nach den sprachlichen Mitteln, die beim Einfügen der Redeerwähnung angewendet werden, verfolgt der Autor eine andere Absicht. Entweder kann er sich als Beobachter zeigen, der sich vom Geschriebenen distanziert und so die Verantwortung für den Inhalt an dem Zitierten abgibt, oder er kann die Redeerwähnung dazu nutzen, seine eigene Ansicht zu stützen, und lässt Subjektives in die sprachliche Aussage einfließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Redewiedergabe in Zeitungsartikeln ein und legt den Fokus auf die Untersuchung der Objektivität in der Berichterstattung.

2) Funktionen der Redewiedergabe: Es werden die grundsätzlichen Ziele der Redewiedergabe definiert, wobei zwischen direkter und indirekter Rede unterschieden wird.

3) Gegenüberstellung von direkter und indirekter Rede: Das Kapitel vergleicht die strukturellen Unterschiede und die verschiedenen Grade der Authentizität beider Redeweisen.

4) Weitere Formen der Redewiedergabe: Hier werden alternative Möglichkeiten der Wiedergabe erläutert, darunter Inhaltsangaben, Infinitivkonstruktionen sowie die Verwendung von Modalverbgefügen und Präpositionalphrasen.

5) Vermittelnde Instanzen: Dieser Abschnitt klassifiziert die verschiedenen Akteure, die Informationen vermitteln, und bewertet deren Einfluss auf die Seriosität der Wiedergabe.

6) Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl der Redewiedergabe ein machtvolles stilistisches Mittel ist, welches vom Leser kritisch hinterfragt werden muss.

Schlüsselwörter

Redewiedergabe, direkte Rede, indirekte Rede, journalistische Objektivität, Zeitungsnachrichten, Konjunktiv, Infinitivkonstruktionen, Quellenangaben, Vermittelnde Instanzen, Stilistische Grammatik, Blankdialog, Berichterstattung, Referenzverschiebung, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen stilistischen Möglichkeiten, Aussagen Dritter in journalistischen Texten, speziell in politischen Nachrichten, wiederzugeben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der direkten und indirekten Rede sowie auf verschiedenen distanzierenden oder komprimierenden Wiedergabeformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Journalisten durch die Art der Redewiedergabe die Wahrnehmung des Lesers beeinflussen und wie sie ihre eigene Objektivität steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin untersucht Beispielsätze aus der Süddeutschen Zeitung auf linguistische Kriterien der Redewiedergabe und vergleicht diese mit theoretischen Definitionen der Sprachwissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundformen (direkte/indirekte Rede), die Analyse weiterer Formen wie Inhaltsangaben und die Betrachtung der vermittelnden Instanzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Redewiedergabe, journalistische Objektivität, direkte Rede, indirekte Rede und Sprachwissenschaft.

Warum spielt der Konjunktiv bei der indirekten Rede eine so große Rolle?

Der Konjunktiv dient als Markierung für indirekte Rede und signalisiert Distanz des Berichterstatters zum Wahrheitsgehalt der zitierten Aussage.

Was versteht man unter einer „vermittelnden Instanz“ in der Berichterstattung?

Dies sind die Personen oder Quellen (z.B. Institutionen oder anonyme Zeugen), die eine Information liefern, und deren Glaubwürdigkeit maßgeblich für die Seriösität der gesamten Meldung ist.

Welche Rolle spielt die „Doppelschichtigkeit“ der Redewiedergabe?

Sie bezeichnet den Umstand, dass jede Wiedergabe sowohl die ursprüngliche Absicht des Sprechers als auch die neue Absicht des Journalisten in sich vereint.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Formen der Redewiedergabe in Zeitungstexten
Universidad
University of Würzburg
Calificación
2
Autor
Linda Werner (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
14
No. de catálogo
V81840
ISBN (Ebook)
9783638037327
ISBN (Libro)
9783640858590
Idioma
Alemán
Etiqueta
Formen Redewiedergabe Zeitungstexten Sprachwissenschaft Analyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Linda Werner (Autor), 2007, Formen der Redewiedergabe in Zeitungstexten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81840
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